Staatsstraße 148

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Staatsstraße 148 in Sachsen
S 148
Karte
Verlauf der StSn 148
Basisdaten
Betreiber: SachsenSachsen Freistaat Sachsen
Straßenbeginn: Löbau
(51° 5′ N, 14° 40′ O)
Straßenende: Ebersbach-Neugersdorf
(50° 58′ N, 14° 36′ O)
Gesamtlänge: 19 km

Kreise:

Landkreis Görlitz

Ausbauzustand: 2×1 Fahrstreifen, 2+1 System

Die Staatsstraße 148 (S 148) ist eine Staatsstraße in der südlichen Oberlausitz, die von Löbau nach Ebersbach-Neugersdorf zur tschechischen Grenze verläuft. Die Staatsstraße besitzt eine überregionale Bedeutung, insbesondere für den Transitverkehr nach Südosteuropa.[1]

Geschichte und Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1828 trassierte Straße zwischen Großschweidnitz und Ebersbach (Bildmitte von Nord nach Süd)

Die Straße wurde 1828 von Löbau, über Neugersdorf nach Rumburk als gradlinige Chaussee errichtet.[2] Im Zuge der Bauarbeiten wurde ein Chaussee-Haus bei Löbau erbaut.[3]

Heute verläuft die Straße südlich bei Löbau ausgehend von der Kreuzung mit der B 178 über die Ortschaften Großschweidnitz, Neucunnersdorf und Kottmarsdorf nach Ebersbach-Neugersdorf, wo sie als Stadtumfahrung dient. Auf ihrer Gesamtlänge von 19 km überquert sie die Flüsse Großschweidnitzer Wasser, Spree, Leutersdorfer Bach und Kaltbach sowie die Bahnstrecke Löbau-Zittau.

In Ebersbach-Neugersdorf quert die S 148 die deutsch-tschechische Grenze wo sie als Silnice I/9 (Staatsstraße 9) nach Prag fortgeführt wird.[4]

Durch ihren Verlauf im Lausitzer Bergland sowie durch landschaftliche Veränderungen durch Gletscher und Bäche weißt die Straße mehrere Steigungen und Senkungen, wie den Kottmarsdorfer Berg oder das Tal des Großschweidnitzer Wassers auf.

Grenzübergang Neugersdorf

Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße ist von Löbau bis Ebersbach-Neugersdorf durchgängig zweispurig befahrbar. Auf der Ortsumfahrung Ebersbach-Neugersdorf wird das 2+1-System angewandt. Dort sind ebenfalls grundlegende Verkehrsumstrukturierungen in Höhe von 5,5 Mio Euro geplant, um die reibungslose Verkehrsanbindung zur Bundesstraße 96 zu gewährleisten.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße ist eine stark befahrene Straße. Sie wird überdurchschnittlich oft von Lastkraftwagen befahren.

Unfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Straße ereigneten sich auffällig viele Unfälle, so etwa im Mai 2016, als ein LkW von der Fahrbahn abkam, im November 2017, als ein LkW bei Glätte fast in die Spree rutschte,[6] und ein weiteres Mal bei Glätte, als neun LkWs in einer leichten Kurve kollidierten und die Straße vollgesperrt werden musste.[7]

Auf anderen Abschnitten wie dem "berüchtigten"[8] Kottmarsdorfer Berg mit seinen 9 % Steigung kommt es in den Wintermonaten oft zu langen Staus und Behinderungen durch Lastkraftwagen. Die Strecke ist dort extrem anfällig für Schneeverwehungen und muss deshalb oft gesperrt werden.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regionalplan Oberlausitz-Niederschlesien: Grundsätze und Ziele zur räumlichen Entwicklung des Straßenverkehrs (PDF) S. 78
  2. Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Kottmarsdorf, 1. Abschnitt – Wikisource. Abgerufen am 13. Januar 2018.
  3. Löbau, Rumburger Straße 13 - Chausseehaus, Straßennutzungsgebühr, 1820. Abgerufen am 21. Februar 2018.
  4. Silnice I/9 >> Praha - Mělník - Česká Lípa - Rumburk - Německo. Abgerufen am 13. Januar 2018.
  5. Landesverkehrsplan Sachsen PDF, Seite 116: Landesverkehrsplan 2025. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  6. sz-online: Lkw landet im Graben. In: SZ-Online. (sz-online.de [abgerufen am 13. Januar 2018]).
  7. sz-online: Lkw-Massenunfall auf der S148. In: SZ-Online. (sz-online.de [abgerufen am 13. Januar 2018]).
  8. Schneechaos: 50 Laster stecken bei Löbau fest – Staatsstraße 148 dicht
  9. sz-online: Erster Schnee, erster Stau. In: SZ-Online. (sz-online.de [abgerufen am 13. Januar 2018]).