Sensibilität (Neurowissenschaft)

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Unter (somatoviszeraler) Sensibilität versteht man in der Physiologie und Wahrnehmungspsychologie alle sensorischen Leistungen eines Tieres, die nicht von spezialisierten Sinnesorganen wie Auge, Ohr, Riechschleimhaut oder Zunge erbracht werden, sondern von Sensoren wie freien Nervendigungen, die in unterschiedlicher Dichte fast im gesamten Körper vorkommen. Die Sensibilität lässt sich in viszerale Sensibilität (Eingeweide) und somatische Sensibilität gliedern, wobei innerhalb letzter Oberflächensensibilität (der „fünfte Sinn“, also das Fühlen über die Haut inklusive Thermozeption und Nozizeption) und Tiefensensibilität (Knochen, Muskeln und Sehnen) unterschieden werden.

Insofern die Somatosensorik auch das sensorische System der Nerven umfasst, kann neben den folgenden elementaren Nervenreizen und den aus ihnen resultierenden Empfindungen auch der psychologische Teil der Sensibilität in das Fühlen (als Sensibilität im allgemeinen Sinne) einbezogen werden.[1]

Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach der Art des Reizes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach Ursprung des Reizes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach der zentripetalen Weiterleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • lemniskalen System (Hinterstrang und Lemniscus medialis) als epikritische Sensibilität („Feinwahrnehmung“, gut lokalisierbar)
  • extralemniskalen System (Vorderseitenstrang) als protopathische Sensibilität („Grobwahrnehmung“, schlecht lokalisierbar)

nach der Verschaltung in verschiedenen Kernarealen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. Bruce Goldstein: Sensation and Perception. Wadsworth, Pacific Grove 2002
  • C. Hick: Physiologie. Jungjohann Verlag, 1996
  • Schmidt, Thews, Lang: Physiologie des Menschen. Springer Verlag, 2000
  • M. Trepel: Neuroanatomie. Urban & Fischer Verlag, 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sensibilität. In: Norbert Boss (Hrsg.): Roche Lexikon Medizin. 2. Auflage. Hoffmann-La Roche AG und Urban & Schwarzenberg, München 1987, ISBN 3-541-13191-8, S. 1565, vgl. gesundheit.de/roche