Siewierz

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Siewierz
Wappen von Siewierz
Siewierz (Polen)
Siewierz
Siewierz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Będzin
Fläche: 38,22 km²
Geographische Lage: 50° 28′ N, 19° 14′ O50.47333333333319.233055555556Koordinaten: 50° 28′ 24″ N, 19° 13′ 59″ O
Einwohner: 5474
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 42-470
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 78 Tarnowskie Góry-Siewierz
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 10 Schulzenämter
Fläche: 115,76 km²
Einwohner: 12.263
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2401073
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Zdzisław Banaś[2]
Adresse: ul. Żwirki i Wigury 16
42-470 Siewierz
Webpräsenz: www.siewierz.pl



Siewierz (deutsch Sewerien) ist eine Stadt im Powiat Będziński der Woiwodschaft Schlesien (Śląskie), Polen und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska)..

Geschichte[Bearbeiten]

Siewierz wurde 1125 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1177 belehnte Kasimir II. Mieszko I. mit der Stadt. 1241 wurde die Stadt von den Mongolen bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

1276 erhielt Siewierz Stadtrechte. Am 26. Februar 1289 fand vor den Toren der Stadt eine Schlacht statt, in der Władysław I. Ellenlang die Truppen von Heinrich IV. (Schlesien) schlug.

1337 verkaufte Herzog Wladislaus von Beuthen und Kosel das Herzogtum Sewerien an den Teschener Herzog Kasimir I. Am 30. Dezember 1443 erwarb es der Krakauer Bischof Zbigniew Oleśnicki. Der Kaufpreis betrug 6000 Prager Groschen. Die Stadt wurde Sitz der Bischöfe von Krakau, die künftig den Titel eines Herzog von Siewierz führten. Das Herzogtum war nicht Teil Polens. In der Folge wurde ein Schloss als Herzogssitz erbaut.

1790 wurde das Herzogtum Siewierz kurzzeitig Teil des Königreichs Polen. 1795 wurde Siewierz von Preußen im Rahmen der Dritten Teilung Polens annektiert und Hauptstadt der neugebildeten Provinz Neuschlesien. 1800 verlor Siewierz den Bischofssitz.

1807 stellte Napoleon das Herzogtum Siewierz wieder her und belieh Jean Lannes mit dem Herzogtum. Nach den Befreiungskriegen kam die Stadt wieder zu Polen.

Die Stadt verlor in der Folge kontinuierlich an Bedeutung und verlor 1870 die Stadtrechte. Von 1954 bis 1957 war Siewierz Sitz einer Gromada[3] Ab dem 1. Januar 1958 erhielt Siewierz den Status einer Osiedle.[4] Am 18. Juli 1962 erhielt sie wieder den Stadtstatus.[5]

Von 1975 bis 1998 gehörte die Stadt zur Woiwodschaft Katowice.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der ortsansässigen Industrie werden unter anderem Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Wäschetrockner hergestellt. Auch Betriebe der Kunststofftechnik und anderer Branchen haben Siewierz zu ihrem Produktionsstandort gewählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstadt ist Edelény in Ungarn.

Gemeinde[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 115,00 km². 55 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 30 % sind mit Wald bedeckt.[7]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu der Gemeinde gehören die Sołectwa (Schulzenämter) Brudzowice, Dziewki, Gołuchowice, Leśniaki, Nowa Wioska, Podwarpie, Tuliszów, Warężyn, Wojkowice Kościelne, Żelisławice.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siewierz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 30. Dezember 2014.
  2. Website der Gemeinde, Burmistrz Miasta i Gminy Siewierz, abgerufen am 7. März 2015
  3. Verordnung Nr 24/54 des Wojewódzkiej Rady Narodowej w Stalinogrodzie vom 5. Oktober 1954 über die Aufteilung der Gromadas im Powiat Zawierciański (Dziennik Urzędowy Wojewódzkiej Rady Narodowej w Stalinogrodzie z dnia 1 grudnia 1954 r., Nr. 10, Poz. 54)
  4. Dz.U. 1957 nr 57 poz. 279 „Rozporządzenie Rady Ministrów z dnia 9 listopada 1957 r. w sprawie utworzenia i zmiany granic niektórych osiedli w województwach: katowickim, opolskim i olsztyńskim“ (polnisch, abgerufen am 5. März 2015)
  5. Dz.U. 1962 nr 41 poz. 188 „Rozporządzenie Prezesa Rady Ministrów z dnia 7 lipca 1962 r. w sprawie utworzenia niektórych miast“ (polnisch, abgerufen am 5. März 2015)
  6. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  7. regioset.pl (pl/en)