Styx (Band)

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Styx
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Live in Hinckley, MN am 13. Juni 2008 (links nach rechts: James „J.Y.“ Young, Tommy Shaw, Lawrence Gowan)
Live in Hinckley, MN am 13. Juni 2008 (links nach rechts: James „J.Y.“ Young, Tommy Shaw, Lawrence Gowan)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Adult Oriented Rock, Progressive Rock, Art Rock
Gründung 1972
Website www.styxworld.com
Gründungsmitglieder
Dennis DeYoung
Chuck und John Panozzo
James Young
Gitarre
John Curulewski
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Gesang
James Young
Gitarre, Gesang
Tommy Shaw
Ricky Phillips (seit 2003)
Todd Sucherman
Keyboard, Gesang
Lawrence Gowan

Styx ist eine Rockband aus Chicago (USA), die vor allem während der 1970er und 1980er Weltruhm erlangte. Styx gehört zu den bekanntesten Vertretern des Adult Orientated Rock.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1960er Jahre hatte sich die Band als The Tradewinds gegründet. Die langjährigen Mitglieder Dennis DeYoung (Gesang, Tasteninstrumente) sowie als Rhythmusgruppe die Brüder Chuck und John Panozzo waren bereits in dieser Formation dabei. Als TW4 trat die Gruppe bald darauf mit den Gitarristen James Young (J. Y.) und John Curulewski auf. Ein Plattenvertrag mit Wooden Nickel Records wurde unter dem Bandnamen Styx abgeschlossen.

Unter diesem Label erschienen die Alben Styx (1972), Styx II (1973), The Serpent Is Rising (1973) und Man of Miracles (1974). Dabei handelte es sich um eine Mischung von schnörkellosem Gitarrenrock und verspieltem Art Rock mit Orgelfugen und Choralgesängen. Gemeinsam mit zahlreichen Liveauftritten in Clubs und Bildungseinrichtungen bildeten diese Alben ein stabiles Fundament für ihren Erfolg, der sich zunächst auf die Region um Chicago beschränkte. Die Powerballade Lady (Styx II) gelangte bald auch überregional in die Radio-Playlists. 1975 avancierte der Song zum Top-10-Hit, wenig später erhielt Styx II Gold.

Beflügelt von dieser nachträglichen Hit-Single unterschrieb Styx bald bei A&M Records, das Album Equinox (1975) erlangte gute Verkaufszahlen, die Single-Auskopplung Lorelei wurde ein mittlerer Erfolg. Curulewski hatte den Vertrag mit A&M nicht unterzeichnet, als neuer Sänger und Gitarrist stieß Tommy Shaw zu der Band. Während Shaws Debüt-Album Crystal Ball (1976) noch von mäßigem Erfolg gekrönt war, wurde das Folgealbum The Grand Illusion (1977) der endgültige Durchbruch von Styx. Die Platte erreichte Platin und der Top-10-Hit Come Sail Away gelangte weltweit in die Radio-Playlisten.

1978 veröffentlichte Styx ihr erfolgreiches achtes Album Pieces of Eight, von dem die Singles Blue Collar Man und Renegade ausgekoppelt wurden. Das nächste Album Cornerstone (1979) bekam den Platin-Status. Die beiden Single-Auskopplungen Babe und Boat on the River wurden zu Nummer-eins-Hits. Styx' zehntes Album kam im Jahr 1981 heraus, Paradise Theatre. Größter Hit war The Best of Times. Es war auch gleichzeitig das kommerziell erfolgreichste Album der Band und landete auf Platz eins der Billboard Hot 100 Charts.

Nach sechsmonatiger Arbeit entstand 1983 unter dem Titel Kilroy Was Here jenes Album, das den Untergang der Band einleiten sollte. Obwohl der Song Mr. Roboto einer der großen Discohits des Jahres war – über 1.000.000 Singles wurden verkauft – war das Album kommerziell weniger erfolgreich als seine Vorgänger, es unterbrach die Reihe der Multiplatinalben und bekam „nur“ Einfachplatin. Die Band brach auch die darauffolgende Tour ab, da sie schlicht unrentabel war.[1]

Aufgrund des nachlassenden Erfolgs löste sich die Band 1984 auf, die meisten Mitglieder begannen Solokarrieren. Tommy Shaw schloss sich den Damn Yankees an.

