Signalbuch (Eisenbahn)

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Ein Signalbuch ist bei den Eisenbahnen ein Regelwerk, das die im Eisenbahnbetrieb verwendeten Signale beschreibt und die nötigen Verhaltensweisen angibt.

In Deutschland werden Eisenbahnsignale in verbindlicher Form in der Eisenbahn-Signalordnung (ESO) festgelegt, einer Rechtsverordnung im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Ermächtigungsgrundlage ist das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG). Die Deutsche Bahn AG verwendet zusätzlich das Signalbuch (Richtlinie 301, kurz Ril 301), das die Vorschriften der ESO durch Ausführungsbestimmungen (AB) ergänzt, welche die Durchführung der ESO regeln. Außerdem sind darin nicht in der ESO aufgeführte Signale enthalten, für die vom Eisenbahn-Bundesamt eine Ausnahmegenehmigung erteilt wurde, wie die Kombinationssignale.

Straßenbahnsignale werden in Deutschland in der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung geregelt. Hier gibt es verschiedene regionale Ergänzungen.

In der Schweiz werden Eisenbahnsignale in den Fahrdienstvorschriften geregelt.

In Österreich gilt die Signalvorschrift DV V2.

Im allgemeinen kann man feststellen, dass in jedem Land unterschiedliche Signale zu finden sind. Vereinheitlichungen sind europaweit oder gar weltweit nur sehr selten zu finden. Allerdings hat die OSShD ein Lichtsignalsystem standardisiert, das mit wenigen Abweichungen von Deutschland über viele Staaten des ehemaligen sowjetischen Einflussbereichs bis nach China in Verwendung ist.[1] In Nordamerika werden einige länderübergreifende Signale durch die Association of American Railroads definiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung des OSShD-Signalsystems bei sh1.org

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]