PROKLA

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PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

Fachgebiet Sozialwissenschaft
Sprache deutsch
Verlag Verlag Westfälisches Dampfboot
Erstausgabe 1971
Erscheinungsweise vierteljährlich
Herausgeber Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e.V.
Geschäftsführer Ingo Stützle
Weblink www.prokla.de
Artikelarchiv www.prokla.de/jahrgange/all/1/
ISSN (Print) 0342-8176
ISSN (Online) 0342-8176
ZDB 1112215-8

PROKLA (voller Titel: PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft) ist eine seit 1971 erscheinende deutsche marxistisch orientierte Zeitschrift in den Bereichen Soziologie, Sozialgeschichte und Politikwissenschaft. Ihre Themengebiete sind die politische Ökonomie, Ökologie, Kritische Theorie, internationale Beziehungen und soziale Bewegungen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber der Zeitschrift, die seit 1993 im Verlag Westfälisches Dampfboot erscheint, ist die Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e.V. mit dem Geschäftssitz in Berlin. Mitglieder der Mitte Oktober 2014 auf einer Vollversammlung gewählten Redaktion sind Alex Demirović, Andrei Draghici, Julia Dück, Jakob Graf, Michael Heinrich, Martin Kronauer, Henrik Lebuhn, Thomas Sablowski, Stefan Schmalz, Dorothea Schmidt, Etienne Schneider, Mariana Schütt, Ingo Stützle sowie Markus Wissen. Stephan Lessenich und Sabine Nuss wechselten in den Beirat der Zeitschrift. Ingo Stützle löste Michael Heinrich als geschäftsführendes und presserechtlich verantwortliches Mitglied der Redaktion ab.

Zum Redaktionsbeirat gehören Ulf Kadritzke, Martin Kronauer, Stephan Lessenich, Margit Mayer, Klaus Müller, Sabine Nuss, Urs Müller-Plantenberg, Christoph Scherrer, Rudi Schmidt, Wolfgang Schöller, Günter Thien, Gudrun Trautwein-Kalms.

Die Zeitschrift ist Kooperationspartner des Internetportals Linksnet.

PROKLA wurde 1971 von Teilen der Redaktion – einer Gruppe um Elmar Altvater mit etwa 25 Redakteuren und Autoren[1] – der politischen Zeitschrift Sozialistische Politik als Probleme des Klassenkampfs – Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik gegründet. Von 1976 bis 1992 erschien PROKLA im Rotbuch Verlag. Seit 1976 wurde der ursprüngliche Titel „Probleme des Klassenkampfs“ nur noch in Form des Akronyms PROKLA am Cover verwendet, jedoch bis 1992 in der Innenseite des Umschlags ausgeschrieben. Seit der ersten Ausgabe 1992 wurde neben dieser Änderung der Untertitel „Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik“ durch „Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft“ ersetzt.

PROKLA veröffentlichte Texte u. a. folgender Autoren: Johannes Agnoli, Louis Althusser, Elmar Altvater, Samir Amin, Hans-Georg Backhaus, Rudolf Bahro, Étienne Balibar, Noam Chomsky, Iring Fetscher, André Gunder Frank, André Gorz, David Harvey, John Holloway, Naomi Klein, Alain Lipietz, Paul Mattick, Chantal Mouffe, Oskar Negt, Nicos Poulantzas, Immanuel Wallerstein.

Programmatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kurzum das Projekt PROKLA […] versucht das, was auch schon vor über 20 Jahren ein Antrieb war, einzulösen: Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen zu formulieren, die auf der Höhe der Zeit ist, und damit einen Beitrag zur Veränderung dieser Verhältnisse zu leisten.“

Michael Heinrich: PROKLA – oder wie ist heute eine linke, wissenschaftliche Zeitschrift möglich?[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl.: Uwe Sonnenburg: Vom Marx zum Maulwurf. Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren (= Geschichte der Gegenwart. Band 11). Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-2934-8, S. 197.
  2. Thien: Bücher, nichts als Bücher. 1994; online. In: prokla.de, abgerufen am 16. Februar 2017.