1990 fand sich die Band für ein neues Album, Edge of the Century, zusammen. Für Tommy Shaw kam allerdings Glen Burtnik zu Styx. In den 1990er Jahren gab es einige Umbesetzungen: Dennis DeYoung und Chuck Panozzo verließen die Band, dafür kehrte Tommy Shaw zurück, neu dazu kamen Lawrence Gowan (Keyboard, Gesang) und Todd Sucherman (Schlagzeug).

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1974 The Serpent Is Rising 192
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1973
Produzenten: Barry Mraz, Styx, John Snyder
Man of Miracles 154
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. November 1974
Produzent: John Ryan
1975 Styx II 20 Gold
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1973, erst 1975 in den Charts
Produzent: John Ryan
Equinox 58 Gold
(50 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 1975
Produzenten: Barry Mraz, Styx
1976 Crystal Ball 66 Gold
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1976
Produzenten: Barry Mraz, Styx
1977 The Grand Illusion 6 3-fach-Platin
(127 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1977
Produzenten: Styx
1978 Pieces of Eight 6 3-fach-Platin
(92 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. September 1978
Produzenten: Barry Mraz, Styx
1979 Cornerstone 6 Gold
(34 Wo.)
36
(8 Wo.)
2 Doppelplatin
(60 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 1979
Produzenten: Styx
1981 Paradise Theater 21
(15 Wo.)
8 Silber
(8 Wo.)
1 3-fach-Platin
(61 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Januar 1981
Produzenten: Styx
1983 Kilroy Was Here 7
(25 Wo.)
67
(6 Wo.)
3 Platin
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 1983
Produzenten: Styx
1990 Edge of the Century 63 Gold
(38 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 1990
Produzent: Dennis DeYoung
1999 Brave New World 175
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juni 1999
Produzenten: Styx
2003 Cyclorama 127
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2003
Produzenten: Tommy Shaw, James Young,
Gary Loizzo
2005 Big Bang Theory 46
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Mai 2005
Produzenten: Gary Loizzo, Styx

weitere Studioalben

  • 1972: Styx

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1984 Caught in the Act 55
(2 Wo.)
44
(2 Wo.)
31
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1984
Doppelalbum, Produzenten: Styx
1997 Return to Paradise 139 Gold
(1 Wo.)
aufgenommen im Rosemont Horizon in Chicago
Erstveröffentlichung: 5. Mai 1997
Doppelalbum, Produzent: Dennis DeYoung

weitere Livealben

  • 2000: Arch Allies: Live at Riverport (VÖ: 26. September; mit REO Speedwagon, Doppelalbum; Aufnahme: Riverport Amphitheatre, St. Louis, 9. Juni 2000)
  • 2001: Styxworld Live 2001 (VÖ: 5. Juni; Aufnhame: Kosei Nenkin Hall Tokio, 10. Februar 2000 / Stadthalle Offenbach, 27. Oktober 2000 / Shaw Center Edmonton, 11. Februar 2000)
  • 2003: 21st Century Live (VÖ: 7. Oktober; Aufnahme: Riverport Amplitheatre, St. Louis, 9. Juni 2000)
  • 2006: One with Everything: Styx and the Contemporary Youth Orchestra (VÖ: 14. November; Aufnahme: Blossom Music Center Cuyahoga Falls, 25. Mai 2006)
  • 2011: The Grand Illusion / Pieces of Eight – Live (Doppelalbum)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1995 Greatest Hits 138 Doppelplatin
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. August 1995
2004 Come Sail Away –
The Styx Anthology
136
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2004
Doppelalbum
2014 The Soundtrack of Summer:
The Very Best of Foreigner & Styx
69
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Mai 2014
Splitalbum mit Foreigner und Don Felder
inkl. Eagles-Hit Hotel California

