Sven Böttcher

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Sven Böttcher (* 24. August 1964 in Buchholz in der Nordheide) ist ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Drehbuchautor. Seine literarisch-künstlerischen Gattungen sind Thriller, Comedy, Dramedy und Fantasy.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böttchers Vater ist Diplom-Kaufmann und Wirtschaftsprüfer. Sven Böttcher wuchs in Hamburg auf und legte dort 1981 das Abitur ab. Auf Wunsch des Vaters studierte er zunächst Betriebswirtschaftslehre und schrieb während des Studiums erste literarische Texte. Außerdem jobbte er als Werbefilmgehilfe und Werbetexter, zwischenzeitlich auch als Tiefbau-Hilfskraft und Buchhalter.[1][2]

Böttcher erkrankte 2005 an Multipler Sklerose. 2008 verfasste er für seine drei Töchter den späteren Bestseller Quintessenzen, eine Auseinandersetzung sowohl mit der Krankheit als auch mit allgemeinen Lebensfragen. Er gründete außerdem ein Informationsportal für MS-Betroffene.

Seine Erfahrungen stellte er 2015 auch in Diagnose: unheilbar. Therapie: selbstbestimmt. Vom souveränen Umgang mit der Schulmedizin – Ein Erfahrungsbericht dar.

Böttcher ist TV-Autor und -Produzent, u. a. von Die Zeit ist reif für Ernst Eiswürfel (ARD), ran fun (Sat.1), Comedy Club (NDR), Funny Dubbing (Sat.1).

Gemeinsam mit Christian Klippel schrieb Böttcher die Krimis Störmer im Dreck (1989) und Mord zwischen den Zeilen. Er ist auch Mitübersetzer der deutschen Taschenbuchausgabe der Texte aus Monty Python’s Flying Circus.

Roman „Das fünfte Flugzeug“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sven Böttcher schrieb mit Mathias Bröckers den Roman „Das fünfte Flugzeug“ zu den Terroranschlägen des 11. September 2001. Der Roman erschien unter dem Pseudonym John S. Cooper. Der Spiegel schrieb: … Bröckers und Böttcher haben sich zu einer Bestseller-Verschwörung zusammengetan, wollten ihren Thriller „Das fünfte Flugzeug“ aber nicht mit ihren Namen vorbelasten.[3]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sven Böttcher ist der ältere Bruder des Musikers und Autors Jens Böttcher.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eimer wie ich (Rosengarten-Sieversen: Creativgarage 1988)
  • Störmer im Dreck (mit Christian Klippel, Hamburg: Kellner 1989)
  • Gefährliche Aura (München: Goldmann 1991)
  • Mord zwischen den Zeilen (mit Christian Klippel, Zürich: Haffmans 1991)
  • Der Auslöser (München: Goldmann 1992)
  • Götterdämmerung (Zürich: Haffmans 1992, TB Rowohlt 2012)
  • Der tiefere Sinn des Labenz (mit Douglas Adams und John Lloyd, Hamburg: Rogner & Bernhard 1992)
  • Alte Freunde (München: Goldmann 1993)
  • Sherman schwindelt (München: Goldmann 1994)
  • Held (mit Dieter Wedel) (Hamburg: Wunderlich 1996) ISBN 3-8052-0572-4
  • LiebesLeder (mit Reinhold Beckmann, München: Heyne 1996/2005) ISBN 3-442-30675-2
  • Wal im Netz (München: Goldmann 1997)
  • Der Aufsteiger (Hamburg: Wunderlich 1998)
  • Psychopathos (Hamburg; Rogner & Bernhard 2000), TB Heldenherz (Hamburg: Rowohlt 2011)
  • Ein Kuckuckskind der Liebe (mit Katia Böttcher, München: Heyne 2005)
  • Das fünfte Flugzeug (mit Mathias Bröckers unter dem gem. Pseudonym John S. Cooper, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2007)
  • Zero (mit Mathias Bröckers unter dem gem. Pseudonym John S. Cooper, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2010)
  • Prophezeiung (Köln: Kiepenheuer & Witsch 2011)
  • Quintessenzen (München: Ludwig 2013)
  • Diagnose: unheilbar, Therapie: selbstbestimmt (München: Ludwig 2015)
  • Die ganze Wahrheit über alles (mit Mathias Bröckers, Frankfurt am Main: Westend 2016)
  • Rette sich, wer kann! (Frankfurt am Main: Westend 2019)
  • Die Apotheker (München: Rubikon 2020)
  • Wer, wenn nicht Bill? (München: Rubikon 2021)

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung: Multiple Sklerose: Ein unverhoffter Schub. Abgerufen am 31. Mai 2021.
  2. Lexikon der deutschen Krimi-Autoren: Sven Böttcher. Abgerufen am 31. Mai 2021.
  3. Ole Reißmann: Bestseller-Autor enttarnt: Die zwei Gesichter des John S. Cooper. In: Der Spiegel. 25. November 2010, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. Januar 2022]).