Bundesverband Musikindustrie

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Bundesverband Musikindustrie e. V.
(BVMI)
Zweck: Vertretung der Interessen der Musikindustrie in Deutschland
Vorsitz: Florian Drücke
Gründungsdatum: 1958
Mitgliederzahl: 250
Sitz: Berlin, DeutschlandDeutschland Deutschland
Website: www.musikindustrie.de

Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) vertritt die Interessen der Musikindustrie in Deutschland, vor allem in wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BVMI entstand 2007 aus der Verschmelzung der 1958 gegründeten deutschen Vertretung der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) und des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft.[1] Er ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.[2] Von 2007 bis 2017 war Dieter Gorny Vorsitzender des Verbands.

Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, ist Ausrichter der bis 2018 stattfindenden Veranstaltungen Echo, Echo Klassik und Echo Jazz.[3] Weiterhin beauftragt und kontrolliert der Verband über die GfK die Erstellung der offiziellen deutschen Musikcharts und verfügt über Datenbanken[4][5] aller Preisträger der Gold-/Platin-/Diamond-Awards, ehemals Goldene Schallplatte. Der BVMI veröffentlicht jährlich die offiziellen Zahlen zum deutschen Musikmarkt in einem Jahrbuch Musikindustrie in Zahlen.[6] Zur Orientierung der Verbraucher bei der Nutzung von Musik im Internet hat der BVMI 2013 die Initiative PLAYFAIR[7] ins Leben gerufen.

Der BVMI vergibt offiziell die Auszeichnungen für Musikverkäufe und -nutzung für alle nach dem 1. Januar 1975 erschienenen Tonträger bzw. für alle nach dem 1. Januar 2002 erschienenen Bildtonträger. Die betroffenen Plattenfirmen müssen die Zertifizierungen beantragen, eine automatische Vergabe der Auszeichnungen erfolgt nicht.

Verleihungsgrenzen der Tonträgerauszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Verleihungsgrenzen gelten für alle Albumveröffentlichungen, hierzu zählen auch die extra verliehenen Auszeichnungen für Hörbücher sowie der Comedy-Award und der Kids-Award. Diamantene Schallplatten werden nur für Musikprodukte verliehen.

Auszeichnung bis 24. September 1999 bis 31. Dezember 2002 bis 31. Dezember 2012 seit 1. Januar 2013
Gold record icon.svg Gold 250.000 150.000 100.000
Platinum record icon.svg Platin 500.000 300.000 200.000
Triple gold record icon.svg 3× Gold 750.000 450.000 300.000
Double platinum record icon.svg 2× Platin 1.000.000 600.000 400.000
Diamond record icon.svg Diamant 750.000

→ siehe auch: Liste der meistverkauften durch den BVMI zertifizierten Musikalben in Deutschland

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnung bis 31. Dezember 2002 bis 31. Dezember 2012 bis 31. Mai 2014 seit 1. Juni 2014
Gold record icon.svg Gold 250.000 150.000 200.000
Platinum record icon.svg Platin 500.000 300.000 400.000
Triple gold record icon.svg 3× Gold 750.000 450.000 600.000
Double platinum record icon.svg 2× Platin 1.000.000 600.000 800.000
Diamond record icon.svg Diamant 1.000.000

→ siehe auch: Liste der meistverkauften durch den BVMI zertifizierten Singles in Deutschland

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Verleihungsgrenzen gelten für alle Veröffentlichungen von Videoalben, hierzu zählen auch die extra verliehenen Comedy-Awards und Kids-Awards.

Auszeichnung seit 1. Januar 2002
Gold record icon.svg Gold 25.000
Platinum record icon.svg Platin 50.000
Triple gold record icon.svg 3× Gold 75.000
Double platinum record icon.svg 2× Platin 100.000

→ siehe auch: Liste der meistverkauften Musikvideos in Deutschland und Liste der meistverkauften durch den BVMI zertifizierten Comedytonträger in Deutschland

Jazz-Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnung seit 1. Januar 1992
Gold record icon.svg Gold 10.000
Platinum record icon.svg Platin 20.000
Triple gold record icon.svg 3× Gold 30.000
Double platinum record icon.svg 2× Platin 40.000

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Michalk: Deutsche Phonoverbände stellen sich neu auf. (Memento vom 5. Januar 2007 im Internet Archive) Pressemitteilung der ifpi, 11. Dezember 2006 (auf Abbrechen klicken).
  2. Bundesverband Musikindustrie e. V. Europäische Bewegung Deutschland (EBD), archiviert vom Original am 11. November 2012; abgerufen am 6. Oktober 2010. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.netzwerk-ebd.de
  3. Das Kulturinstitut der Musikindustrie: die Deutsche Phono-Akademie. (Memento des Originals vom 21. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikindustrie.de BVMI-Website, abgerufen am 30. Januar 2014.
  4. Gold-/Platin-Datenbank. BVMI-Website, abgerufen am 30. Januar 2014.
  5. neue Regeln für Kids-Award, Comedy-Award und Audio-Book-Award, abgerufen am 5. November 2016.
  6. Jahrbücher (Memento des Originals vom 24. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikindustrie.de. BVMI-Website, abgerufen am 30. Januar 2014.
  7. Das ist PLAYFAIR. Website playfair.org des BVMI, abgerufen am 30. Januar 2014.