Starkiller – Die Geißel der Galaxis

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Starkiller – Die Geißel der Galaxis ist ein Comic mit diversen Running Gags von den Autoren Heinrich Lenhardt und Boris Schneider sowie dem Zeichner Rolf Boyke mit dem Raumschiff Poke 14,0 und seinem Bordcomputer C65, Starkiller, Doc Bobo, Witzball, Trantor, dem bärtigen Raucher, dem Tentakel und anderen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt mehrere abgeschlossene Handlungsstränge. Ausgangssituation ist immer, dass Starkiller und seine Crew in ihrem Raumschiff unterwegs sind und dabei diverse Abenteuer erleben.

Zu Beginn ist Starkiller, der die Galaxis erobern möchte, auf der Suche nach einer Crew, da sein Vorhaben ganz alleine nicht machbar scheint, was ihm auch sein Bordcomputer C65 bestätigt. Also gibt Starkiller in der Andromeda-Ausgabe der Zeitschrift Power Play eine Kleinanzeige auf: „Rennomierter [sic] Bösewicht sucht Mannschaft“. Die erste Aufgabe der Crew ist es, einen Antimaterie-Joystick wiederzufinden, der einem außerirdischen Volk in einem Schwarzen Loch verloren ging.

In einem jüngeren Abenteuer wird bei einem kurzen Blick in die Zukunft erzählt, dass Dr. Bobo vor 100 Jahren den ultimativen Kopierschutz „Bobolock“ erfunden hat und dieser von Bill Bates für alle Makrosoft-Produkte lizenziert wurde. Dies leitete den Niedergang der „Raubkopierer“ ein. Die Raubkopierer wollen daher die Geschichte ändern und schicken einen geleasten Terminator 100 Jahre in die Vergangenheit, um dafür zu sorgen, dass der Vertrag mit Makrosoft nie abgeschlossen werden kann. In der Gegenwart haben es Starkiller und seine Crew nun mit einem formwandelnden Terminator in der Gestalt von Bill Bates zu tun und zu allem Überfluss wurde der echte Bill Bates auch noch von einem Crewmitglied, dem Tentakel, gefressen.

Darüber hinaus gibt es mehrere kurze Starkiller-Comicstrips, z. B.: jemand hat die Lightgun eines Videospiels mit einer „echten“ Laserpistole vertauscht, was zur Folge hat, dass Starkiller damit den Bildschirm zerschießt während Doc Bobo mit der Spielzeugpistole außerirdischen Monstern gegenübersteht.

Anspielungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namen der Akteure, Orte und Gegenstände sind Anspielungen auf den Zeitgeist der damals aktuellen Kinofilme, Computerspiele, Spielekonsolenhersteller und sonstigen Gegebenheiten:

  • Bezogen auf das Raumschiff Poke 14,0: Bei dem Homecomputer C64 kennzeichnet die Adresse 14 in der Zeropage, ob der BASIC-Interpreter eine Integer- oder Realzahl abarbeitet: Tritt eine Gleitkommazahl auf, steht in dieser Speicherzelle $00, bei einer ganzen Zahl eine $80.[1]
  • Der Bordcomputer C65 ist der nie in Serienreife gegangene Nachfolger des C64. (Historischer Hintergrund: Es brauchte damals die Rechenleistung von zwei oder drei C64, um mit dem Apollo-Programm zum Mond zu fliegen.)
  • Der Möchtegern-Bösewicht Starkiller verdankt seinen Namen einer Figur aus dem Kinofilm Explorers – Ein phantastisches Abenteuer.
  • Witzball ist eine Anspielung auf das Computerspiel Wizball.
  • Trantor entstammt einer Figur aus dem Spiel Trantor: The Last Storm Trooper und hat eine Vorliebe für Flammenwerfer.
  • Der bärtige Raucher ist der frühere Geschäftsführer Michael Scharfenberger mit seinen Cameo-Auftritten.
  • Tentakel, Starkillers Begleiter, entstammt dem Computerspiel Maniac Mansion.
  • Doc Bobo war auch das Pseudonym von Boris Schneider.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich erschien diese Comic-Serie in einer Beilage namens Power Play in der Zeitschrift Happy Computer, erstmals in der Ausgabe 1/88.[2] Später erschien die Power Play als eigenständiges Magazin.

Im März 1993 wechselte Starkiller in die von Heinrich Lenhardt und Boris Schneider neu gegründete PC Player und seine Abenteuer wurden in den Folgen 43 bis 70 fortgesetzt, diesmal komplett in Farbe. Einige ausgewählte Folgen waren auch in elektronischer Form auf den damaligen Heft-CD-ROMs der PC Player zu finden. Es konnten versteckte Mitteilungen, Soundeffekte und vergrößerte Bildausschnitte aktiviert werden, wenn man mit dem Mauscursor auf bestimmte Bereiche klickte. Die letzte Folge der Starkiller-Comicserie erschien in der Ausgabe 7/1995 der PC-Player-Zeitschrift.

Im Juli 2005 veröffentlichte der Skriptorium-Verlag schließlich ein 84seitiges Starkiller-Paperback-Buch (ISBN 3-938199-03-2) mit den ersten 42 Folgen im Originalformat DIN A4.[3] Es folgten im März 2006 Band 2 (ISBN 3-938199-05-9) mit den Farbfolgen der PC Player sowie ein Sammelband mit allen Folgen von Band 1 und 2 (ISBN 3-938199-06-7).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 64-Intern, 7. erweiterte Auflage 1988, ISBN 3-89011-000-2, Data Becker
  2. Starkiller bei Kultpower.de
  3. [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]