Mechernich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mechernich
Mechernich
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mechernich hervorgehoben
Koordinaten: 50° 35′ N, 6° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 136,46 km²
Einwohner: 27.170 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53894
Vorwahlen: 02443, 02256, 02484
Kfz-Kennzeichen: EU, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 028
Stadtgliederung: 44 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bergstraße 1–4
53894 Mechernich
Webpräsenz: www.mechernich.de
Bürgermeister: Hans-Peter Schick (CDU)
Lage der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen
Belgien Rheinland-Pfalz Kreis Düren Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Bad Münstereifel Blankenheim (Ahr) Dahlem (Nordeifel) Euskirchen Hellenthal Kall Mechernich Nettersheim Schleiden Weilerswist ZülpichKarte
Über dieses Bild
Mechernich, Luftaufnahme (2015)

Mechernich ist eine kreisangehörige Stadt im Kreis Euskirchen. Sie befindet sich im Süden von Nordrhein-Westfalen im Naturpark Nordeifel und ist ein Tor zum Nationalpark Eifel. Im Bildungsbereich und in der medizinischen Vorsorge erfüllt die ehemalige Bergbaustadt wichtige Funktionen für die Region Nordeifel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mechernich besteht aus 44 Ortschaften mit insgesamt rund 27.000 Einwohnern:

Antweiler, Berg, Bergbuir, Bergheim, Bescheid, Bleibuir, Breitenbenden, Burgfey, Denrath, Dreimühlen, Eicks, Eiserfey, Firmenich, Floisdorf, Gehn, Glehn, Harzheim, Heufahrtshütte, Holzheim, Hostel, Kalenberg, Kallmuth, Katzvey, Kommern, Kommern-Süd, Lessenich, Lorbach, Lückerath, Mechernich, Obergartzem, Rißdorf, Roggendorf, Satzvey, Schaven, Schützendorf, Strempt, Urfey, Voißel, Vollem, Vussem, Wachendorf, Weiler am Berge, Weißenbrunnen, Weyer und Wielspütz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mechernich wurde im Jahre 1308 erstmals unter dem Namen „Megchernich“ im „Liber valoris“, dem „Werte-Buch der Kirchen der Diözese Köln“, urkundlich erwähnt.[2] 1394 wird zum ersten Mal der Bergbau auf dem Mechernicher Bleiberg schriftlich erwähnt. Möglicherweise geht dieser Bergbau bis in römische und keltische Zeit zurück, sichere Belege hierfür fehlen aber bislang.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde Mechernich durch die Eingemeindung der bis dahin selbständigen Gemeinden Berg, Bleibuir, Breitenbenden, Eicks, Floisdorf, Glehn, Harzheim, Holzheim, Hostel, Kallmuth, Lorbach, Vussem-Bergheim und Weyer vergrößert.[4] Im Zuge der nordrhein-westfälischen, kommunalen Neugliederung wurden am 1. Januar 1972 die Kreise Euskirchen und Schleiden vereinigt. Die Gemeinden Veytal (vorher Altkreis Euskirchen) und Mechernich (vorher Altkreis Schleiden) wurden ebenfalls zusammengeführt. Außerdem wurden Teile der Gemeinde Kall (früher: Gemeinde Wallenthal) mit 390 Einwohnern nach Mechernich umgegliedert.[5] Die neu gebildete Gemeinde Mechernich im neuen Kreis Euskirchen umfasst 44 Ortschaften. Sie bekam am 23. Juli 1975 die Stadtrechte verliehen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 53,34 % (2009: 57,06 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,4 %
22,5 %
17,6 %
9,3 %
4,95 %
3,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,4 %p
+1,7 %p
-2,5 %p
± 0,0 %p
-2,45 %p
+0,8 %p
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 32 Sitze des Stadtrats verteilen sich seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt:

  • CDU: 13 Sitze (±0)
  • SPD: 7 Sitze (±0)
  • UWV: 6 Sitze (±0)
  • GRÜNE: 3 Sitze (±0)
  • FDP: 2 Sitze (±0)
  • LINKE: 1 Sitz (±0)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau, oben ein schreitender, rot-bezungter und -bewehrter schwarzer Löwe, belegt mit einem durchgehenden, fünflätzigen roten Turnierkragen, unten ein schräggekreuzter silberner Schlägel (Bergmannshammer) und ein silbernes Eisen (Bergmannseisen, Schlägel und Eisen).“

Wappenerklärung: Der schwarze Löwe mit dem fünflätzigen roten Turnierkragen in Gold ist dem Wappen der Grafen von Blankenheim (dort steigend) entnommen, die neben anderen Geschlechtern über 500 Jahre in Mechernich geherrscht haben. Der Bergbau hat Mechernich besonders geprägt, was durch Übernahme von „Schlägel und Eisen“ in der Form des Zunftwappens der Bergleute symbolisiert wird.

