Allwetterzoo Münster

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Allwetterzoo Münster
Vollständiger Name Allwetterzoo Münster
Motto Tiere „hautnah“ erleben!
Ort Sentruper Straße 315
48161 Münster
Fläche 30 Hektar
Eröffnung 2. Mai 1974
Tierarten 326 Tierarten[1]
incl. von und nach auswärts eingestellter Tiere
Individuen 3.660 Tiere[1]
incl. von und nach auswärts eingestellter Tiere
Besucherzahlen 615.000 (Stand: 2016)
Organisation
Leitung Thomas Wilms (Zoologischer Direktor)
Trägerschaft Stadt Münster,
Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
Förderorganisationen Westfälischer Zoologischer Garten e. V. Münster
Mitglied bei WAZA, EAZA, VdZ
Zoo Münster Eingangsbereich.jpg

Die nach einem Original von Karl Ehlers aus dem Jahre 1972 von Ludwig Dinnendahl im Jahre 1977 aus Eisen gefertigte Skulptur „Ineinandergefügt“ steht auf dem Vorplatz des Allwetterzoos Münster.[2]

http://www.allwetterzoo.de/
Allwetterzoo Münster (Nordrhein-Westfalen)
Allwetterzoo Münster
Koordinaten: 51° 56′ 47″ N, 7° 35′ 30″ O

Der Allwetterzoo Münster ist ein Zoo im westfälischen Münster. Er trägt seinen Namen aufgrund der von den Zooarchitekten bei der Errichtung angelegten „Allwettergänge“, die es ermöglichen, viele Häuser des Zoos auf überdachten Wegen zu erreichen.

Vorgänger des Zoos war der im Jahr 1875 eingeweihte und Ende 1973 geschlossene Zoologische Garten zu Münster. Bis 1974 entstand der heutige, in einem Waldgelände nahe dem Aasee gelegene Allwetterzoo Münster.

Träger des Zoos ist die Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH, deren Anteile sich zu 54,6 % im Besitz des Vereins Westfälischer Zoologischer Garten e.V. befinden, sowie zu 45,4 % im Besitz der Stadt Münster. [3]

Im Zoo untergebracht sind zudem das Westfälische Pferdemuseum, die Biocity Münster sowie das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz.

Der Zoo liegt in Münster-Sentrup in der Nachbarschaft des Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster und des LWL-Museum für Naturkunde am Aasee an der Sentruper Straße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1871 bis 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plan des Zoologischen Gartens um 1880

Am 25. Juli 1871 wurde der heutige Zooverein als „Westfälischer Verein für Vogelschutz, Geflügel- und Singvögelzucht“ gegründet. Im Dezember 1873 veröffentlichte Hermann Landois seinen „Aufruf zur Errichtung eines Westfälischen zoologischen Gartens zu Münster“,[4] und es wurde eine Gesellschaft zur Errichtung eines Tiergartens gegründet. Am 26. Juni 1875 erfolgte die Eröffnung des Westfälischen Zoologischen Gartens. Ebenfalls 1876 wurde das neue Affenhaus mit Landoisklappen eingeweiht. Ein Bärenkäfig folgte 1878. Besonders 1879 fanden als Nubier-Vorstellungen bezeichnete Völkerschauen statt, in denen Gruppen aus Afrika gezeigt wurden. 1883 wurde ein Wolfsbau und im Folgejahr ein Saupark eröffnet. 1886 wurde das erste Aquarium eröffnet. 1890 bezogen Rentiere den Zoo. Am 26. Juni 1891 erfolgte die Einweihung des Provinzialmuseums für Naturkunde (heute: LWL-Museum für Naturkunde). 1892 bezog Landois seinen Wohnsitz im Zoo, in dem erstmals Elefanten zu sehen waren. Das Elefantenhaus im orientalischen Stil wurde zum Wahrzeichen des alten Zoos an der Promenade. Die Indische Elefantendame „August“ wurde erster Bewohner des Elefantenhauses. 1893 wurde ein Vogel-Warmhaus errichtet, das 1896 für erste Löwen und andere Großkatzen umgebaut wurde. 1899 wurde der Oberwärter Wenzel Beer durch Hermann Landois angestellt. Beer trat in den Folgejahren in Münster gelegentlich als Raubtierdompteur auf. Er vermittelte der Elefantenkuh „August“ einige Fertigkeiten, beispielsweise das Spielen von Mundharmonika und Drehorgel, den Umgang mit circensischen Podesten und Geräten. 1900 wurde das Raubtierhaus eröffnet und noch zu Lebzeiten Landois’ das Landois-Denkmal eingeweiht. Der Neubau des Bärenzwinger erfolgte 1908. Im Folgejahr wurde das Kleinsäugerhaus eröffnet. Der erste Königstiger sowie Schneeleoparden erreichten 1910 den Zoo, ein Eisbärenpaar folgte 1911. Das später als Vivarium genutzte zweite Affenhaus wurde 1912 errichtet.

