St. Anton (Schweinfurt)

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St. Anton in Schweinfurt

Die römisch-katholische Kirche St. Anton ist eine Pfarrkirche am nördlichen Rand der Altstadt von Schweinfurt. Sie gehört zu der Pfarreiengemeinschaft St. Anton & Maria Hilf im Dekanat Schweinfurt-Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 30. September 1945 ein erster Gottesdienst im Notkindergarten der Gartenstadt gefeiert wurde, wurde im Oktober und November 1945 an der Deutschhöfer Straße die Notkirche St. Anton errichtet. Die heutige Kirche wurde zwischen 1950 und 1952 durch den Würzburger Dombaumeister Hans Schädel erbaut. Am 26. Oktober 1952 weihte Bischof Julius Döpfner die Kirche ein. Im Jahr 1956 wurden der Kirchturm errichtet und die Glocken geweiht. 1962 erfolgte der Abriss der Notkirche an der Deutschhöfer Straße. Im Jahr 1970 machten Bauschäden eine umfassende Innenrenovierung notwendig. 1988 wurden Kirche und Turm auch außen renoviert. Im Jahr 1993 folgte der Umbau von Teilen der Unterkirche zu einem griechisch-orthodoxen Kirchenraum. Diesen nutzt seitdem die griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland. 1996 wurde das bei der Kirche bestehende Kloster der Franziskaner-Minoriten aufgelöst.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist auf kreuzförmigem Grundriss mit Querhaus errichtet. Der Kirchturm steht als Campanile frei neben der Kirche. In ihm hängen fünf Glocken mit den Tönen c’ — e’ — g’ — a’ — c”. Die vier großen Kirchenfenster schuf Gustl Kirchner. Der Tabernakel steht isoliert auf zwei niedrigen Pfeilern. Um den Altar herum sind die Kirchenbänke dem Grundriss entsprechend kreuzförmig angeordnet. In der Kirche befinden sich Reliquien des heiligen Clemens, des heiligen Desiderius und des heiligen Burkard, ersten Bischofs von Würzburg.

Von Januar 2018[1] bis 2019 ist eine Umgestaltung der Ensemblegruppe St. Anton zu einem Begegnungszentrum geplant, wobei der größere Teil der Fläche für soziale und karitative Einrichtungen vorgesehen ist.[2]

Das Ensemble ist denkmalgeschützt, daher ändert sich das äußere Erscheinungsbild nur wenig: Das große Fenster des Mittelbaus (ehemaliges Kirchenlängsschiff) wird bis auf Platzniveau heruntergezogen, da hier der Eingang des Zentrums vorgesehen ist, die Seitenflügel wachsen durch verlängerte Fenster in die Höhe.[2]

Der Mittelbau dient dazu, über Treppen und Aufzüge die Besucher auf die Stockwerke zu verteilen. Links vom Mittelbau – vom Kirchturmplatz aus gesehen – gibt es ein Bürgercafé und darüber einen neuen Gemeindesaal; Caritas bezieht künftig den rechten Flügel des ehemaligen Klosters mit Sozial-, Asylberatung, Sozialpsychologischem Dienst und Geschäftsstelle. Pfarrbüro und Kreuzbund finden sich auch dort.[2] Der Kirchenraum wird halbiert. Die Bänke werden in einem Rondell angeordnet. Erste Gottesdienste finden 2019 oder 2020 in wohltemperierter und gut erreichbarer Umgebung statt.[2]

Pfarrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahre Name
1947–1970 P. Ewald Neidig
1970–1996 P. Guido Ehemann
1996–2008 Gerhard Reitz
2008– Stefan Redelberger

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schweinfurter Tagblatt, 20. Dezember 2017, S. 29
  2. a b c d Schweinfurter Tagblatt, 28. Januar 2017, S. 25

Koordinaten: 50° 3′ 3,9″ N, 10° 13′ 48,2″ O