Sinister (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Sinister
Originaltitel Sinister
Produktionsland USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Scott Derrickson
Drehbuch C. Robert Cargill
Scott Derrickson
Produktion Jason Blum
Brian Kavanaugh-Jones
Musik Christopher Young
Kamera Chris Norr
Schnitt Frédéric Thoraval
Besetzung

Sinister (engl. „unheilvoll“, Langtitel: Sinister – Wenn Du ihn siehst, bist Du schon verloren) ist ein 2012 erschienener Horrorfilm des amerikanischen Regisseurs Scott Derrickson. Das Drehbuch stammt ebenfalls von Scott Derrickson sowie C. Robert Cargill. Die Premiere fand auf dem London FrightFest Film Festival am 26. August 2012 statt. Kinopremiere für Deutschland war der 22. November 2012.[2] Die Fortsetzung Sinister 2 erschien am 21. August 2015.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von finanziellen Problemen geplagte Schriftsteller Ellison Oswalt zieht mit seiner Frau und Kindern in ein kleineres Haus, in dem vor einiger Zeit eine Familie auf ungeklärte Weise ums Leben kam. Ellison versucht, anhand dieses ungeklärten Verbrechens einen neuen Bestseller zu schreiben, um wieder Geld in die Kasse zu bringen.

Kurz nach dem Einzug findet er auf dem Dachboden des Hauses eine Kiste, in der ein Super-8-Projektor und dazugehörige Filme mit Beschriftungen sind. Auf allen diesen Filmen sind zuerst heimliche Aufnahmen von Familien, jeweils mit zwei Kindern, Mutter und Vater, danach ist zu sehen, wie diese auf grausame Weise ermordet werden – bis auf jeweils eins der Kinder. Bei seinen Recherchen, bei denen ihm später ein Deputy hilft, stößt er auf eine mysteriöse Gestalt mit einer Maske, die in jedem Film auftaucht. Ebenfalls ist in jedem Film ein okkultes Zeichen zu sehen. Nachdem der helfende Deputy ihm sagt, er solle einen Professor über die Zeichen befragen, findet Oswalt heraus, dass diese zu einem alten heidnischen Kult gehören. Dieser Kult betet einen sumerischen Dämon namens Bughuul an, der sich von Kinderseelen ernährt. Hat man diesen Dämon einmal gesehen, kann man ihm nicht mehr entfliehen. Des Weiteren lebt dieser Dämon wohl in den Bildern und Aufzeichnungen, in denen er erscheint. Ellison findet den Super-8-Projektor mehrmals laufend in der Nacht vor, obwohl er diesen weggeschlossen hatte; er hört Schritte auf dem Dachboden, findet eine Schlange auf dem Dachboden, einen Hund im Garten und die Nachtängste seines Sohnes treten wieder vermehrt auf.

Als er eines nachts auf den Dachboden schaut, sieht er dort mehrere Kinder, die sich einen der Mordfälle anschauen. Sie drehen sich um, legen den Finger auf ihre Lippen und die unheimliche Gestalt erscheint plötzlich vor Oswalts Gesicht. Nachdem sich dieser so erschreckt, dass er vom Dachboden stürzt, verbrennt er den Super-8-Projektor und die Filme und flieht mit seiner Familie noch in derselben Nacht in sein altes Haus, welches er noch nicht verkauft hatte.

Dort findet Oswalt auf dem Dachboden eine Kiste mit jenen Filmen und dem Super-8-Projektor vor, die er verbrannt hatte. Bei einem Telefongespräch mit dem Deputy erfährt er, dass jede der ermordeten Familien zuvor in einem Haus gelebt hatte, in der zuvor eine der anderen Familien ermordet wurde und nun auch Ellison und seine Familie von einem dieser Häuser umgezogen sind. Nachdem Ellison dies hört, legt er auf und nimmt einen Schluck Kaffee, von dem er jedoch bewusstlos umfällt, da seine Tochter diesen mit Schlafmittel versetzt hat. Nachdem Oswalt aufwacht, sieht man, wie er, seine Frau und sein Sohn gefesselt auf dem Boden liegen und seine Tochter sie mit einer Super-8-Kamera filmt. Sie tötet ihn, ihre Mutter und ihren Bruder mit einer Axt. In den letzten Aufnahmen sieht man, wie die mysteriöse Gestalt aus den Filmen die Tochter in den laufenden Film von den Morden an Ellison und seiner Frau trägt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein überladener Horrorfilm, der seine Handlung mit Genre-Stereotypen vollstopft und überdies den wenigen originellen Ansätzen durch eine nervtötende Filmmusik den Garaus macht.“

Lexikon des internationalen Films[3]

„Wahrhaft furchteinflößender Gruselfilm, der trotz Found-Footage-Anleihen eher an „Shining“ als an die „Paranormal Activity“-Reihe erinnert und bis zur letzten Sekunde konsequent unter die Haut geht.“

Filmstarts.de[2]

„Manches an diesem Film funktioniert nicht so ganz, zugegeben. … Auch bricht, wie in vielen handlungsgetriebenen Horrorfilmen, die Anordnung kurz vor Schluss ziemlich gründlich zusammen. Ansonsten aber hält der Film die Balance zwischen Oswalts Investigation (in die sich bald ein lokaler Polizist einschaltet, der vom großartigen, unter anderem aus „The Wire“ bekannten James Ransone gespielt wird) und zerdehnten, von einem hammerharten Elektroscore angepeitschten Terrorszenen, in die man als Zuschauer regelrecht eingespannt wird, wie ein Filmstreifen in einen Projektor.“

Perlentaucher.de[4]

„Die ungemein dichte Atmosphäre und ein engagierter Hauptdarsteller verhelfen Scott Derricksons Arbeit trotz einiger Schwächen zum durchaus potenten Kinoschocker“

filmfutter.com[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Sinister. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2013 (PDF; Prüf­nummer: 135 023 K).
  2. a b Sinister auf Filmstarts.de, abgerufen am 21. Dezember 2012
  3. Sinister im Lexikon des internationalen Films
  4. Kritik bei Perlentaucher.de, Lukas Foerster: Politik des Unfalls, 22. November 2011; abgerufen am 21. Dezember 2012
  5. Kinokritik Sinister (2012), von Bastian Glodnick auf filmfutter.com