1918 bis 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Westfälische Verein für Vogelschutz, Geflügel- und Singvögelzucht“ wurde 1921 in den Verein „Westfälischer Zoologischer Garten e.V.“ umbenannt.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Zoo weiter ausgebaut: Ein Rinderhaus wurde 1924 eröffnet und 1927 das Kamelhaus in Betrieb genommen. Im Jahr 1928 wurde der Bärenzwinger erweitert. Die ersten Seelöwen erreichten 1929 den Zoo. Neuzugänge in den folgenden Jahren waren Schimpansen und das Flusspferd „Fefi“. Die Einrichtung des Seelöwenbeckens erfolgte 1930. Das Eingangsgebäude wurde 1931 errichtet. 1935 wurde der Ententeich angelegt sowie die Erweiterung des Zoogeländes um das Dreieck vorgenommen. Im Jahr 1936 konnte ein neues Raubtierhaus in Betrieb genommen werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Gebäude zerstört und viele Tiere getötet. Der Tiergarten wurde 1944 zu 75 % zerstört. Die beiden letzten Elefanten gingen als Reparationsleistung nach Belgien. Am 6. August 1946 konnte er wiedereröffnet werden.

1946 bis 1973[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1950 konnte wieder ein Elefant in das nur leicht beschädigte Elefantenhaus einziehen. Ihm folgten im selben Jahr Zebras und ein Jahr später Leoparden. Riesenkängurus kamen 1955 in den Zoo. 1956 fand mit Fertigstellung des neuen Raubtierhauses der Wiederaufbau seinen Abschluss.

Eine Galápagos-Riesenschildkröte kam 1957. Im Folgejahr entstand ein erster Fernsehfilm über den Zoo. Aufgrund mehrerer toter Tiere wegen falschen Futters wurde 1959 ein Fütterungsverbot für Besucher erlassen. 1962 zogen Ameisenbären in den Zoo, und das Schweinehaus wurde eröffnet. Wisente wurden 1963 im Zoo begrüßt. 1964 besuchten erstmals über 500.000 Besucher den Zoo. 1966 wurde das Tropenhaus eröffnet. 1967 wurde die Einigung über den Tausch des alten Zoogeländes an der Promenade gegen ein größeres Areal auf der Sentruper Höhe erreicht. Die Stadtväter hatten das ehemalige Zoogelände der Westdeutschen Landesbank angeboten, um das Unternehmen in Münster zu halten, als dieses auf der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau gewesen war.

Nach fast hundertjährigem Bestehen schloss der alte Zoo Silvester 1973 seine Tore. Die Bank nutzte ihren neuen Hauptsitz nur bis zum Jahr 2009.[5]

Seit 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1974 waren Löwen und Tiger die ersten Tiere im neuen Allwetterzoo. Die meisten Tiere wurden über den Aasee verschifft. Am 2. Mai 1974 erfolgte die Schlüsselübergabe durch den Architekten Bernhard Kösters und die Tore des neu errichteten Zoos öffneten sich für die Besucher. Am 3. August 1974 wurde das Delfinarium eröffnet. Die städtebauliche Planung des Zoos stammt vom Münsteraner Architekten Harald Deilmann, die Landschaftsplanung von Günther Grzimek.

