Sender Garding

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Sender Garding
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Sendemast Garding
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Basisdaten
Ort: Garding
Land: Schleswig-Holstein
Staat: Deutschland
Höhenlage: m ü. NN
Verwendung: Rundfunksender
Besitzer: Deutsche Funkturm
Daten des Mastes
Bauzeit: 1959
Bauherr: Deutsche Bundespost
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit dem 17. November 1959
Letzter Umbau (Mast): 6. Dezember 2007
Gesamthöhe: 113,73 m
Höhen der Betriebsräume: 47,7 m, 70,1 m, 74,3 m, 84,1 m, 88,3 m
Daten der Sendeanlage
Letzter Umbau: Oktober 2006
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Positionskarte
Sender Garding (Schleswig-Holstein)
Sender Garding
Sender Garding
Koordinaten: 54° 19′ 57,1″ N, 8° 47′ 20,2″ O

Der Sender Garding (alternativ: Sender Eiderstedt) ist ein Grundnetzsender für UKW-Rundfunk und Fernsehen der Deutschen Funkturm. Als Antennenträger kommt ein 114 Meter hoher abgespannter Stahlfachwerkmast zum Einsatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sender Garding wurde zunächst am 17. November 1959[1] als 92 Meter hoher[2] Richtfunkmast auf dem Gelände der Bundespost in Garding errichtet. Im Zuge des Ausbaus des Sendernetzes des zweiten Fernsehprogramms wurde der Sender im Jahr 1962 umgerüstet, wobei eine neue Antenne angebracht werden musste, die die Höhe des Bauwerks auf 105 Meter erhöhte.[2] Am 17. September 1962 nahm der Sender auf dem Kanal 31 mit einer ERP von 500 kW seinen Betrieb auf, seine Reichweite erstreckte sich entlang der Westküste von Niebüll bis zum Nord-Ostsee-Kanal.[3] Im Oktober 1968 wurde als letzter schleswig-holsteinischer Sender[4] auch das dritte Fernsehprogramm vom Sender Garding in Betrieb genommen.[5] Im Jahr 1989 wurden im Zuge der Einführung des Privaten Rundfunk die Sender RTLplus und Sat.1 auf den Kanälen 25 und 58 ausgestrahlt. Für diese musste eine weitere Antenne installiert werden, die die Höhe des Bauwerks auf nunmehr 114 Meter erhöhte.[6]

Zunächst wurden im Zuge der Einführung von DVB-T die drei öffentlich-rechtlichen Multiplexe mit einer ERP von 1 kW ausgestrahlt. Mit der Inbetriebnahme von DVB-T vom Sender Bredstedt im Jahr 2009 wurden die DVB-T-Frequenzen jedoch wieder abgeschaltet.[7]

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoger Hörfunk (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Hörfunkprogramme werden vom Sender Garding auf UKW abgestrahlt:

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
88,8 N-Joy _N-JOY__ D385 - 0,5 D (60–90°, 190–240°, 270–340°) H
91,7 Klassik Radio KLASSIK_ D75B - 0,5 D (50–130°) H
94,1 Radio BOB! RADIOBOB D4EA (regional),
D3EA
Nord/West 0,5 D (30–40°, 90–310°) H
97,6 Offener Kanal Westküste 0,5 D (10–70°, 110–140°, 180–340°) H
101,7 Deutschlandfunk Kultur Dlf_Kult D220 - 0,5 D (40–160°, 190–200°, 230–340°) H
102,3 Deutschlandfunk __DLF___ D210 - 0,4 D (220–170°) H

Analoges Fernsehen (PAL)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 24. Oktober 2006 wurden die folgenden analogen Fernsehprogramme ausgestrahlt.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
23 487,25 ProSieben 6,3[7] D H
25 503,25 RTL Television 4,2 D H
31 551,25 ZDF 300 D H
44 655,25 NDR Fernsehen Schleswig-Holstein 380 D H
47 679,25 VOX 3,2 D H
58 767,25 Sat.1 4,2 D H

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eiderstedter Nachrichten, 17. November 1959
  2. a b Eiderstedter Nachrichten, 10. Mai 1962
  3. Eiderstedter Nachrichten, 21. Dezember 1962
  4. Eiderstedter Nachrichten, 12. Juni 1968
  5. Eiderstedter Nachrichten, 11. September 1981
  6. Eiderstedter Nachrichten, 29. November 1989
  7. a b 50 Jahre Fernsehturm in Garding