Taifun Saomai (2006)

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Taifun Saomai
Taifun (JMA)
Kategorie-5-Taifun (SSHS)
Saomai bei seiner höchsten Intensität vor der chinesischen Küste

Saomai bei seiner höchsten Intensität vor der chinesischen Küste
Entstehen 4. August 2006
Auflösung 11. August 2006
Spitzenwind-
geschwindigkeit
195 km/h (120 mph) (10 Minuten anhaltend)
260 km/h (160 mph) (1 Minute anhaltend)
Niedrigster Luftdruck 925 hPa (mbar)
Opfer insgesamt 458[1]
Schäden 2,5 Milliarden US-$ (2006)
Betroffene
Gebiete
Marianen, Philippinen, Taiwan, Südosten Chinas
Saisonübersicht:
Pazifische Taifunsaison 2006

Der Taifun Saomai (Saomai ist vietnamesisch für den Planet Venus) war der achte Taifun des Jahres 2006 und folgte kurz nach dem Taifun Prapiroon.[2] Auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala wurde er als Kategorie-5-Taifun (Supertaifun) klassifiziert.[3] Er war der schwerste Taifun in China seit 50 Jahren[4]

Am 10. August 2006 erreichte der Taifun das chinesische Festland südlich von Shanghai in der Provinz Zhejiang. Bei der Landberührung galt er noch als Taifun der Kategorie vier und besaß Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h[3]. Zuvor waren bereits etwa 999.000 Menschen in Zhejiang und 570.000 Menschen in der Provinz Fujian evakuiert worden. Außerdem wurden 44.000 Schiffe in die Häfen beordert.[2] Am Sonntag dem 13. August klang der Sturm ab und wurde zu einem Tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft. Durch den Sturm starben mindestens 295 Menschen, wobei 94 weitere am 15. August noch vermisst wurden. Der Sturm zerstörte etwa 50.000 Häuser und richtete nach Schätzungen einen Schaden von 1,1 Milliarden US-Dollar an.[5]

Verlauf[Bearbeiten]

Zugbahn von Saomai

Folgen[Bearbeiten]

Die International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies stellte bis zum 11. August 2006 rund 1,8 Million Chinesische Yuan an Hilfsgütern und Finanzhilfen für die Opfer in der Volksrepublik China zur Verfügung.[6] Die Regierung Chinas teilte den von Saomai und früheren Stürmen der Saison betroffenen Regionen 120 Million Yuan an Katastrophenhilfe zu. Diese Gelder wurden vor allem für die Versorgung der obdachlos gewordenen Bewohner mit Lebensmitteln und Trinkwasser sowie für den Wiederaufbau in Zhejiang und Fujian verwendet.[7]

Der Name Saomai wurde bei 39. jährlichen Treffen des ESCAP/WMO Typhoon Committees in Manila im Dezember 2006 von der Liste der Namen tropischer Wirbelstürme gestrichen.

Im Dezember 2007 entschied sich das Komitee für den Namen Son Tinh, um Saomai zu ersetzen.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taifun Saomai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Typhoon Committee: Review of the 2006 Typhoon Season. World Meteorological Organization, 4. Dezember 2006, archiviert vom Original am 20. Juni 2007, abgerufen am 5. Mai 2014 (englisch).
  2. a b Hunderttausende fliehen vor „Saomi“. Der Tagesspiegel, 10. August 2006, archiviert vom Original am 11. August 2006, abgerufen am 5. Mai 2014.
  3. a b Typhoon death toll rises in China (Englisch), BBC. 13. August 2006. Abgerufen am 21. Januar 2010. 
  4. Reuters: Mehr als 100 Tote in China durch Taifun „Saomai“, 11. August 2006
  5. „Saomai“ tötet fast 300 Menschen. Der Spiegel, 15. August 2006, archiviert vom Original am 18. Juli 2007, abgerufen am 5. Mai 2014.
  6. China: Red Cross responds to worst typhoon in half a century (Englisch) International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies. 11. August 2006. Abgerufen am 21. Januar 2010.
  7. Govt allocates $15.2 mln for natural disaster relief (Englisch) Regierung der Volksrepublik China. 18. August 2006. Abgerufen am 21. Januar 2010.
  8. Typhoon Committee adopt new typhoon name (Englisch) China Meteorological Agency. 2007. Archiviert vom Original am 8. Dezember 2007. Abgerufen am 11. Dezember 2007.