Im Jahr 1974 besuchten den Zoo erstmals über eine Million Besucher. 1978 entstand ein Streichelzoo mit Ziegen. 1990 zog ein Bongopaar in den Zoo. Ab 1993 waren Geparde zuerst beim Delfinarium, dann seit 1997 zwischen Giraffenhaus und Zoorestaurant auf den etwa 7500 m² umfassenden Feuchtwiesen heimisch. 1994 wurde ein neues Elefantenhaus für die Zuchtgruppe der asiatischen Elefanten eröffnet. 1998 bis 1999 wurden Freianlagen für Kattas und Guerezas eröffnet. Ab 1999 konnte das Delphinarium ganztägig außerhalb der Vorstellungen ohne Eintritt besucht werden. 2000 wurde die „Orangerie“, eine Anlage für Orang-Utans, eröffnet. Im Mai 2005 wurde der Kinder- und Pferdepark, im Juni 2005 die Biocity Münster eröffnet. Im Jahre 2011 wurde mit dem Umbau der Elefantenanlage zu einem neuen, größeren „Elefantenpark“ begonnen. Im gesamten Dezember 2012 wurde den Besuchern des Zoos freigestellt, ihren Eintrittspreis selber festzulegen, um für einen Besucheraufschwung im saisonal bedingt am schwächsten besuchten Zeitraum des Jahres mit gerade einmal etwa 10.000 bis 12.000 Gästen zu sorgen.[6][7] Der Allwetterzoo Münster war damit der erste Zoo Deutschlands, der vorübergehend das Konzept Pay-What-You-Want anwendete.[6][7]

Das Delfinarium wurde im Februar 2013 aus finanziellen Gründen geschlossen und in Robbenhaven umbenannt, wo seitdem nur noch die Gruppe Kalifornischer Seelöwen lebt.[8] Die Delfine wurden an das Dolfinarium Harderwijk in den Niederlanden abgegeben.[9][10][11][8]

Im Juli 2013 wurde der Elefantenpark pünktlich eröffnet. Dabei wurde auch der geplante Kostenrahmen eingehalten.[12]

Am 19. September 2013 wurde ein Pfleger auf der Außenanlage von Amurtiger Rasputin ins Genick gebissen, der Pfleger verstarb sofort.[13] Er hatte offenbar vor dem Betreten der Außenanlage vergessen, den Schieber zu schließen, der die Innen- von der Außenanlage trennt, wodurch der Tiger nach draußen gelangen konnte und ihn als Eindringling angriff. Daraufhin wurde eine neue Sicherheitstechnik im Tigergehege eingebaut, die im März 2014 in Betrieb genommen wurde.

Der 8. März 2015 war für den Allwetterzoo der erfolgreichste Tag seit 1989, da ein neuer Besucherrekord von 13.528 Besuchern erreicht wurde. Selbst beim Zoojubiläum 2014, bei dem der Eintrittspreis bei nur drei Euro lag, wurde dieser Rekord mit 8825 Besuchern weit verfehlt.[14]

Mit dem Tod von Tiger Rasputin und Löwe Jarah starben im Februar 2016 bzw. im März 2017 zwei langjährige Publikumsmagneten.

Heute sind im Allwetterzoo auf rund 30 Hektar etwa 300 verschiedene Tierarten zu besichtigen. Zu den Attraktionen zählen das Menschenaffenhaus, das Löwenhaus, das Bärenhaus sowie das Aquarium. Weiterhin gibt es ein Elefantenhaus, ein Tropenhaus und einen Streichelzoo.

Tieranlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sibirischer Tiger Rasputin
Orang-Utan-Weibchen mit Baby im Affenhaus
Watvogelanlage
Elefantenfütterung (mit Spezialfutter unter Aufsicht)
Krauskopfpelikane auf dem Wassergraben vor dem Afrikapanorama
Brillenpinguine

Tiere hautnah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An unterschiedlichen Stellen können die Besucher des Allwetterzoos die Tiere unmittelbar erleben:

  • Elefantenfütterung
  • Pinguinmarsch
  • Fütterung von Pinguinen und Kegelrobben
  • begehbare Anlagen für kleinere Affenarten
  • Tropenhaus
  • Ara-Voliere
  • Streichelzoo mit Ziegen, Ponys, Hühnern und einem Schwein
  • begehbare Voliere mit Gebirgsloris im Elefantenhaus

Artenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von der Ausrottung bedrohten nordpersischen Leoparden sind so selten geworden, dass jede Nachzucht von besonderer Bedeutung ist. Für diese Art gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm, dessen Zuchtbuch vom Allwetterzoo geführt wird.

