Stefano Bagnoli

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Stefano Bagnoli (* 17. Februar 1963 in Mailand) ist ein italienischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition);[1] er gilt als einer der besten Jazzdrummer Italiens.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bagnoli stammt aus einer Musikerfamilie; sein Onkel und sein Vater haben 1951 die Milan College Jazz Society gegründet (eine der ersten Gruppen des traditionellen Jazz in Italien). Früh erhielt er Unterricht, zunächst von Schlagzeugern des Mailänder Rai-Orchesters. Dann studierte er am Konservatorium seiner Geburtsstadt; zwischen 1982 und 1985 gehörte er Mailands Sinfonieorchester G. Verdi an.

Bagnoli begann seine Karriere als Schlagzeuger im Jazzbereich bereits 1978 und arbeitete zunächst mit Musikern wie Carlo Bagnoli, Sante Palumbo, Paolo Tomelleri und Franco Cerri. Dann gehörte zu den Gruppen von Dado Moroni, Paolo Fresu, Dino Rubino, Franco Ambrosetti, Paolo Dalla Porta, Riccardo Fioravanti, Paolo Jannacci, Mattia Cigalini, Giuseppe Mirabella und Nello Toscano. Mit dem Saxophonisten Max De Aloe, dem Pianisten Renato Sellani und dem Bassisten Massimo Moriconi bildete er ein kollaboratives Quartett, das 2001 das Album Il Poeta veröffentlichte. 2015 legte er mit seinem We Kids Trio das Album The Music of Billy Strayhorn vor.

Weiterhin arbeitete Bagnoli mit Benny Bailey, Randy Brecker, Chico Buarque, Emanuele Cisi, Harry Sweets Edison, Buddy DeFranco, Roberta Gambarini, George Garzone, Johnny Griffin, Gustl Mayer, Sarah Jane Morris, Romano Mussolini, Lino Patruno, Clark Terry, Miroslav Vitous, Cedar Walton oder Bob Wilber. Auch ist er auf Alben von Gianni Basso, Enrico Rava, Andrea Pozza, Bruno Di Filippi/Gianni Coscia, Furio Di Castri, Michael Rosen, Michela Lombardi/Renato Sellani, Fritz Hartschuh, Danilo Rea und Massimo Ranieri zu hören.

Bagnoli, der wegen seines gekonnten Einsatzes des Jazzbesens den Spitznamen Brushman trägt, lehrte an zwei Konservatorien Italiens.[2] Er verfasste ein Lehrbuch über das Besenspiel (Spazzole, ultima frontiera, 2005).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag (radioswissjazz)
  2. Kurzporträt (Zildjian)