Stefan Baron

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Stefan Baron (* 6. Februar 1948 in Dahn) ist ein deutscher Journalist. Er war bis Mai 2012 Konzernsprecher der Deutschen Bank. Vorher war er Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Heute ist Baron als freier Autor und selbständiger Kommunikationsberater tätig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baron besuchte in Dahn das humanistische Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium. Nach dem Abitur absolvierte er den Grundwehrdienst im Pressestab des kommandierenden Generals beim III. Korps in Koblenz. Danach studierte er von 1969 bis 1975 in Köln und am Institut d’études politiques in Paris Volkswirtschaftslehre, Politologie und Sozialpsychologie und schloss das Studium mit dem Diplom in Köln ab.

Anschließend ging Baron für ein Praktikum der empirischen Sozialforschung zu Rehabilitation Program Services, Seal Beach (Kalifornien). Von 1976 bis 1978 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Entwicklungsländer am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.

Journalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Danach begann er seine journalistische Berufslaufbahn als Redakteur im Politikressort der WirtschaftsWoche. Von 1982 bis 1989 arbeitete er für den Spiegel zunächst als Unternehmensredakteur in der Zentrale in Hamburg, dann als internationaler Finanzkorrespondent mit Sitz in Frankfurt am Main.

1990 kehrte Baron als stellvertretender Chefredakteur zur WirtschaftsWoche zurück. Ein Jahr später wurde er Ko-Chefredakteur, ab 1995 war er alleiniger Chefredakteur des Magazins. Daneben fungierte Baron als Herausgeber des Lifestyle-Magazins fivetonine, das er 2004 als Gründungschefredakteur ins Leben rief.

Zum 1. Juni 2007 wechselte Baron als Kommunikationschef zur Deutschen Bank. Im Range eines Managing Directors und als enger Mitarbeiter von Bankchef Josef Ackermann verantwortete er dort die weltweite Kommunikation und Markenführung des Finanzinstituts sowie dessen Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility. Baron verließ die Bank 2012 zusammen mit Ackermann. 2013 veröffentlichte er den Bestseller Späte Reue: Josef Ackermann – eine Nahaufnahme. Im darauffolgenden Jahr erschien das Buch unter dem Titel "Late Remorse - Joe Ackermann, Deutsche Bank and the Financial Crisis. An Inside Report" auch in englischer Sprache. [1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Baron ist Träger des Scheffelpreises, des Friedrich-List-Preises und des Ludwig-Erhard-Preises für Wirtschaftspublizistik. 2009, während der Finanzkrise, wurde er als erster Kommunikationschef aus der Finanzbranche zum PR-Manager des Jahres gewählt.

Er ist Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Bücher (neben dem oben genannten Titel u. a. Die Informationsgesellschaft im neuen Jahrtausend, Kreative Zerstörer – 100 deutsche Gründerporträts, Internationale Rohstoffpolitik,Wege aus dem Steuerchaos und Die Entscheidung – Nachdenken über Deutschland).

Baron gehörte bis 2012 ein Jahrzehnt lang dem Board of Trustees des American Institute for Contemporary German Studies in Washington D.C. an und war Mitglied des ersten Deutsch-Chinesischen Dialogforums sowie in seiner Zeit als Journalist der World Media Leaders beim World Economic Forum (WEF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAZ.net: Josef Ackermann, sein Kommunikator und das Gemeinwohl. Econ-Verlag, ISBN 978-3-430-20154-4