Serve-and-Volley-Spiel

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Das Serve-and-Volley-Spiel ist eine offensive Spielstrategie im Tennis, die besonders in den 1980er und 1990er Jahren beliebt war. Ziel des aufschlagenden Spielers ist es hierbei, den Gegner mit einem harten und platzierten Aufschlag in Bedrängnis zu bringen und dann sofort an das Netz vorzurücken. Der oftmals ungenaue Return wird vom aufschlagenden Spieler dann direkt mit einem Volley beantwortet – um im Optimalfall den Ballwechsel direkt für sich zu entscheiden. Das Serve-and-Volley-Spiel bewährt sich vor allem auf schnellen Platzbelägen, auf denen die Geschwindigkeit des auftreffenden Balles kaum abgebremst wird.

Es handelt sich um eine dynamische Spielstrategie, die schon in den 1960er und 1970er Jahren besonders von australischen Tennisspielern wie Rod Laver und John Newcombe, aber auch vom US-Amerikaner Arthur Ashe praktiziert wurde. Dieses Offensivtennis wurde dann in den 1980er und 1990er Jahren von Spielern wie John McEnroe, Stefan Edberg, Boris Becker und Pete Sampras zur Perfektion entwickelt.

Kritiker des Systems bemängeln die Tatsache, dass in den Matches kaum Spielfluss zustande kommt. Die Ballwechsel sind sehr kurz und erwecken daher bei der Masse der Zuschauer weniger Begeisterung als umkämpfte Grundlinienduelle. Diese Kritik verfestigte sich im Laufe der Jahre. Insbesondere aufgrund von Veränderungen bei den Belägen und Bällen, die das Spiel langsamer gemacht haben, ist das Serve-and-Volley-Spiel heute nicht mehr so effektiv wie in den 1980er und 90er Jahren. Reine Serve-and-Volley-Spezialisten gibt es heute im Weltklasse-Tennis nicht mehr – selbst in Wimbledon sind Grundlinienduelle an der Tagesordnung.