St. Cyriacus (Weyer)

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St. Cyriacus in Weyer

Die katholische Pfarrkirche St. Cyriacus in Weyer, einem Ortsteil der Gemeinde Mechernich im Kreis Euskirchen im Süden von Nordrhein-Westfalen, wurde um 1187 das erste Mal als eine dem Kloster Steinfeld inkorporierte Kirche erwähnt.

Die dem hl. Cyriacus geweihte Kirche ist ein geschütztes Baudenkmal und befand sich über einem fränkischen Gräberfeld. Sie liegt auf einer Anhöhe am Rande des Ortes inmitten eines ummauerten Friedhofs.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche war ursprünglich eine aus dem 12. Jahrhundert stammende kleine hochromanische Basilika, deren Hochwandfenster sich teilweise noch immer als Nischen im Mittelschiff erhalten haben.

Die spätgotische, dreischiffige Kirche mit dreiseitig geschlossenem Chor entstand um 1500 als Umbau dieser romanischen Pfeilerbasilika mit Querschiff und vorgesetztem Westturm.

Von 1788 bis 1794 wurde der wahrscheinlich noch von der kleinen romanischen Kirche stammende und aus Bruchstein bestehende Turm erneuert, der von einem spitzen Helm bekrönt wird. An allen Seiten befinden sich gekuppelte Rundbogenfenster.

Das Hauptschiff wird von einem Sterngewölbe, der Chor von einem gemischen Stern- und Netzgewölbe überspannt. Die Seitenschiffe besitzen Kreuzrippengewölbe.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert. Seit 2002 hat die Pfarrkirche einen neuen aus Travertinblöcken hergestellten Zelebrationsaltar.

In den Stipes des 1996 aufgestellten Zelebrationsaltars wurde ein 1991 im Inneren des Hauptaltars entdeckter keltisch-römischer Matronenstein eingefügt. Die Bildnisse der Matronen wiesen nach unten, während an den Ecken vier Kreuze eingemeißelt waren und sich in der Mitte der Oberfläche eine Reliquiennische befand. Dies symbolisierte vermutlich den Sieg des Christentums über die heidnische Götzenverehrung. Der Matronenstein befindet sich heute im Vorraum der Kirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I. Rheinland. Bearbeitet von Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X, S. 1181–1182.
  • Anton Könen: 1125 Jahre Weyer (871-1996). Herausgeber: Vereinskartell Mechernich-Weyer. 1996, S. 70 ff.
  • Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 213 ff.
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden (= Paul Clemen [Hrsg]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 11. Band, II. Abt.). Verlag von C. Schwann, Düsseldorf 1932, S. 447 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Cyriacus (Weyer) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 32′ 33″ N, 6° 39′ 2″ O