Sylvioidea

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Sylvioidea
Seggenrohrsänger (Acrocephalus paludicola), ein typischer Vertreter der Sylvioidea

Seggenrohrsänger (Acrocephalus paludicola), ein typischer Vertreter der Sylvioidea

Systematik
ohne Rang: Neornithes
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
ohne Rang: Passerida
Überfamilie: Sylvioidea
Wissenschaftlicher Name
Sylvioidea
Sibley & Ahlquist, 1990

Die Sylvioidea sind eine Überfamilie von Singvögeln innerhalb der Passerida. Sie enthält ungefähr 1300 Arten in etwa 16 Familien. Zu den Sylvioidea gehören insbesondere die Grasmückenartigen und ihre Verwandten, die früher zusammen als „Zweigsänger“ bezeichnet wurden. Daneben finden sich aber auch Timalien, Schwalben, Lerchen und Bülbüls in der Überfamilie. Die Arten sind weltweit zu finden, jedoch gibt es auf dem amerikanischen Doppelkontinent weniger Arten. Die Überfamilie wurde erstmals 1990 durch die Sibley-Ahlquist-Taxonomie vorgeschlagen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelbscheitelbülbül (Pycnonotus zeylanicus): ein ausgesprochen großer Vertreter der Sylvioidea

Die Vertreter der Familie sind typischerweise kleine bis mittelgroße Singvögel. Ihre Größe variiert von 9 bis 34 Zentimetern, ihr Gewicht von 5 Gramm beim Goldhähnchen-Laubsänger bis 170 Gramm beim Brustbandhäherling.[1]

Im Aussehen ist die Variation unter den verschiedenen Arten recht groß. So wurde die Gruppe auch nicht aufgrund morphologischer Ähnlichkeiten, sondern erst durch molekulargenetische Untersuchungen erkannt. Ein großer Teil der Arten, insbesondere der europäischen, ist jedoch vom „Zweigsänger“-Typ und gehört zu den Familien, die früher in der großen Familie Sylviidae (sensu lato) zusammen gefasst waren. Diese Vögel sind eher klein mit oft dünnen Beinen. Das Gefieder ist bei diesen Arten meist relativ kontrastarm und wird von Braun- und Grüntönen dominiert. Der Schnabel ist im Allgemeinen spitz. Alle Arten der Überfamilie ernähren sich teilweise oder sogar ausschließlich insektivor und viele der nicht-tropischen Arten sind Zugvögel.[2] Insbesondere in Nord- und Mitteleuropa überwintern nur wenige Arten, wie die Bartmeise und die Schwanzmeise, in den Brutgebieten.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Per Alström et al. ab 2005 durchgeführten molekulargenetischen Untersuchungen führten zu einer völligen Neuordnung der Vögel vom „Zweigsänger“-Typ, von denen viele vormals in der sehr umfangreichen Familie (etwa 440 Arten) der Zweigsänger (Sylviidae im damaligen Sinne) eingeordnet waren.[3] Die Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Gruppe allerdings kein monophyletisches Taxon darstellt, sondern nur eine Zusammenstellung äußerlich ähnlicher Arten ist. Die alte Familie wurde daher in zahlreiche neue Familien aufgeteilt, darunter u. a. die Grasmückenartigen (Sylviidae im heutigen Sinne), die Rohrsängerartigen und die Laubsängerartigen. In einen größeren Zusammenhang gestellt finden sich die meisten Arten der alten Familie der Zweigsänger nun in der Überfamilie der Sylvioidea, die aber noch weitere Familien beinhaltet, die nicht in der alten Familie der Zweigsänger enthalten waren (u. a. Lerchen, Schwalben und Bülbüls).[4] Ziel der Neuordnung war es, dass sowohl die Überfamilie, als auch die darin enthaltenen Familien monophyletische Taxa bilden. Die innere Systematik der Überfamilie kann dabei als noch nicht abschließend erforscht angesehen werden; Änderungen vor allem innerhalb der einzelnen Familien sind zu erwarten.[3][5]

Folgendes Kladogramm stellt die Systematik gemäß den angegebenen Quellen dar:[3][4][6]

 'Sylvioidea'   


 Lerchen (Alaudidae)


   

 Bartmeisen (Panuridae)[6]



   

 Schwalben (Hirundinidae)


   

 Schwanzmeisen (Aegithalidae)


   

 Cettiidae[4]


   

 Wüstenprinie (Scotocercidae)[4]




   

 Laubsängerartige (Phylloscopidae)


   

 Rohrsängerartige (Acrocephalidae)


   


Madagaskarsänger[4]


   

Rohrspotter (Donacobiidae)[4]



   

Grassänger (Locustellidae)




   

 Bülbüls (Pycnonotidae)


   

 Grasmückenartige (Sylviidae)


   

 Brillenvögel (Zosteropidae)


   

 Timalien (Timaliidae)[3]



   

 Halmsängerartige (Cisticolidae)





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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Boyd: SYLVIOIDEA III. Sylviidae through Leiothrichidae. In: jboyd.net. John H. Boyd III., 24. Oktober 2018, S. 64, abgerufen am 14. April 2019.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Our Taxonomy. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie & E. de Juana, E. (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona (hbw.com [abgerufen am 13. Juni 2019]).
  2. S. Fregin: Molecular systematics of the avian superfamily Sylvioidea with special regard to the families Acrocephalidae and Locustellidae (Aves: Passeriformes), Dissertation. Greifswald 2013 (uni-greifswald.de [PDF]).
  3. a b c d Per Alström, Per G. P. Ericson, Urban Olsson, Per G. P. Sundberg: Phylogeny and classification of the avian superfamily Sylvioidea. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 38, Nr. 2. CSIRO Publishing, 2006, S. 381–397, doi:10.1016/j.ympev.2005.05.015 (sciencedirect.com).
  4. a b c d e f Silke Fregin, Martin Haase, Urban Olsson, Per Alström: New insights into family relationships within the avian superfamily Sylvioidea (Passeriformes) based on seven molecular markers. In: BMC Evolutionary Biology. Band 12, Nr. 157, 2012, S. 1–12 (biomedcentral.com).
  5. B. M. Beehler, T. K. Pratt: Birds of New Guinea. 2016, S. 479.
  6. a b Bearded Reedling (Panuridae). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (abgerufen von https://www.hbw.com/node/1343534 am 27. Dezember 2017).