Hotel California

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Lied Hotel California. Für das gleichnamige Album, auf dem es erschienen ist, siehe Hotel California (Album).

Hotel California ist ein Lied der 1971 gegründeten kalifornischen Band Eagles. Es erschien 1976 auf ihrem gleichnamigen, fünften Album. Als Autoren sind Don Felder, Glenn Frey und Don Henley genannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Das Album wurde Nummer eins in den Charts in England und den USA.

Für das Stück erhielten die Eagles 1978 den Grammy Award in der Kategorie „Record of the Year“.[1] 2004 wählte das Musikmagazin Rolling Stone es auf Platz 49 seiner Liste der 500 besten Songs aller Zeiten.

Das Gitarrensolo des Titelsongs von Don Felder[2] und Joe Walsh wurde 1998 vom Guitarist magazine als bestes Solo aller Zeiten gewählt sowie 1998 vom Guitar Magazine auf Platz acht der Top 100 Guitar Solos.[3]

Text[Bearbeiten]

Ein müder Reisender stoppt bei einem abgelegenen Hotel und beschließt, dort zu übernachten. Er bekommt sein Zimmer zugewiesen und erkennt nach kurzer Zeit, dass die Hotelbewohner eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Obwohl sie gastfreundlich erscheinen, sind sie Gefangene ihrer Süchte, denen sie bedingungslos nachgehen. Wer das Hotel California einmal betreten hat, kann zwar wieder gehen, es jedoch nie wirklich hinter sich lassen.

Interpretation[Bearbeiten]

Hotel California romantisiert die Ideale des American bzw. Californian Dream, der sich bei näherer Betrachtung jedoch als Albtraum herausstellt.

Nach Aussagen der Eagles soll Hotel California alles Schlechte versinnbildlichen, was ihnen infolge ihres Starruhmes begegnet ist. Insbesondere werden die Dekadenz und der Verfall des American Way of Life in den siebziger Jahren angesprochen.

Von den Eagles wurde in mehreren Interviews verneint, dass es ein reales „Hotel California“ gegeben hat. Auf dem Albumcover ist das „Beverly Hills Hotel“ abgebildet.[4]

Der rätselhafte Text hat diverse Legenden entstehen lassen. So soll es sich beim Hotel California unter anderem um eine Hippie-Sekte, eine Gemeinschaft von Satanisten um Anton Szandor LaVey[5] oder um eine geschlossene psychiatrische Einrichtung handeln, aus der kein Entkommen möglich ist.

Eine andere Interpretation sieht das „Hotel California“ als Metapher für die Drogensucht. Genau wie bei dieser scheint das Hotel jeden Wunsch zu erfüllen, doch man kann es nicht mehr verlassen, genauso wie man von Drogen abhängig wird. Die Zeilen “And still those voices are calling from far away, Wake you up in the middle of the night” verdeutlichen die Sucht, die dem Protagonisten keine Ruhe mehr lässt. Auf selbiges deutet auch der letzte Satz des Songs hin “We are programmed to receive, you can checkout any time you like, but you can never leave!”

Coverversionen[Bearbeiten]

Hotel California wurde mehrfach gecovert. Eine Flamenco-Version des Liedes (von den Gipsy Kings) ist im Film The Big Lebowski zu hören. Es gibt auch eine Reggae-Version, die oftmals Bob Marley zugeschrieben wird. Tatsächlich stammt sie allerdings von Majek Fashek. Eine deutsche Version wurde 1977 von Jürgen Drews eingespielt und erschien auf dem Album Barfuß durch den Sommer. Diese Version wurde wiederum von Wiglaf Droste gecovert (CD Mariscos y Maricones, 1999). Eine A-cappella-Version gibt es von der kubanischen Band Vocal Sampling, welche durch ihre Gitarrensoli mit dem Mund hervorsticht. Die finnische Band Eläkeläiset veröffentlichte 1999 auf ihrem Album Werbung, Baby! eine Humppa-Version des Liedes. Sie trägt den Titel Hotelli Helpotus. 2003 entstand eine Ska Version der Band SkaDaddyZ. Eine französische Version mit dem Titel L’Hôtel de Californie erschien 2005 von der australischen Band The Cat Empire. 2007 trug Otto Waalkes seine Coverversion Das Lokal von Karl und Sonja vor.[6] 2009 wurde Hotel California vom deutschen Künstler Gedicke im Stil des alten Hammond-Sounds veröffentlicht. Bekannt wurde auch die Version der englischen Band Alabama 3 aus dem 2000er Album La Peste.

Trivia[Bearbeiten]

In San Francisco gibt es wirklich ein kleines Hotel namens Hotel California. Die Wände der Zimmer sind verziert mit Zitaten aus dem Lied.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Grammy Winner search, www.grammy.com, aufgerufen am 5. April 2007, nun im Internet Archive.
  2. guitarworld.com: Don Felder
  3. rocklistmusic.co.uk: Best Solos
  4. Joe Cummings: “Hotel Where”
  5. Kenneth Stoffels: Minister Links Rock, Sympathy for the Devil. The Milwaukee Sentinel vom 28. September 1982
  6. Otto Waalkes - Das Lokal von Karl und Sonja, 2007

Weblinks[Bearbeiten]