Shabu shabu

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Shabu shabu – しゃぶしゃぶ
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Fertig angerichtetes vier Personen Rindfleisch-Shabu-shabu mit speziellen Topf im kyōtoer Restaurant
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Typisch häusliches Shabu-Shabu im Tontopf mit Gaskocher, 2011

Shabu shabu (japanisch しゃぶしゃぶ, auch Shabu-shabu, Shabu-Shabu oder Shabushabu, nach dem bei der Zubereitung entstehendem Geräusch) ist ein japanisches Feuertopf-Gericht im Stil eines Nabemono (Eintopfgerichtes); konkret handelt es sich dabei um ein Brühfondue. Shabu shabu besteht daher aus einem Gefäß mit einer Brühe (oder auch nur kochendem Wasser), zu dem in dünne Scheiben geschnittenem Fleisch und Gemüsen, die in dieser gegart und anschließend meist mit einer Dip-Sauce verzehrt werden.

Zutaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gericht wird – neben dem eigentlichen köchelnden Fonduetopf – traditionell mit dünn aufgeschnittenem Rindfleisch zubereitet; traditionslose Zubereitungen verwenden als Gargut manchmal auch Schwein, Krabben, Huhn, Ente oder Hummer. Teilweise wird Entrecôte verwendet; auch weniger zarte Stücke wie Sirloin-Steak sind üblich.

Shabu shabu wird gewöhnlich mit Gemüse (Chinakohl, Chrysanthemenblätter, Shungiku, Nori (essbarer Seetang), Zwiebeln, Karotten, Shiitake- und Enoki-Pilzen) oder Tofu serviert, die ebenfalls als Gargut verwendet werden.

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gast bereitet das Gericht selbst am Tisch zu, und zwar nach Art eines Brühfondues durch Untertauchen und mehrfaches Hin- und Herbewegen einer Scheibe Fleisch (für gewöhnlich der Beginn) oder Stücken von Gemüse in einem Topf mit kochendem, leichtem Seetangsud oder auch nur kochendem Wasser – das dabei entstehende Geräusch gab dem Gericht seinen Namen. Gekochtes Fleisch und Gemüse werden nach dem Garprozess gewöhnlich in Ponzu oder Sesamsamen-Sauce getunkt, bevor sie mit einer Schale gedämpftem weißem Reis verzehrt werden.

Nachdem Fleisch und Gemüse verbraucht sind, wird die Brühe im Topf üblicherweise mit dem restlichen Reis oder aber auch mit japanischen Nudeln, wie zum Beispiel Udon, gemischt und als Suppe zum Abschluss serviert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gericht hat seinen Ursprung in dem Gericht shuàn yángròu (chinesisch 涮羊肉 – „in Brühe gegartes Schafsfleisch“) aus dem 13. Jahrhundert als Methode für Kublai Khan, seine Soldaten effizient zu ernähren. Im Gegensatz zu moderneren Zubereitungen, bei denen jede Person in einem eigenen Topf kocht, versammelten sich die Truppen Kublai Khans um einen großen Topf und kochten zusammen. Dünn geschnittenes Fleisch wurde wegen seiner kurzen Kochzeit verwendet, was eine effektive Nutzung des wertvollen Brennstoffes erlaubte.

Shabu shabu wurde in Japan etwa 1948 erstmals in einem Restaurant in Kyōto angeboten und erhielt seinen Namen durch ein Restaurant in Osaka. Das Gericht verbreitete sich rasch in ganz Asien und ist heute auch in westlichen Ländern bekannt. Zusammen mit Sukiyaki ist Shabu shabu ein häufiges Gericht an Tourismus-Schwerpunkten, besonders in Tokio, aber auch in japanischen Wohngegenden in westlichen Ländern. Shabu-shabu-Restaurants besitzen oft eine Art Bar, an der für jeden Gast ein eigenes, in die Bar eingelassenes, beheiztes Gefäß mit kochender Brühe vorhanden ist, in die die Zutaten mit Stäbchen hineingelegt und herausgenommen werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Shabu shabu – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]