Stadtmuseum Münster

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Das Stadtmuseum im Salzhof

Das Stadtmuseum Münster beschäftigt sich mit der Stadtgeschichte der westfälischen Stadt Münster.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Gebäude beherbergt heute das Museum für Lackkunst

Das Stadtmuseum wurde 1979 gegründet und befand sich zunächst in der Gerling-Villa an der Windthorststraße. Die Eröffnung fand am 31. August 1982 mit der Ausstellung „Die Wiedertäufer“ statt.

Aufgrund des großen Besucherandrangs und des daraus entstehenden Platzmangels zog das Museum im Jahre 1989 an seinen derzeitigen Standort im Salzhof an der Salzstraße, einem Gebäudekomplex, in dem neben dem Museum auch zahlreiche Geschäfte untergebracht sind. Dieser Neubau besitzt eine unter denkmalschutz stehende historische Fassade aus dem Jahre 1910. Am alten Standort befindet sich heute das Museum für Lackkunst.

Schausammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ständige Schausammlung befindet sich im ersten und zweiten Obergeschoss in insgesamt 33 Kabinetten auf einer Gesamtfläche von 2.500 m². Im ersten Obergeschoss befindet sich hierbei die Zeit von der Gründung der Stadt bis zum Ende des Fürstbistums im 19. Jahrhundert, darüber befindet sich die moderne Geschichte. Die Verwandlung, die die Stadt durchgemacht hat, wird dabei an vielen Stadt- und Gebäudemodellen beschrieben, außerdem befinden sich 30 einzelne Kabinette im Museum, unter anderem ein nachgebautes Zimmer des münsterschen Künstlers Bernhard Pankok, außerdem das historische Café Müller aus den 1950er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte Münster nur noch über wenige Arbeiten des Barock-Malers Johann Bockhorst, der um 1604 in Münster geboren wurde und in Antwerpen ein enger Mitarbeiter von Peter Paul Rubens und Freund von Anthonis van Dyck war. Nach der Gründung des Stadtmuseums wurde mit Unterstützung von Sponsoren eine Sammlung seiner Werke zusammengetragen, die zum Bestand des Museums gehört und 1998 zum 330. Todestag Bockhorsts im Stadtmuseum gezeigt wurde.

Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der permanenten Schausammlung veranstaltet das Stadtmuseum zahlreiche Sonderausstellungen zu aktuellen Themen sowie zu besonderen Jubiläen. In den letzten Jahren waren dies unter anderem Ausstellungen über Ausgrabungen an der Stubengasse, über den Binnenhafen, der sein Erscheinungsbild in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts stark verändert hat und heute als Kulturzone mit Kneipen und Ateliers für Künstler dient. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich zum 100-jährigen Jubiläum der Stadtwerke Münster, zur 1200-jährigen Gründung der Stadt durch Liudger sowie dem Gründer des Zoos, Hermann Landois. Außerdem gab es Fotoausstellungen zu den fetten Jahren der 1950er und den bittern Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Weiterhin gab es eine Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des ersten Deutschlandkonzerts der Rolling Stones, das am 11. September 1965 in der Halle Münsterland stattfand.

Zweigstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zwinger

Eine Zweigstelle des Stadtmuseums Münster ist der Zwinger an der Promenade. Ursprünglich als Wehrturm in den Jahren um 1525/1528 errichtet, diente der Zwinger später als Gefängnis, Maleratelier, Kulturheim der Hitlerjugend und im Zweiten Weltkrieg vorübergehend wieder als Gefängnis und Hinrichtungsstätte der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). 1987 und 1997 wurde er im Rahmen der Skulptur.Projekte als Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer der Gewalt in Münster, an die Opfer der Kriegsgewalt und der Verfolgung Unschuldiger, besonders an die unmenschliche Strafjustiz und den Terror gegen politische Gegner, Angehörige von Minderheiten und Kriegsgefangene während des Nazi-Regimes ausgebaut. Dafür setzte die Künstlerin Rebecca Horn die Skulptur Das gegenläufige Konzert um.

Besucherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum hatte im Jahr 2005 mehr als 100.000 Besucher. Im Jahr 2011 wurden 113.000 Besucher gezählt und damit nach Aussage von Dr. Barbara Rommé, Leiterin des Stadtmuseums, „das drittbeste Ergebnis seit Bestehen des Museums 1989“ erzielt.[1] Erneut mehr als 100.000 Gäste verzeichnete das Museum im Jahr 2013, wodurch es zum besucherstärksten Museum Münsters wurde.[2]

Träger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wird von der Stadt Münster getragen. Eine finanzielle Unterstützung erfolgt außerdem durch den bereits 1978 gegründeten Förderverein Stadtmuseum Münster e.V.(bis 2008 Verein Münster-Museum e.V.). Dieser hat u.a. zahlreiche Architekturmodelle fertigen lassen sowie den Ankauf einige hundert Originalobjekte für die Sammlung des Museums finanziert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadtmuseum Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfälische Nachrichten: Bilanz für 2011: Über 100.000 Besucher im Stadtmuseum, Münster, 11. Januar 2012
  2. kaufen + sparen: Über 100.000 Besucher: Stadtmuseum konnte sich 2013 als besucherstärkstes Museum behaupten, Münster, Münster, 15. Januar 2014

Koordinaten: 51° 57′ 39″ N, 7° 37′ 59″ O