Sofie Petersen

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Sofie Petersen (2006)

Sofie Bodil Louise Lisbeth Petersen (* 23. November 1955 in Maniitsoq) ist grönländische evangelisch-lutherische Geistliche. Sie ist seit 1995 Bischöfin des Bistums Grönland, das als autonomes Bistum der Dänischen Volkskirche angehört.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sofie Petersen wurde 1955 als siebtes von acht Kindern als Tochter von Jørgen Malakias Pavia Samuel Petersen (1918–1991) und Margrethe Beate Katje Thala Berglund (1919–1997) geboren. Ihr Vater wurde in Qeqertarsuatsiaat als Sohn des Jägers Hans Lars Julius Petersen und seiner Frau Sofia Maria Ane Hansen geboren[1] und wurde später Pastor und Oberkatechet in Kangaamiut. Auch ihre Mutter stammte aus Qeqertarsuatsiaat und war die Tochter des Jägers Johannes Kornelius Lars Berglund und seiner Frau Henriette Sofia Ketura Regina Boassen.[2] Zu ihren Vorfahren gehört der Pionier Anders Olsen.[3]

Sie verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Nanortalik und besuchte anschließend die Realschule in Nuuk. Danach ging sie nach Dänemark, wo sie 1975 in Birkerød die Schule beendete. Von den geistlichen Tätigkeiten ihres Vaters begeistert hatte sie seit ihrem elften Lebensjahr den Wunsch Pastorin zu werden[4] und so begann sie in Nuuk an Grønlands Seminarium zu studieren. Am 25. Juli 1976 heiratete sie den Pastor Christian Tidemand (* 1954), Sohn von Frederik Rasmussen und Anna Tidemand, der der Vater ihrer beiden Kinder Andreas (* 1980) und Emilie (* 1989) wurde. Nach anderthalb Jahren am Seminar wurde ihr vom Rektor empfohlen Theologie an der Universität Kopenhagen zu studieren. Dort wurde sie 1986 die erste grönländische Theologin. Ihre Ordination erfolgte 1987 in Sisimiut. Fortan war sie bis 1990 Pastorin in ihrer Geburtsstadt, bevor sie nach Ilulissat zog. Dort wurde sie zudem Institutionsverwalterin. 1995 erhielt sie in Nuuk ihre Bischofsweihe. Sie wurde nach Kristian Mørch die zweite und damit auch erste weibliche Bischöfin Grönlands und nach der nur einen Monat zuvor geweihten Lise-Lotte Rebel die zweite Bischöfin des Königreichs Dänemark.

Von 1983 bis 1986 war sie Mitglied in Den Grønlandske Kirkesag. Ab 1989 war sie an der Übersetzung des Neuen Testaments ins Grönländische beteiligt. 1996 wurde sie zur Ritterin des Dannebrogordens ernannt.[5] 2001 wurde sie Ritterin 1. Grades.[6] 2002 erhielt sie den Nersornaat in Silber.[7] 2006 wurde sie in das Exekutivkomitee des Weltkirchenrats gewählt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sofie Petersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kirchenbücher Nuuk 1915–1926 (Geborene Jungen S. 9)
  2. Kirchenbücher Nuuk 1915–1926 (Geborene Mädchen S. 42)
  3. Sofie, Grønlands biskop in der Harstad Tidende
  4. a b Grønlands biskop valgt til Kirkernes Verdensråd bei udfordringen.dk
  5. Biografie im Dansk Kvindebiografisk Leksikon
  6. CV bei kvinfo.dk
  7. Jan René Westh: Ordenshistorisk Tidsskrift. Hrsg.: Ordenshistorisk Selskab. Band 36, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 59.