Stockholms centralstation

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Stockholm Centralstation
Bahnhofsgebäude
Bahnhofsgebäude
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 18 + 4 Citybanan
Abkürzung Stockholm C
Eröffnung 18. Juli 1871
Lage
Stadt/Gemeinde Stockholm
Provinz Stockholms län
Staat Schweden
Koordinaten 59° 19′ 49,2″ N, 18° 3′ 23,3″ OKoordinaten: 59° 19′ 49,2″ N, 18° 3′ 23,3″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Schweden
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Die Bahnhofshalle

Stockholm Centralstation oder Stockholm C ist der größte Bahnhof Schwedens. Er befindet sich im Stockholmer Stadtteil Norrmalm, an der bekannten Vasagatan. Der älteste Teil ist ein Kopfbahnhof mit den Gleisen 1-8 für Züge von/nach Norden. Gleis 1 und 2 sind für den Arlanda Express reserviert. Der neuere Teil ist ein Durchgangsbahnhof mit den Gleisen 10-19. Ob das nun zusammen 17 oder 18 Gleise ergibt, ist Ansichtssache, weil Gleis 8 und Gleis 10 im Prinzip dasselbe ist. Hinzuzurechnen sind dann noch die 4 Gleise der Citybanan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architekt des Bahnhofsgebäudes war der Chefarchitekt des Statens Järnvägars arkitektkontor (deutsch Architekturbüro der Staatlichen Eisenbahnen) Adolf Wilhelm Edelsvärd. Der Bahnhof wurde am 18. Juli 1871 eröffnet und hatte zunächst fünf Gleise[1] inzwischen verfügt er über 18 Bahnsteiggleise.[2] Stockholm Centralen wird jeden Tag von etwa 410.000 Besuchern genutzt.

Von den täglich 170.000 Zug-Reisenden sind etwa 105.000 Pendler, die hauptsächlich mit den Nahverkehrszügen der Bahngesellschaft SJ und dem Pendeltåg, einer Art S-Bahn, fahren. Weitere 25.000 fahren mit dem Arlanda Express zum Flughafen Stockholm/Arlanda. Etwa 40.000 Fahrgäste benutzen die Fernverbindungen.

Die seit 1957 unterhalb des Bahnhofs befindliche U-Bahn-Station T-Centralen mit sechs Gleisen, an der die sieben Linien der Stockholmer Tunnelbana, der U-Bahn, halten, wird täglich von etwa 183.900 Fahrgästen frequentiert (Anzahl zusteigender Passagiere an einem Winterwerktag 2015).[3]

Er wurde 2012 erweitert und modernisiert, wodurch einige neue Geschäfte im Untergeschoß hinzukamen. Außerdem wurde eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 25 Prozent und damit eine Zertifizierung als Grünes Gebäude erreicht.[1][4]

Im Juli 2017 wurde ein neuer Eisenbahntunnel unter dem Bahnhof hindurch, der sogenannte Citybanan-Tunnel, in Betrieb genommen. Er entlastet die südliche Zufahrtstrecke. Die Pendeltågsstation unter der Centralstation bekam einen eigenen Namen, Stockholm City und umfasst vier Gleise im Richtungsbetrieb mit zwei Mittelbahnsteigen mit Bahnsteigtüren.

vertikaler Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringen ("Der Ring"), vom Untergeschoß aus gesehen.

Von oben nach unten besteht das recht komplexe Gebäude aus folgenden 9 Ebenen:

  • Obergeschoss: Einige Geschäfte, Ausgang zum Klarabergsviadukt und Cityterminalen (Busse)
  • Bahnhofshalle (Geschäfte, Restaurants, SJ-Schalter), Gleise 1-8, 10, 11-19, Ausgang zur Vasagatan: Taxi, Busse. Der Zugang zu den Gleisen 11-19 erfolgt über das Ober- oder das Untergeschoß.
  • Untergeschoss: Geschäfte, Schließfächer, SL-Kundencenter, Verbindungsgang zur Tunnelbana und Cityterminalen
  • 8,5 m tief: Tunnelbana: grüne Line Richtung Odenplan, rote Linie Richtung Liljeholmen
  • 14 m tief: Tunnelbana: grüne Line Richtung Slussen, rote Linie Richtung Östermalmstorg
  • Verbindungsgang "Blå gången"
  • 30 m tief: Tunnelbana: blaue Linie
  • Zwischengeschoß
  • 40 m tief: Citybanan

Der Begriff "Centralstation" bezieht sich genau genommen nur auf die oberen 3 Ebenen. Die folgenden vier gehören zu "T-Centralen" und die letzten beiden zu "Station Stockholm City". Durch die oberen 3 Ebenen kann man auch ohne Fahrkarte gehen, für den Rest muss man durch eine der Sperrenanlagen.

Rangierbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nördliche Teil des Rangierbahnhofes von Stockholm (2011, Blick nach Süden)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Åke Abrahamsson: Stockholm : en utopisk historia. Prisma, Stockholm 2004, ISBN 91-518-4264-5, S. 203 (schwedisch, Online [abgerufen am 1. Mai 2016]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stockholm Centralen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dagens Nyheter, „Centralen rustas för en miljard“, 3. September 2009
  2. Stationsinfo.se: Stockholm Central
  3. Fakta om SL och länet; schwedisch, abgerufen am 27.Juli 2017
  4. Beschreibung der Green Buildings (schwedisch)