Siegmund Friedrich Dresig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Siegmund Friedrich Dresig (auch: Sigismundus Dresigius oder Siegmund Friedrich Dresick) (* 1. Oktober 1703[1] in Vorberg; † 11. Januar 1742 in Leipzig) war ein deutscher Altphilologe und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dresig wurde in Vorberg in der Niederlausitz geboren. Von 1719 bis 1724 besuchte er die Fürstenschule St. Augustin in Grimma[2]. Ab 1724 studierte er an der Universität Leipzig, die er 1730 mit dem Magister und anschließend mit der Habilitation beendete. Von 1734 bis 1742 war er Konrektor an der Thomasschule zu Leipzig, an der gleichzeitig Johann Sebastian Bach als Thomaskantor tätig war. Dresig übernahm für 50 Taler (die Hälfte von Bachs Gehalt) dessen Pflichten zum Lateinunterricht.[3][4]

Gemeinsam mit Johann Erhard Kapp führte er eine literarische Disputation gegen Christian Siegmund Georgi und dessen Kritik und Exegese des neuen Testaments.[5]

Gemeinsam mit seinem Cousin Adam Heinrich Dresig schrieb er 1738 den Artikel: Sigism. Frider. Dresigii Epistola animadversiones in Fabri Thesaurum complectens: qua viro clarissimo atque amplissimo domino Adamo Henrico Dresigio.[6]

Dresig starb 1742 durch Selbstmord in Leipzig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegmund Friedrich Dresig, Johann Friedrich Fischer: Segim. Frid. Dresigii Commentarivs de Verbis Mediis N. T., Neuauflage: Juli 2011, ISBN 978-1173066925
  2. M. Chr. G. Lorenz: Grimmenser-Album. Verzeichniss sämmtlicher Schüler der königlichen Landesschule zu Grimma von ihrer Eröffnung bis zur dritten Jubelfeier. Grimma, 1850
  3. Klaus Eidam: Das wahre Leben des Johann Sebastian Bach, Piper Verlag, 2007, ISBN 978-3492244350, Seite 199
  4. www.bach.de: Bach in Leipzig
  5. Gustav Moritz Redslob: Georgi, Christian Siegmund. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 712 f.
  6. Sigism. Frider. Dresigii Epistola animadversiones in Fabri Thesaurum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]