Swiss Science Center Technorama

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Technorama Lernen durch Erfahren (Elektrostatik Die Naturgeschichte eines Blitzes)
Technorama Winterthur Schweiz
Technorama Jugendlabor
Technorama 2007

Das Swiss Science Center Technorama (im allgemeinen Sprachgebrauch meist einfach nur Technorama) in Winterthur ist das einzige Science Center der Schweiz. Auf einer Ausstellungsfläche von 6'500 Quadratmetern stehen über 500 Experimentierstationen bereit, um frei und selbstbestimmt Naturphänomene zu entdecken und neue Erfahrungen zu machen.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Technorama ist in erster Linie eine Ausstellung, die mehrere Sektoren (z. B. Magnetismus) umfasst. Dazu kommen insgesamt sechs Labore mit Workshops zu Bereichen der Biologie, der Chemie und der Physik. Täglich finden zudem Vorführungen statt, unter anderem über Elektrizität und Gase. Dazu kommen Sonderausstellungen, von denen einzelne Exponate später in die permanente Ausstellung integriert werden.

Es wird als grösster ausserschulischer Lernort der Schweiz regelmässig von Schulklassen genutzt. 2015 zählte das Technorama rund 257'000 Eintritte.[1]

Während das Technorama selbst als Kulturgut von überregionaler Bedeutung geführt wird, zählt die zum Museum gehörende Spielzeugeisenbahn-Sammlung Bommer zum Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung[2]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erträge des Technorama stammen zu 25 Prozent von der Öffentlichen Hand und zu 12 Prozent von Wirtschaft, Stiftungen und Privaten; die übrigen 63 Prozent erwirtschaftet das Technorama selbst (Zahlen des Geschäftsjahres 2015).[3]

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Technorama liegt am Stadtrand von Winterthur im Stadtteil Oberwinterthur in der Nähe des Bahnhofs Oberwinterthur. Über die Buslinie 5 der örtlichen Verkehrsbetriebe Stadtbus Winterthur ist es zudem direkt an den Bahnhof Winterthur angebunden. Die Ausfahrt Oberwinterthur der Autobahn A1 ist rund 1,5 km entfernt.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1947 wurde ein Verein zur Förderung und Entwicklung eines technischen Museums der Schweiz gegründet. 1969 entstand die Stiftung Technorama der Schweiz mit dem Ziel, „Wissenschaft und Technik in lebendiger Schau“ in Form einer Ausstellung zu präsentieren. Diese Ausstellung war ab 1982 noch als konventionelle, eher museale Ausstellung zu sehen. Ab 1990 entwickelte man unter Leitung des damaligen Direktors Remo Besio ein neues Leitbild, die Umwandlung von einem Museum in ein Experimentierfeld, das handelnde Erfahrungen ermöglichen soll. Diese Umwandlung konnte etwa im Jahr 2000 abgeschlossen werden. Seit November 2008 leitet der deutsche Diplom-Biologe und Marketing-Spezialist Thorsten-D. Künnemann das Technorama.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Erhard Lessing: Naturschön - Phänomene im Technorama. 208 S. vierfarbig, Verlag Huber, Frauenfeld 2006, ISBN 978-3-7193-1388-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Technorama – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Technorama Geschäftsbericht 2015, S. 20
  2. KGS-Inventar der B-Objekte. Bundesamt für Bevölkerungsschutz, 1. Januar 2017; abgerufen am 15. Februar 2017 (Kein Direktlink auf PDF, da dieses zum Belegzeitpunkt vom Namen her provisorisch war.).
  3. Technorama Geschäftsbericht 2015, S. 28.
  4. http://www.technorama.ch/informationen/besucherinformationen/wegbeschreibung/

Koordinaten: 47° 30′ 49″ N, 8° 45′ 51″ O; CH1903: 699854 / 263372