Talsperre Werda

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Talsperre Werda
Staumauer, Fernsicht
Staumauer, Fernsicht
Lage: Vogtlandkreis
Zuflüsse: Geigenbach (Trieb)
Abflüsse: Geigenbach (Trieb) → Weiße Elster
Größere Orte in der Nähe: Werda
Talsperre Werda (Sachsen)
Talsperre Werda
Koordinaten 50° 26′ 56″ N, 12° 18′ 23″ OKoordinaten: 50° 26′ 56″ N, 12° 18′ 23″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1904–1909
Höhe über Talsohle: 36,6 m
Höhe über Gründungssohle: 44,7 m
Höhe der Bauwerkskrone: 595,5 m
Bauwerksvolumen: 140.000 m³
Kronenlänge: 311 m
Kronenbreite: 8,1 m
Krümmungsradius: 300 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 594,25 m
Wasseroberfläche 43 ha
Speicherraum 4,845 Mio. m³
Gesamtstauraum: 4,985 Mio. m³
Einzugsgebiet 14,3 km²
Bemessungshochwasser: 26 m³/s
Staumauer

Die Talsperre Werda (auch: Geigenbachtalsperre) ist eine Talsperre im Freistaat Sachsen. Sie befindet sich bei Werda im Vogtland. Die nächstgelegene Stadt ist Falkenstein. Die Talsperre wurde von 1904 bis 1909 von der Stadt Plauen erbaut und 1910 in Betrieb genommen. Auf Ansichtskarten aus der Zeit der Inbetriebnahme wird berichtet, dass durchschnittlich 450 Arbeiter beteiligt gewesen seinen und die Baukosten „ca.7 Millionen Mark“ betragen hätten. Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung der Stadt Plauen und Umgebung[1] und dem Hochwasserschutz. Als erste Talsperre in Deutschland hatte sie ein direkt angeschlossenes Wasserwerk mit einer Filteranlage.[1] Das gestaute Gewässer ist der Geigenbach, welcher im weiteren Verlauf unter dem Namen Trieb die wesentlich größere Talsperre Pöhl speist.

Das Absperrbauwerk der TS Werda ist eine gekrümmte fugenlose Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk, die nach dem Intze-Prinzip gebaut wurde. Die Staumauer wurde von 1986 bis 1991 rekonstruiert, um 3 m erhöht und bekam einen wasserseitigen Vorsatzbeton. Dabei wurde der Intzekeil entfernt. Das Stauvolumen erhöhte sich auf etwa 5 Mio. m³[1] Vor der Mauererhöhung betrug der Stauraum bei Vollstau 3,6 Mio. m³ und der Gesamtstauraum bei Hochwasser 3,7 Mio. m³. Die Talsperre ist eine „große Talsperre“ nach ICOLD-Kriterien.

Die Talsperre hat eine Vorsperre und ein Vorbecken, den Stauweiher Siehdichfür. Sie dienen der Sicherung der Wassergüte.[1]

Baden, Angeln, Freizeitsport etc. im Stausee sind nicht möglich, da es eine Trinkwassertalsperre ist. Besucher können aber den „Exkursions- und Wanderpfad Geigenbachtalsperre“ erwandern.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Information der sächsischen Talsperrenverwaltung