Tânia Puschnerat

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Tânia Puschnerat-Ünlüdağ (* 30. März 1957 in Rio de Janeiro) ist Referatsleiterin in der Abteilung Islamismus/Islamistischer Terrorismus des Bundesamtes für Verfassungsschutz.[1][2] Sie schreibt als Autorin für das Jahrbuch Extremismus & Demokratie und ist Privatdozentin an der Ruhr-Universität Bochum.

Ihre 1999 verfasste Habilitationsschrift über Clara Zetkin, die 2003 auch als Buch veröffentlicht wurde, bezeichnete der Historiker Christian von Ditfurth in seiner Buchbesprechung in "Die Welt"[3] als Schlüsselbuch. Sie habe lange verschlossene Akten und Briefwechsel sowie Tagebucheinträge ausgewertet und gehöre zu jenen Historikern, die Erkenntnisse jenseits der ausgetretenen Pfade suchen und finden. [4] Jochen Staadt rezensierte 2004 das Buch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung überzeugt als „mentalitätsgeschichtliche Fallstudie“, die mit breitem Quellenmaterial arbeite.[5]

Nach Angaben von Jochen Bülow im Neuen Deutschland vom 22. November 2002 war T. Puschnerat Mitglied der SPD, aber zum Zeitpunkt des Artikels bereits wieder ausgetreten.[6]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tânia Ünlüdağ unter Mitarbeit von Marcus Puschnerat. Hrsg. von Karl-Hermann Beeck: Historische Texte aus dem Wupperthale : Quellen zur Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts, Born-Verlag 1989, ISBN 3-87093-021-7
  • Tânia Ünlüdağ (Dissertation 1991): Mentalität und Literatur : zum Zusammenhang von bürgerlichen Weltbildern und christlicher Erziehungsliteratur im 19. Jahrhundert am Beispiel der Wuppertaler Traktate, Rheinland-Verlag 1993, ISBN 3-7927-1379-9
  • Sylvia Eichelkraut-Naumann und Tânia Ünlüdag: Peter Hasenclever. Kaufmann und Unternehmer der Aufklärung In: Bergische Unternehmergestalten im Umbruch zur Moderne, Schmidt-Verlag 1996, ISBN 3-87707-498-7
  • Tânia Ünlüdağ: Anarcho-Syndikalisten, Widerstandskämpfer, Rebellen. drei Zugriffe auf die Geschichte der Brüder Benner In: Anarchisten gegen Hitler / Andreas G. Graf (Hg.), Lukas-Verlag 2001, ISBN 3-931836-23-1
  • Tânia Puschnerat (Habilitationsschrift 1999): Clara Zetkin : Bürgerlichkeit und Marxismus, Klartext-Verlag 2003, ISBN 3-89861-200-7
  • Tânia Puschnerat: Vom "Tumult" zum Streik. Lernprozesse der Arbeiterschaft im Wuppertal der Frühindustrialisierung In: Gesellschaft - Region - Politik / Jörg Hentzschel-Fröhlings (Hg.), Book on Demand 2006, ISBN 3-8334-4138-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Georg Maaßen: Bundesamt für Verfassungsschutz - Symposium am 29. Januar 2015 im Deutschen Historischen Museum in Berlin - Rede von BfV-Präsident Dr. Hans-Georg Maaßen zum Geschichtsprojekt des Bundesamtes für Verfassungsschutz. In: verfassungsschutz.de. 29. Januar 2015. Abgerufen im 28 February 2018: „Dankbar bin ich auch Herrn Präsident a. D. Heinz Fromm und Frau Dr. Tânia Puschnerat, die das Projekt von Seiten des BfV mit hohem Engagement begleitet haben.“
  2. Hendrik Klein: Extremismus: Wie junge Muslime zu Terroristen werden. In: welt.de. 3. Oktober 2015. Abgerufen im 28 February 2018: „Für Tania Puschnerat, Referatsleiterin im Bundesamt für Verfassungsschutz, machen die Anschläge in Europa eines deutlich“
  3. Christian von Ditfurth: Die Masse irrt, wir irren nie. In: welt.de. 28. Februar 2004. Abgerufen im 28 February 2018: „Keine Biografie eignet sich besser, die Geschichte von Sozialdemokratie und Kommunismus in Deutschland auszuleuchten als die von Clara Zetkin. Tânia Puschnerat wird dieser Herausforderung gerecht. Ihr Buch ist einer der seltenen großen Würfe, ein Schlüsselbuch.“
  4. Christian von Ditfurth: Die Masse irrt, wir irren nie. In: cditfurth.de. 2011. Abgerufen im 28 February 2018.
  5. Siehe Weblink Perlentaucher
  6. Jochen Bülow: NRW: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen - Erinnerungslücken und Taktik dominieren den Wuppertaler Kremendahl-Prozess. In: neues-deutschland.de. Abgerufen im 28 February 2018: „Aussage des ehemaligen [SPD-Wuppertal-] Vorstandsmitgliedes Tanja Puschnerat, mittlerweile aus der SPD ausgetreten“