Sinclair Broadcast Group

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Sinclair Broadcast Group Inc.
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Rechtsform Incorporated
ISIN US8292261091
Gründung 1971
Sitz Hunt Valley, Vereinigte Staaten
Leitung Christopher Ripley (CEO)
Mitarbeiter 8.700[1]
Umsatz 2,736 Mrd. USD[1]
Branche Fernsehen
Website www.sbgi.net
Stand: 31. Dezember 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Die Sinclair Broadcast Group (SBG) ist der Betreiber der größten TV-Senderkette in den USA, insgesamt 62 TV-Stationen in über 39 Märkten. Ausstrahlungen der SBG können von 24 % der amerikanischen Haushalte empfangen werden. Der Sitz des Unternehmens ist Hunt Valley im US-Bundesstaat Maryland.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SBG wird oft mit dem Radiokonglomerat Clear Channel Communications verglichen, das eine ähnliche Stellung auf dem Radiomarkt hält. Kritiker werfen der SBG einen konservativen Standpunkt vor. SBG wurde 1971 von Julian Smith gegründet.

Die SBG besitzt TV-Stationen aller größeren Networks, die größte Anzahl (20) gehören zum FOX-Network.

Die SBG stand 2004 zwei Mal in der öffentlichen Kritik. Im April 2004, als die Gruppe entschied, dass es 8 ABC-Stationen der Gruppe nicht erlaubt sein würde eine Episode der ABC-Sendung Nightline auszustrahlen, die die bis dahin im Irakkrieg gefallenen Soldaten würdigte. Die Gruppe gab bekannt, die Entscheidung sei gefallen, da die Sendung offensichtlich politische Motive verfolge, und die Erfolge der USA im Irak unterwandere. Mit dieser Entscheidung zog sich SBG Kritik von beiden Seiten des politischen Spektrums zu. Im Oktober 2004 wies SBG alle 62 Stationen der Gruppe an, einen Sendeplatz zur Hauptsendezeit für die Dokumentation Stolen Honor: Wounds That Never Heal freizumachen. Der Film setzt sich, nur 2 Wochen bevor der US-Präsidentschaftswahl, kritisch mit dem Engagement des US-Präsidentschaftskandidaten John Kerry in der Antikriegsbewegung auseinander und wird u.a. durch seine Verbindung mit der Gruppe Swiftboat Veterans for Truth von vielen Kritikern als politisch-beeinflusst angesehen. Das Democratic National Committee (DNC) legte Beschwerde bei der US-Aufsichtsbehörde FEC ein, die diese allerdings zurückwies. Viele Gruppen und Einzelpersonen, u.a. der Filmemacher Michael Moore, boten der SBG teilweise kostenlos Filmmaterial an, das im Sinne eines Kontrastprogramms zur Kerry-Dokumentation hätte ausgestrahlt werden können. Darunter u.a. die Dokumentation Fahrenheit 9/11 und Going Upriver.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eric Klinenberg: Die Sinclair Group - Meinungsmache im Kommandoton. Le Monde diplomatique 10/2005. S. 22/23. ISSN 1434-2561

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sinclair Broadcast 2016 Form 10-K Report, abgerufen am 24. März 2017