Das Wappen wurde am 9. Februar 1973 vom Kölner Regierungspräsidenten Günter Heidecke genehmigt, nachdem der Oberpräsident der damaligen Rheinprovinz, Ernst Albert von Bodelschwingh, der Ursprungsgemeinde Mechernich am 6. August 1935 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen hatte.[7]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mechernich unterhält seit 1967 eine Partnerschaft mit der südfranzösischen Stadt Nyons.

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierter Aquädukt
Lithographie 1897
  • Durch die südlichen Ortsteile der Stadt führt die Eifelwasserleitung. Sie ist einer der längsten Aquädukte des Römischen Reiches, der das antike Köln mit Trinkwasser versorgte.
  • Im Stadtteil Satzvey befindet sich eine der besterhaltenen Wasserburgen der Eifel, die gleichnamige Burg Satzvey.
  • Kakushöhle, ein Höhlensystem im Ortsteil Dreimühlen, das schon in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte besiedelt wurde. Die Höhlen entstanden durch Auswaschungen vor etwa 250.000 bis 500.000 Jahren. In vorgeschichtlicher Zeit wurden die Höhlen durch einen künstlich angelegten Wall gesichert.
  • Der Herkelstein, eine 434,5 m hohe Erhebung im nordöstlichen Teil der Eifel (NRW, Deutschland) bildet den höchsten Punkt des Eschweiler Höhenzuges und liegt im Naturpark Nordeifel.
  • Bruder-Klaus-Kapelle von Peter Zumthor[8]
  • Hochwildpark Rheinland
  • Erlebniswelt Eifeltor, ein 500.000 m² großer Erlebnispark mit vielen Attraktionen für jung und alt
  • Historischer Ortskern von Kommern

Burgen und Schlösser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Stadtgebiet von Mechernich befinden sich sieben Burgen und zwei Schlossanlagen: Antweiler, Berg, Firmenich, Kommern, Zievel, Heistard, Satzvey. Die Burg Satzvey ist durch ihre Mittelalter-Events weit über das Kreisgebiet bekannt. Die Schlossanlagen sind Schloss Eicks, das seine Wurzeln im Mittelalter hat, da es aus einem burgartigen Fronhof entstand, und Schloss Wachendorf im gleichnamigen Ortsteil. Zwischen Roggendorf und Strempt befand sich das Haus Rath. Burgvey ist noch als Ruine vorhanden.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadt führen die Radwanderwege:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

alter Bahnhof von Mechernich

Der Bahnhof Mechernich liegt an der Eifelstrecke (KölnEuskirchenGerolsteinTrier), auf der im Schienenpersonennahverkehr

verkehren.

Ein weiterer Halt ist in Satzvey. Er wird nur stündlich von der Eifel-Bahn bedient.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr

Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mechernich liegt an den Bundesstraßen 266 und 477. Am östlichen Rande des Stadtgebietes verläuft die Eifelautobahn A 1 mit der Anschlussstelle Bad Münstereifel/Mechernich.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schulen im Stadtgebiet Mechernich decken alle Bildungsstufen bis einschließlich Sekundarstufe II ab. Im Kernort sind die Grundschule Mechernich (ehemals Katholische Grundschule Mechernich), das Gymnasium Am Turmhof, die Hauptschule Mechernich, die Gesamtschule Mechernich, sowie seit 2001 die Realschule vertreten. Weitere Grundschulen gibt es in den umliegenden Stadtteilen.

Krankenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mechernich befindet sich das 413 Betten starke Kreiskrankenhaus Mechernich mit insgesamt 9 Fachabteilungen, einer Belegabteilung und zwei nicht Betten führenden Abteilungen. Die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH wurde 1909 gegründet. Die Geschichte reicht jedoch bis ins 19. Jahrhundert zurück, als verunglückte Bergarbeiter in einem eigens dafür eingerichteten Ort zur Versorgung behandelt wurden. Dies war wohl der Grundstein für die heutige Abteilung der Unfallchirurgie im Kreiskrankenhaus Mechernich.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. 700-jähriges Jubiläum und schriftliche Ersterwähnung von Mechernich (PDF-Datei; 18 kB)
  3. Montangeschichte: Bergbau, Eifel, Mechernich, Geschichte
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 301 und 309.
  6. http://wahlen.kdvz-frechen.de/kdvz/kwew2014/05366028/index_kommunal_2014.htm
  7. Website der Gemeinde
  8. NZZ: Trutzburg und Höhle 25. Mai 2007
  9. Bunker-Dokumentationsstätten - Startseite

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mechernich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mechernich – Reiseführer