Songieu

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Songieu
Songieu (Frankreich)
Songieu
Gemeinde Haut Valromey
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Belley
Koordinaten 45° 58′ N, 5° 42′ OKoordinaten: 45° 58′ N, 5° 42′ O
Postleitzahl 01260
Ehemaliger INSEE-Code 01409
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status Commune déléguée

ehemalige Mairie Songieu

Songieu ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 129 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehörte zum Kanton Hauteville-Lompnes und zum Arrondissement Belley. Die Ortsbewohner von Songieu heißen auf Französisch Songiolan(e)s.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurde Songieu mit Le Grand-Abergement, Le Petit-Abergement und Hotonnes zur Commune nouvelle Haut Valromey zusammengelegt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Songieu liegt auf 735 m, etwa 24 Kilometer nördlich der Stadt Belley und 45 Kilometer südöstlich der Präfektur Bourg-en-Bresse (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im südöstlichen Bugey, an aussichtsreicher Lage auf einem Plateau in der Talschaft des Valromey, östlich des Tals des Séran, am Fuß des Höhenzuges, der sich vom Grand Colombier nordwärts zum Crêt du Nu hinzieht. Das Valromey bildet eine breite Senke zwischen zwei hohen, in Nord-Süd-Richtung orientierten Jurakämmen.

Zu Songieu gehören neben dem eigentlichen Ort auch verschiedene Weiler und Gehöfte:

  • Bassieu (630 m) auf einem Geländevorsprung am östlichen Talhang des Séran
  • Sothonod (840 m) am Westabhang der Antiklinale des Grand Colombier

Nachbarorte von Songieu sind Ruffieu, Hotonnes und Lhôpital im Norden, Chanay und Corbonod im Osten, Brénaz und Champagne-en-Valromey im Süden sowie Lompnieu im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Songieu war bereits während des Neolithikums und der Römerzeit besiedelt.[1] Bereits im 9. Jahrhundert wurde auf dem Felsvorsprung von Châteauneuf über dem Tal des Séran eine erste Festung errichtet, die in den nachfolgenden Jahrhunderten zu einer mächtigen Burg ausgebaut wurde.[2] Im Mittelalter war Châteauneuf ein Burgflecken und Hauptort des Valromey. Hier residierte der Kastlan des Valromey, der jeweils von den Grafen von Savoyen eingesetzt wurde. 1595 wurden der Ort und die Burg von französischen Truppen zerstört. Mit dem Vertrag von Lyon gelangte das ganze Gebiet im Jahre 1601 endgültig an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche von Songieu wurde im Stil der Spätgotik erbaut. Am Eingang zum Friedhof steht eine Linde, die 1601 im Rahmen des Anschlusses an das Königreich Frankreich gepflanzt wurde. In Sothonod befindet sich eine gotische Kapelle. Von der mittelalterlichen Burg Châteauneuf sind Mauerreste der Befestigung und des Bergfrieds erhalten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 174
1968 165
1975 142
1982 126
1990 101
1999 125
2006 118
2011 130

Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte, verblieb sie seit Beginn der 1980er Jahre auf annähernd konstantem Niveau.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Songieu war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner überwiegend von der Tätigkeit im ersten Sektor. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Départementsstraße, die von Champagne-en-Valromey nach Hotonnes führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Lompnieu und über den Höhenzug der Hergues mit Injoux im Rhônetal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Songieu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. André Buisson: Carte Archéologique de la Gaule - Ain 01. Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, 1990, ISBN 2-87754-010-3, S. 67 (französisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Marie-Claude Guigue: Topographie Historique du Département de l’Ain. Bourg-en-Bresse et Lyon, A. Brun, 1873, S. 85 (französisch, online [abgerufen am 18. Januar 2014]).
  3. Songieu – notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 14. Juni 2015 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).