weitere Kompilationen

  • 1977: Best of Styx (US: Gold)
  • 1977: Styx Radio Special (Doppelalbum)
  • 1980: A Collection of Styx
  • 1980: Rock Galaxy – Styx (Doppelalbum)
  • 1981: Reppoo
  • 1982: The Styx Collection
  • 1983: Radio Sampler & Interview Album (2 LPs)
  • 1987: Classics Volume 15 (US: Gold)
  • 1992: Lady
  • 1996: Greatest Hits Part 2
  • 1997: The Best of Times: The Best of Styx
  • 2000: Extended Versions: The Encore Collection
  • 2000: The Singles Collection (Doppelalbum)
  • 2001: Yesterday & Today
  • 2002: The Best of Styx
  • 2003: Rockers
  • 2005: The Complete Wooden Nickel Recordings (Doppelalbum)
  • 2006: Gold (Doppelalbum)
  • 2010: Icon
  • 2011: Babe – The Collection
  • 2011: Regeneration: Volume I & II (VÖ: 4. Oktober; Doppelalbum)
  • 2013: 5 Classic Albums (Box mit 5 CDs)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1972 Best Thing
Styx
82
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1972
1974 Lady (Reissue)
Styx II
6
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1974
1975 You Need Love
Styx II
88
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1975
1976 Lorelei
Equinox
27
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1976
Mademoiselle
Crystal Ball
36
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1976
1977 Come Sail Away
The Grand Illusion
8
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1977
1978 Fooling Yourself (The Angry Young Man)
The Grand Illusion
29
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1978
Blue Collar Man (Long Nights)
Pieces of Eight
21
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1978
Sing for the Day
Pieces of Eight
41
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1978
1979 Renegade
Pieces of Eight
16
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1979
Babe
Cornerstone
6 Silber
(10 Wo.)
1 Gold
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1979
Why Me
Cornerstone
26
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
1980 Borrowed Time
Cornerstone
64
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1980
Boat on the River
Cornerstone
5
(32 Wo.)
2
(14 Wo.)
1
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1980
Lights
Cornerstone
35
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1980
1981 The Best of Times
Paradise Theatre
52
(7 Wo.)
42
(5 Wo.)
3
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1981
Too Much Time on My Hands
Paradise Theatre
9
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1981
Nothing Ever Goes as Planned
Paradise Theatre
54
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1981
1983 Mr. Roboto
Kilroy Was Here
8
(18 Wo.)
16
(4 Wo.)
4
(6 Wo.)
90
(6 Wo.)
3 Gold
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1983
Don’t Let It End
Kilroy Was Here
70
(1 Wo.)
56
(3 Wo.)
6
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1983
High Time
Kilroy Was Here
48
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1983
1984 Music Time
Caught in the Act
40
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1984
1990 Love Is the Ritual
Edge of the Century
80
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1990
Show Me the Way
Edge of the Century
3
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1990
1991 Love at First Sight
Edge of the Century
25
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1991

weitere Singles

  • 1972: I’m Gonna Make You Feel It (VÖ: Dezember)
  • 1973: Father O. S. A.
  • 1973: Winner Take All (VÖ: August)
  • 1973: Lady (VÖ: September)
  • 1974: Unfinished Song (VÖ: April)
  • 1974: Lies (VÖ: August)
  • 1975: Best Thing (VÖ: Juni)
  • 1976: Light Up (VÖ: April)
  • 1977: Jennifer (VÖ: Januar)
  • 1977: Crystal Ball (VÖ: Mai)
  • 1988: Babe EP
  • 1990: Carrie Ann
  • 1996: Little Suzie
  • 2005: Can’t Find My Way Home

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Caught in the Act
  • 1997: Return to Paradise (US: Gold)
  • 2000: Arch Allies – Live at Riverport (mit REO Speedwagon)
  • 2004: 20th Century Masters – The DVD Collection: The Best of Styx
  • 2006: One with Everything
  • 2011: The Grand Illusion / Pieces of Eight – Live

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Sterling Whitaker: The Grand Delusion: The Unauthorized True Story of Styx. Booksurge Llc, 2006, ISBN 978-1419653537.
  2. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  3. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  4. a b c d Gold-/Platin-Datenbanken: DE UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]