Swarovski Kristallwelten

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Der Riese am Eingang der Swarovski Kristallwelten in Wattens

Die Swarovski Kristallwelten sind eine von André Heller im Auftrag des Kristallglasherstellers Swarovski konzipierte Erlebniswelt, bestehend aus Park, Kunstmuseum, Verkauf und Restaurant.[1] Sie wurden im Jahr 1995 eröffnet und befinden sich im nahe Innsbruck gelegenen Wattens in Tirol, dem Hauptsitz und Gründungsort des Unternehmens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swarovski in Wattens – Blick von den Kristallwelten auf die Produktionsbetriebe und den Firmensitz

1995 schuf André Heller anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums der D. Swarovski KG die Swarovski Kristallwelten, ein modernes Kunstmuseum in Form eines Riesen. Im Inneren des Riesen befinden sich Ausstellungsräume, deren Prinzip auf den historischen Kunst- und Wunderkammern von Adelshäusern während des 16. Jahrhunderts basiert. In den insgesamt 16 unterirdischen Wunderkammern wird das Material Kristall von Künstlern, Designern und Architekten wie Brian Eno, Tord Boontje, Niki de Saint Phalle, Manish Arora, Lee Bul, Fernando Romero, Jim Whiting, Keith Haring, Andy Warhol oder Salvador Dalí auf verschiedene Art und Weise interpretiert und dargestellt.[2][3] Nach der Eröffnung 1995 folgten in den Jahren 1998, 2003 und 2007 weitere Um- und Ausbauten.

Umbau 2014/15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Oktober 2014 wurden die Swarovski Kristallwelten anlässlich des 120-jährigen Jubiläums von Swarovski und des 20-jährigen Jubiläums der Kristallwelten um ca. 34 Mio. Euro umgebaut und erweitert und am 30. April 2015 neu eröffnet. Durch diesen Umbau hat sich die Fläche der Welten von 3,5 auf 7,5 Hektar mehr als verdoppelt. Im Garten befindet sich seit dem Umbau eine Wolke mit 800.000 Kristallen.[4][5][6]

Besucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 lagen die Kristallwelten mit 680.000 Besuchern auf Platz acht der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Österreich und übertrafen damit zum Beispiel die Kaiserappartements der Hofburg oder die Albertina in Wien.[7]

Nach Herkunft stammte im Jahr 2009 der größte Anteil der Besucher aus Deutschland (26 %), gefolgt von Österreich (13 %), Italien (11 %), Indien (8 %) und China (5 %).[8]

Bis zum Jahr 2014 zählten die Kristallwelten insgesamt zwölf Millionen Besucher aus 60 Ländern.[9][10]

Im Zuge des Umbaus und der Eröffnung 2014/15 erwartet sich Swarovski einen Anstieg der Besucherzahlen von zuletzt ca. 650.000 auf 850.000 pro Jahr.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Swarovski Kristallwelten – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Rico Scherrieb: Von der industriellen Kernkompetenz zum touristischen Attraktionspunkt, in: Harald Pechlaner (Hrsg.): Industrie und Tourismus: innovatives Standortmanagement für Produkte und Dienstleistungen, S. 105. Erich Schmidt Verlag, 2008, ISBN 9783503106837 (Online auf Google-Buchvorschau).
  2. Swarovski Kristallwelten. In: swarovski.com.
  3. Swarovski Kristallwelten Wattens. In: austria.info.
  4. Kristallwelten-Chef: „Wollen keinen schnellen Wow-Effekt“. Tiroler Tageszeitung Online, 2. Mai 2015, abgerufen am 31. August 2015.
  5. Swarovski baut die Kristallwelten aus industriemagazin.at
  6. http://tirol.orf.at/news/stories/2708036/ 120 Jahre Swarovski - ein glanzvolles Dinner, ORF.at 29. April 2015. Abgerufen 30. April 2015.
  7. Wirtschaftskammer Österreich: Tourismus und Freizeitwirtschaft in Zahlen, 49. Ausgabe, Juni 2013, Seite 16
  8. d. swarovski tourism services gmbh: Erfolgreiche Besucher-Resonanz für Swarovski Kristallwelten, Swarovski Innsbruck und Swarovski Wien, Pressemitteilung vom 27. Jänner 2012
  9. Swarovski Kristallwelten in Wattens hall-wattens.at
  10. Let's funkel: Swarovski-Kristallwelten eröffnen am 30. April. Abgerufen am 14. Mai 2015.
  11. Kristallwelten wollen 850.000 Besucher im Jahr | Tiroler Tageszeitung Online - Nachrichten von jetzt! Abgerufen am 14. Mai 2015.

Koordinaten: 47° 17′ 38″ N, 11° 36′ 3″ O