Das erste Artenschutzzentrum eines deutschen Zoos betreibt Schutzprojekte in Vietnam und Kambodscha und ist Sitz der Stiftung Artenschutz. In diesem Rahmen konnten 2012 in Vietnam nach fünfjähriger Projektvorbereitungszeit zwei Goldkopflanguren-Weibchen, eine der seltensten Affenarten weltweit, erfolgreich umgesiedelt werden.[15]

2003 wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT), der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und dem Züchter Elmar Meier das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (ISZ) eröffnet. Das ISZ befindet sich in den Räumen der BioCity, ist aber für Besucher nur im Rahmen angemeldeter Besichtigungen zugänglich. Ziel des ISZ ist der Erhalt der Populationen bedrohter asiatischer Schildkröten.[16]

Bis zu ihrer Schließung 2013 unterstütze die Delphinarium Münster GmbH im Allwetterzoo Münster die in Südamerika tätige Umweltschutzgesellschaft Yaqu Pacha.

Tierzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Landois Anfangs noch das Ziel hatte, ausschließlich „die in Europa einheimischen Säugethiere möglichst vollzählig“ zu zeigen, verlangte das Publikum schon bald nach Tieren aus anderen Kontinenten. Bereits im Jahr 1876 wurde ein Affenhaus errichtet.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Tierbestandes im Zoo bis 2015.[1]

Datum insgesamt Säugetiere Vögel Reptilien Amphibien Fische Wirbellose
Arten Tiere Arten Tiere Arten Tiere Arten Tiere Arten Tiere Arten Tiere Arten Tiere
1914 218
31. März 1930 210 618
31. März 1934 293 860 90 226 197 625 6 9
31. Dezember 1950 162 474 45 137 137 283 9 44 1 8
Sommer 1956 330 920
31. Dezember 1962 341 1164
31. Dezember 1965 337 1202
Sommer 1972 380 1700
April 1975 408 1355 83 396 169 489 60 143 2 2 86 277 8 48
31. Dezember 1979 423 1970
31. Dezember 1984 391 2030
31. Dezember 1989 352 2242
31. Dezember 1994 338 2220
31. Dezember 1999 319 3401 63 584 105 586 33 192 11 221 75 1165 32 653
31. Dezember 2005 368 3518 73 650 98 558 52 230 10 137 100 1516 35 427
31. Dezember 2008 302 3088 64 580 78 517 29 148 7 43 78 1339 46 461
31. Dezember 2012 295 3020 63 557 61 484 24 75 7 48 84 1194 56 662
31. Dezember 2013 320 3054 60 617 59 477 24 87 6 39 93 1050 78 784
31. Dezember 2014 345 3492 72 585 65 486 33 101 7 50 97 1299 86 910
31. Dezember 2015 298 3447 65 431 56 442 21 101 6 78 75 1333 75 1062
31. Dezember 2016 311 3614 63 409 56 501 26 92 6 50 83 1822 77 740

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende der 1950er Jahre war der Vereinsvorsitzende als Leiter des geschäftsführenden Ausschusses der Direktor, der zoologische Leiter amtierte als Inspektor. Erst seit 1960 trägt er den Titel eines Zoodirektors. Seit dem Neubau des Zoos war dieser als Aktiengesellschaft Westfälischer Zoologischer Garten AG, getragen vom Zooverein und von der Stadt Münster, organisiert. Seit 1985 leitet die Westfälischer Zoologischer Garten GmbH den Zoo.

