Stephen A. Sikder

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Stephen A. Sikder (* 22. Oktober 1966 in Esslingen am Neckar) ist ein deutsch-indischer Schauspieler, Casting Director und Politiker (CSU).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur 1985 besuchte er von 1985 bis 1987 in München die Schauspielschule Zerboni und anschließend erhielt er in New York Unterricht von Uta Hagen und Herbert Berghof am Schauspielerausbildungsinstitut HB Studio.

Seit 1992 arbeitet Sikder in verschiedenen Funktionen in der Film- und TV-Produktion, u. a. als Verleihkoordinator für die Kinofilme Moondance und Es lebe unsere DDR. Seit 1994 ist er als Casting-Director für Kino und Fernsehen tätig und gründete zu diesem Zweck 1995 seine Firma Dream Team Munich.[1] Er besetzte mittlerweile über 100 Produktionen, darunter das internationale Kinoprojekt The Trapp Family-A Life of Music, die Rosamunde Pilcher-Reihe und die Barbara Wood-Filme für das ZDF, sowie zahlreiche Filme und Fernsehserien, darunter internationale Koproduktionen wie Die Muschelsucher, Vier Jahreszeiten oder die ZDF-Neuverfilmung des Fernseh-Klassikers Der Seewolf.

Als Schauspieler wurde Stephen A. Sikder einem breiteren Fernsehpublikum 2003 bekannt durch seine Darstellung des Rashid Daruwalla in der Fernsehserie Lindenstraße. Im Schweizer Kinofilm Sternenberg (2004) spielte Stephen A. Sikder den Kinderarzt Babu Sivaganeshan. Sternenberg wurde zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres in der Schweiz und war für den Schweizer Filmpreis nominiert.

Weitere Gastrollen übernahm er u. a. in Lotta in Love, Die Rote Meile und Schulmädchen, in Sharon von Wietersheims Supersingle, in Heinrich Breloers Speer und er, in Detlef Bothes Meine Frau, meine Freunde und ich, in Rainer Matsutanis Damals warst du still und Jurij Kösters Das Kreuz mit der Schrift, sowie im ARD-Quotenrenner Sturm der Liebe. Im Kino trat er in Simon Verhoevens 100 Pro als Nachtschwärmer auf. Man konnte ihn auch als Pressesprecher der WHO in dem ProSieben-Dokuspielfilm Die Killergrippe sehen.

2010/2011 war er als einer der Hauptdarsteller der Sitcom Ein Haus voller Töchter auf Das Vierte zu sehen.[2]

Am Theater arbeitete er u. a. mit Cordula Trantow (Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Momo, Nathan der Weise), Kurt Weinzierl (Hias) und Uwe Niesig (Liebe und Tod, Jedermann).

2008 wurde er in den Vorstand des Castingverbands BVC gewählt, für den er auch die Podiumsdiskussionen im Rahmen des Filmfests München moderiert.[3] Er co-initiierte außerdem die Peugeot-BVC-Castingnights. Außerdem ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Fernsehen.

Stephen A. Sikder heiratete 2006 die Schauspielerin Kerstin Näfe (Künstlername Kristin Naefe). Im März 2010 kam Sohn Maurice zur Welt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 engagiert sich Sikder für die CSU und kandidierte bei den Kommunalwahlen in München am 16. März 2014 für den Bezirksausschuss Trudering-Riem, erreichte aber im ersten Anlauf nicht genügend Stimmen.[4] Im Oktober 2015 konnte er dann als Nachrücker sein Mandat für den Bezirksausschuss München-Trudering-Riem (BA-15) antreten. Seit März 2015 gehört er außerdem dem CSU-Ortsvorstand Waldtrudering an. Er engagiert sich darüber hinaus im Wirtschaftsbeirat Bayern. Im März 2019 wurde Stephen A. Sikder zum Ortsvorsitzenden der CSU Waldtrudering gewählt,[5] im Mai 2019 darüber hinaus zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CSU-München-Ost. Ebenfalls im Frühjahr 2019 wurde er außerdem zum stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Filmkommission berufen. Er kandidiert bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 für den Münchner Stadtrat sowie erneut für den Bezirksausschuss 15 Trudering-Riem.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dream Team Munich
  2. Ein Haus voller Töchter
  3. Filmfest München
  4. Wahl des Bezirksausschusses – Stadtbezirk 15 – Trudering-Riem auf wahlen-muenchen.de vom 21. März 2014, abgerufen am 28. März 2014
  5. https://www.csu.de/verbaende/ov/waldtrudering/ueber-uns/