Strauchiges Hasenohr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strauchiges Hasenohr
Strauchiges Hasenohr (Bupleurum fruticosum)

Strauchiges Hasenohr (Bupleurum fruticosum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Hasenohren (Bupleurum)
Art: Strauchiges Hasenohr
Wissenschaftlicher Name
Bupleurum fruticosum
L.

Das Strauchige Hasenohr (Bupleurum fruticosum) ist eine Art innerhalb der Familie der Doldenblütler. Sie kommt im westlichen und zentralen Mittelmeerraum vor.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strauchige Hasenohr ist ein immergrüner Strauch mit gelben Blüten, welcher eine Wuchshöhe von einem bis zweieinhalb Metern erreichen kann.[1] Die ungefähr 11 Zentimeter langen Laubblätter sind wechselständig und im Gegensatz zum Großteil der Doldenblütler ungeteilt. Sie sind weiterhin ledrig, von elliptischer Form und glänzen an der Oberseite, während die Unterseite mattgrün ist. Die Blüten wachsen in 5–25 Strahlen umfassenden Dolden und sind von Hochblättern umgeben.[2] Jede Blüte verfügt über fünf sehr kleine Kelchblätter, Kronblätter existieren nicht. Die Frucht des Strauchigen Hasenohrs ist bis zu 8 Millimeter lang, eiförmig und schmal geflügelt. Die Pflanze blüht von April bis September.[3]

Blütenstand eines Strauchigen Hasenohres (Bupleurum fruticosum)

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, seltener 24.[4]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strauchige Hasenohr ist im westlichen und zentralen Mittelmeerraum verbreitet,[3] dort besonders in Süd-Europa, Syrien und im westlichen Nord-Afrika. Es kommt vor in den Ländern Marokko, Algerien, Tunesien, Spanien, Gibraltar, Portugal, Frankreich, Korsika, Sardinien, Sizilien, Italien, Griechenland und im Libanon[5]. In Großbritannien ist sie ein Neophyt.[5] Die Pflanze wächst bevorzugt in Garigues oder Felsfluren, dort meist auf Kalk. Verbunden mit ihrem Habitat kann die Pflanze salzhaltige Winde gut tolerieren.[2] In Spanien ist Bupleurum gibraltarium endemisch, welches mit fruticosum nah verwandt ist und sich von diesem hauptsächlich durch kleineren Wuchs und schmalere Blätter unterscheidet.[3]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strauchige Hasenohr wird häufig als Gartenpflanze kultiviert.[3] Es eignet sich bevorzugt für Hanglagen oder Küstengärten.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Zander: Zander Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold. 15. Auflage, korrigierter Nachdruck der 14. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-5072-7.
  • Spence Ian: Gartenpflanzen von A bis Z. Hrsg.: The Royal Horticultural Society. Dorling Kindersley, Starnberg 2004, ISBN 3-8310-0542-7 (englisch: The Horticultural Society - Garten Plants and Flowers. Übersetzt von Feryal Kanbay).
  • Schönfelder Peter, Schönfelder Ingrid: Was blüht am Mittelmeer? 3. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08104-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strauchiges Hasenohr – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spence spricht von zwei bis zweieinhalb Metern
  2. a b c Spence Ian: Gartenpflanzen von A bis Z. Hrsg.: The Royal Horticultural Society. Dorling Kindersley, Starnberg 2004, ISBN 3-8310-0542-7, S. 29 (englisch: The Horticultural Society - Garten Plants and Flowers. Übersetzt von Feryal Kanbay).
  3. a b c d Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? 3. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08104-4, S. 161.
  4. Bupleurum fruticosum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  5. a b R. Hand (2011): Apiaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Bupleurum