Vorsitzende des Zoovereins Zoodirektoren
  • 1871–1876 Hermann Landois
  • 1876–1884 Franz v.Olfers
  • 1884–1894 Vormann
  • 1894–1905 Hermann Landois
  • 1906–1907 B. Wulff
  • 1907–1909 Paul Maerker
  • 1909–1910 Wohmann
  • 1910–1922 Ferdinand Verfürth
  • 1924–1928 Hermann Reichling
  • 1928–1933 Rincklage
  • 1933–1937 Karl Humborg
  • 1937–1945 Franz Falger
  • 1945–1948 Hermann Reichling
  • 1948–1952 Theodor Geringhoff
  • 1952–1959 Julius Rohr
  • 1959–1974 Matthias Lückertz
  • 1974–1979 Heinrich Stadtbäumer
  • 1979–1982 Werner Schulze Buschhoff
  • 1982–1997 Rudolf Wilbrand
  • 1997–2001 Ralph Ziegler
  • 2001–2008 Katharina Krüger
  • seit 2008 Helge Peters
  • 1875–1905 Hermann Landois
  • 1908–1925 Heinrich Goffart
  • 1925–1933 Richard Neuhaus
  • 1933 Abel
  • 1934 Goffart
  • 1934–1936 M. Hans Bungartz
  • 1936–1945 Heinz Randow
  • 1945–1948 Hermann Reichling
  • 1949–1957 Ludwig Zukowsky
  • 1957–1960 Heinemann
  • 1960–1980 Helmut Reichling
  • 1980–1994 Götz Ruempler
  • 1994–2015: H. Jörg Adler
  • seit 2016: Thomas Wilms
Vorsitzende des Aufsichtsrates Kaufmännische Leiter
  • 1969–1974 Werner Weritz
  • 1974–1979 Rudolf Wilbrand
  • 1979–1982 Tono Dreßen
  • 1982–1989 Udo Kreyenborg
  • 1990–2002 Karl August Peters
  • seit 2002 Rainer Knoche
  • 1969–1979 Holm Oberstadt
  • 1979–1980 Wolfram Sobtta
  • 1981–2012 Werner Schmitz

Mitarbeiterstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 arbeiteten im Zoo inklusive des Geschäftsführers insgesamt 85 Personen. Dabei war die Mehrheit (46) in der Tierpflege beschäftigt, vier befanden sich in der Ausbildung, jeweils elf waren Teil der kaufmännischen oder der technischen Abteilung. Sechs Gärtner pflegten den Zoo und sechs weitere Menschen arbeiteten in der zoologischen Abteilung.[17]

Besucherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden sind die Besucherzahlen nach Jahr sortiert aufgelistet.

Jahr Besucher
1921/22 129.102
1922/23 127.739
1924/25 137.078
1928/29 178.711
1932/33 145.405
1936/37 178.185
1950 199.680
1955 327.707
1962 470.000
1964 >500.000
1974 1.242.431
1979 767.129
Jahr Besucher
1984 825.096
1989 845.997
1994 718.127
1999 830.903
2003 908.447
2004 895.200
2005 977.324
2006 1.031.337
2007 1.018.754
2008 950.760
2009 991.990
2010 871.427
Jahr Besucher
2011 935.918
2012 938.360
2013 976.032
2014 947.730 (VDZ-Schlüssel)
556.305 (gezählt)
2015 915.000 (VDZ-Schlüssel)
618.000 (gezählt)[18]
2016 615.000 [19]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Allwetterzoo produzierte Tier-Doku Serie Pinguin, Löwe & Co. wurde 2006 von der ARD gesendet. Die Dreharbeiten begannen im November 2005, jede der Folgen dauert 50 Minuten. Diese Dokumentation entstand aufgrund des Erfolges der Sendung Elefant, Tiger & Co., die im Zoo Leipzig gedreht wurde. Im Frühjahr 2008 wurden 40 neue Folgen von Pinguin, Löwe & Co. durch die Produktionsfirma Encanto im produziert.

