Sunshine Cleaning

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Sunshine Cleaning
Originaltitel Sunshine Cleaning
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge ca. 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Christine Jeffs
Drehbuch Megan Holley
Produktion Jeb Brody,
Peter Saraf,
Marc Turtletaub,
Glenn Williamson
Musik Michael Penn
Kamera John Toon
Schnitt Heather Persons
Besetzung

Sunshine Cleaning ist eine US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 2008. Regie führte Christine Jeffs, das Drehbuch schrieb Megan Holley. Kinostart in Deutschland war am 21. Mai 2009.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In New Mexico hat es die junge alleinerziehende Rose nicht einfach: Als ehemalige Anführerin des Cheerleading-Teams hält sie sich und ihren siebenjährigen Sohn Oscar mit einem Job als Raumpflegerin in einer Reinigungsfirma über Wasser, während sie sich eigentlich um eine Lizenz als Immobilienmaklerin bemühen will. Sie hat ein Verhältnis mit dem Polizisten Mac, ihrer Jugendliebe, der jedoch mittlerweile mit seiner Frau das zweite Kind erwartet.

Und schließlich fühlt sich Rose noch für ihre jüngere Schwester Norah verantwortlich, die sich ebenfalls mit Nebenjobs über Wasser hält, und die besonders – wie im Laufe des Films bekannt wird – unter dem Suizid der Mutter zu leiden hat. Norah kümmert sich auch des Öfteren um den kleinen Oscar, genau wie auch dessen schrulliger Großvater Joe.

Um zu verhindern, dass der hochbegabte Oscar auf der staatlichen Schule zum Außenseiter wird, möchte Rose ihn auf eine Privatschule schicken und benötigt dringend mehr Geld. Liebhaber Mac bringt sie auf die Idee, sich mit einer Firma für die Reinigung von Tatorten selbständig zu machen, das sei ein lukrativer Nischenjob. Gemeinsam mit ihrer unzuverlässigen Schwester beginnt sie, sich in diesem vermeintlich abstoßenden Metier eine Existenz aufzubauen, und reinigt fortan die Tatorte von Unfällen oder Gewalttaten. Der einarmige Besitzer eines Reinigungsfachgeschäftes hilft ihr dabei, beruflich Fuß zu fassen.

Der Job ist ihr anfangs zuwider, sie entdeckt aber auch schöne Seiten, etwa, dass sie mit unterschiedlichen Menschen in Extremsituationen zu tun hat. Die nur scheinbar unnahbare und zynische Norah kann die Tragödien, die sich hinter den Aufträgen verbergen, nicht so einfach verarbeiten wie ihre Schwester. Sie sucht den Kontakt zu der Tochter einer Verstorbenen und möchte hierbei auch ihr eigenes Trauma – den Suizid der Mutter – verarbeiten.

Als Rose eines Tages ihren alten, inzwischen wohlhabenden Schulfreundinnen bei einer Baby-Party beweisen will, dass auch sie es zu etwas gebracht hat, überlässt sie ihrer Schwester alleine einen wichtigen Auftrag, den ersten Reinigungsauftrag einer großen Versicherungsgesellschaft. Dabei kommt es zu einem Unfall, das Haus brennt ab, und die junge Firma steckt bis zum Hals in Schulden, da Rose mit dem Abschluss einer Versicherung für die Firma bis zum Erhalt eines wichtigen Zertifikates warten wollte, um bessere Versicherungskonditionen zu erhalten.

Zunächst kann Rose ihrer Schwester nicht verzeihen, muss sie doch ihr Unternehmen „Sunshine Cleaning“ aufgeben und wieder als minderbezahlte Raumpflegerin putzen gehen, jedoch finden sie schließlich durch den für beide traumatischen Tod ihrer Mutter wieder zueinander und Rose kann endlich ihre Schwester, für die sie sich ein Leben lang verantwortlich gefühlt hat, loslassen. Norah reist befreit ab. Ihr Vater, der immer auf der Jagd nach lukrativen Kleindeals war, verkauft heimlich sein Haus und investiert den Erlös in die Neugründung von „Lorkowski Family Cleaning“ unter Rose’s Leitung. Norah begibt sich währenddessen auf ihre lang ersehnte Weltreise.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Albuquerque gedreht.[3] Die Dreharbeiten erfolgten im Februar 2007.[4] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 8 Millionen US-Dollar.[4] Die Weltpremiere fand am 18. Januar 2008 auf dem Sundance Film Festival statt.[2] In Deutschland wurde der Film am 8. Februar 2008 beim European Film Market gezeigt.[2] Es folgten neben dem Hamburg Film Festival am 30. September 2008 weitere Vorführungen bei diversen internationalen Filmfestivals.[2] In den USA war der Film ab dem 27. März 2009 in den Kinos zu sehen.[2] In Deutschland feierte er am 21. Mai 2009 seinen Kinostart.[2] In der Schweiz lief er ab dem 9. Juli 2009, in Österreich ab dem 28. August 2009.[2] Am 16. Oktober 2009 wurde der Film in Deutschland von Alive mit einer FSK-12-Freigabe veröffentlicht. Am Eröffnungswochenende spielt der Film in den USA knapp 220.000 US-Dollar, insgesamt kam der Film in den USA auf Einnahmen in Höhe von über 12 Millionen US-Dollar.[4] Weilweit summierten sich die Einnahmen auf über 16,1 Millionen US-Dollar.[4]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. März 2009 wurde der Soundtrack zum Film von Lakeshore Records veröffentlicht. Der Soundtrack enthält 22 Musiktitel.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todd McCarthy schrieb am 21. Januar 2008 in der Online-Version der Zeitschrift Variety, der Film sei dem Film Little Miss Sunshine ähnlich. Die weiblichen Jungstars Amy Adams – die eine „unwiderstehliche“ Leinwandpräsenz habe – und Emily Blunt würden für seine Marktchancen sorgen.[5]

Die Organisatoren des Sundance Film Festivals schrieben, das „köstliche“ Komödiodrama lebe vom Charme seiner Stars. Er zeige auf „markante und authentische“ Art die Geschichte von zwei Menschen, die ihr Leben verbessern wollen.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm am Sundance Film Festival 2008 als Wettbewerbsbeitrag teil, wodurch Christine Jeffs für den Großen Jurypreis nominiert wurde.[7] Beim Casting Society of America gewann Avy Kaufmann 2009 den Artios-Filmpreis.[7] Im selben Jahr wurde Emily Blunt als beste Nebendarstellerin bei den Satellite Awards nominiert.[7] Im Jahr 2010 wurde Blunt bei den London Critics Circle Film Awards für einen ALFS-Award als beste britische Nebendarstellerin des Jahres nominiert, während Jason Spevack eine Nominierung bei den Young Artist Awards als bester Nachwuchsschauspieler erhielt.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Sunshine Cleaning. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2009 (PDF; Prüf­nummer: 117 213 K).
  2. a b c d e f g Internet Movie Database: Starttermine, abgerufen am 27. Januar 2008
  3. Internet Movie Database: Drehorte, abgerufen am 27. Januar 2008
  4. a b c d Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse
  5. Variety: Filmkritik Todd McCarthy, abgerufen am 27. Januar 2008
  6. sundance.org: Sunshine Cleaning, abgerufen am 27. Januar 2008
  7. a b c d Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]