Im Mai und Juni 2006 gab es einige Sendungen des WDR über den Zoo, unter anderem mit Interviews mit Tierpflegern, Berichterstattungen über Jörg Adler sowie den Beschäftigungsmöglichkeiten der Tiere. Der Schwan „Petra“ zog Medienberichterstattung auf sich, als er mit seinem Tretboot 2006 und 2007 im Zoo überwinterte. Ebenfalls durch Auftritte im Fernsehen bekannt ist der Brillenpinguin Sandy, der zu den bekannten Zootieren Deutschlands gehört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Landois zum Allwetterzoo : 125 Jahre Zoo in Münster / Zoo-Verein, Westfälischer Zoologischer Garten e.V. Münster, Münster: Schüling, 2000, ISBN 3-930962-14-4
  • Zoonachrichten: Einmal im Jahr herausgegeben, kostenlos an der Zookasse erhältlich
  • Ein Elefant, eine Moschee und ein unwieser Professor. Geschichten aus Münsters altem Zoo / DVD / LWL-Medienzentrum für Westfalen, LWL-Muesumsamt für Westfalen, Münster 2009. ISBN 978-3-939974-10-9

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allwetterzoo Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Allwetterzoo Münster – Zahlen und Fakten. Abgerufen am 3. März 2015.
  2. Allwetterzoo Münster – Wir über uns – Kunst. Abgerufen am 28. März 2011 (Website des Allwetterzoos Münster mit den Beschreibungen zu den ausgestellten Kunstobjekten.).
  3. https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/getfile.php?DT=V_0494_2013_Anlage3_Lagebericht_2013&DEN=pdf&LO=&s1=341911616&s2=171289923&s3=474393365&s4=319217857&type=do
  4. Hermann Landois: Aufruf, Statuten und Plan zur Errichtung eines westfälischen zoologischen Gartens zu Münster. Münster 1873, Digitalisat der ULB Münster
  5. Banken: WestLB gibt zweiten Hauptsitz Münster auf. focus.de, 22. September 2009, abgerufen am 16. Dezember 2016.
  6. a b Helmut Etzkorn: Allwetterzoo Münster: Besucher bestimmen den Eintrittspreis selbst. Münstersche Zeitung, 19. November 2012, abgerufen am 21. November 2012.
  7. a b Martina Döbbe: Lust auf Zoo neu wecken: Besucher bestimmen ihren Eintritts-Preis selbst. Westfälische Nachrichten, 20. November 2012, abgerufen am 21. November 2012.
  8. a b Angelika Wölke: Die Delfine Nando, Palawas und Rocco aus Münster ziehen nach Holland. In: DerWesten. 5. Februar 2013, abgerufen am 22. Februar 2013.
  9. Maryam Schumacher: Das langsame Sterben der Delfinarien. Spiegel Online, 4. Oktober 2010, abgerufen am 26. Februar 2012.
  10. Geld fehlt: Delfine verlassen bis Ende 2012 den Allwetterzoo. Münstersche Zeitung, 10. September 2012, archiviert vom Original am 12. September 2010, abgerufen am 21. November 2012.
  11. Delfine bleiben länger in Münster als erwartet. In: Welt. 7. Januar 2013, abgerufen am 14. Januar 2013.
  12. Sandra Peter: Elefantenpark ist fertig: Dickhäuter planschen bereits im Wasser. Westfälische Nachrichten, 17. Juli 2013, abgerufen am 5. Mai 2017 (deutsch).
  13. Tiger Rasputin tötet Pfleger. (Memento vom 21. September 2013 im Internet Archive) Westdeutscher Rundfunk vom 19. September 2013.
  14. Besucherrekord – Der erfolgreichste Tag seit 1989 Abgerufen am 19. April 2015.
  15. Artenschutz: Allwetterzoo siedelt extrem seltene Affen in Vietnam um. Münstersche Zeitung, 20. November 2012, abgerufen am 21. November 2012.
  16. ISZ auf: biocity-muenster.de, abgerufen am 13. September 2016
  17. Zahlen und Daten 2013. WESTFÄLISCHER ZOOLOGISCHER GARTEN MÜNSTER GmbH, abgerufen am 22. Februar 2013 (PDF, 47 kB, Stand: Januar 2013).
  18. Besucherplus im Allwetterzoo Münster, auf muensterland.de. Vom 11. März 2017.
  19. Zahlen und Daten aus dem Allwetterzoo Münster