Grünbach (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grünbach
Grünbach (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grünbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 27′ N, 12° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Falkenstein (Vogtland)
Höhe: 697 m ü. NHN
Fläche: 27,54 km2
Einwohner: 1735 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08223
Vorwahlen: 03745, 037465 (Muldenberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 4
08223 Grünbach
Webpräsenz: www.gruenbach.de
Bürgermeister: Ralf Kretzschmann (Initiative)
Lage der Gemeinde Grünbach im Vogtlandkreis
TschechienBayernThüringenErzgebirgskreisLandkreis ZwickauAdorf/Vogtl.Auerbach/Vogtl.Bad BrambachBad ElsterBergen (Vogtland)BösenbrunnEichigtEllefeldElsterbergFalkenstein/Vogtl.Grünbach (Sachsen)HeinsdorfergrundKlingenthalLengenfeld (Vogtland)Limbach (Vogtland)MarkneukirchenMühlentalMuldenhammerNetzschkauNeuensalzNeumark (Vogtland)Neustadt/Vogtl.Oelsnitz/Vogtl.Pausa-MühltroffPlauenPöhlReichenbach im VogtlandWeischlitzRodewischRosenbach/Vogtl.Schöneck/Vogtl.Steinberg (Vogtland)Triebel/Vogtl.TheumaTirpersdorfTreuenWerdaKarte
Über dieses Bild
Loipe zwischen Grünbach und Muldenberg, beleuchtet, im Hintergrund die Skibrücke
Felsen des Wendelsteins

Grünbach ist eine Gemeinde im Vogtlandkreis/Sachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt in rund 700 m ü.d.M in einem Waldgebiet. Direkt bei Grünbach erhebt sich der Wendelstein (732 m), eine Quarzitklippe. Im Ortsteil Muldenberg ist die Zwickauer Mulde zur Trinkwassertalsperre Muldenberg gestaut. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich ca. 842 m über dem Meeresspiegel am Westhang des Kiels.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Muldenhammer, Neustadt, Falkenstein/Vogtl., Klingenthal, Schöneck/Vogtl. sowie Zwota.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünbach wurde erstmals 1524 als „newes dörfflein“ vor dem „grünen bächel“ erwähnt. Der Ort gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Plauen.[3] Nach 1856 gehörte Grünbach zum Gerichtsamt Falkenstein und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Auerbach. [4]

Zur DDR-Zeit bestand in Grünbach das FDGB-Erholungsheim „Druckersmühle“.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Grünbach im Jahr 1952 zum Kreis Auerbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Auerbach fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging.[5]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1971: 2374
  • 1998: 2085
  • 1999: 2054
  • 2000: 2098
  • 2001: 2097
  • 2002: 2069
  • 2003: 1997
  • 2004: 1975
  • 2007: 1894
  • 2008: 1881
  • 2012: 1810
  • 2013: 1787

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 54,3 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,3 %
38,7 %
IGM
  
Insgesamt 10 Sitze
  • IGM: 6
  • CDU: 4

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 mit einer Wahlbeteiligung von 58,1 % verteilen sich die 10 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Initiative Grünbach/Muldenberg (IGM): 6 Sitze, Stimmenanteil 61,3 %
  • CDU: 4 Sitze, Stimmenanteil 38,7 %

Bürgermeister ist Ralf Kretzschmann.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt von Grünbach ist Goldkronach in Bayern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mittelpunkt des Ortes ist das Hotel Bayrischer Hof mit kleiner Brauerei.[7]
Ein Ehrenmal genanntes Denkmal mit einem von einem Bildhauer gestalteten nach links gewendeten Adlerkopf und mehreren großen Gedenksteinen, in die Namenslisten eingemeißelt sind, erinnert an die Toten des Ersten Weltkrieges aus Grünbach.
Die Felsenformation des Wendelsteins setzt sich aus mehreren Gruppen zusammen, ein Abschnitt im Riffzug des im Oberen Vogtland verbreiteten Grauwackenquarzits der kambro-ordovizischen Schöneck-Formation.[8][9] Die Felsen befinden sich im Wald westlich des Ortes und tragen auf ihrem höchsten Punkt im südlichen Abschnitt ein Gipfelkreuz. Hier steht auch eine Granitsäule des historischen Meßpunktes Nr. 142 der Königlich-Sächsischen Triangulirung.[10] Der Wendelstein ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Oberes Göltzschtal.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hp Grünbach (Vogtl)

Der Haltepunkt Grünbach (Vogtl) liegt an der Bahnstrecke Falkenstein–Muldenberg. Der Bahnhof Muldenberg liegt zudem an der Bahnstrecke Chemnitz–Adorf. Er ist seit der Eröffnung des Haltepunkts Muldenberg Floßplatz an der Bahnstrecke Chemnitz–Adorf ohne Personenhalt. Beide Haltepunkte werden von der Vogtlandbahn bedient.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grünbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Grünbach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden, 1952, Herausgeber Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 76 f.
  4. Die Amtshauptmannschaft Auerbach im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  7. Webseite des Hotels, abgerufen am 18. Oktober 2017
  8. Max Schröder: Erläuterungen zur geologischen Spezialkarte des Königreichs Sachsen. Nr. 144 Blatt Falkenstein. 2. Aufl., Leipzig 1915, S. 6
  9. Werner Paelchen, Harald Walter (Hrsg.): Geologie von Sachsen. Stuttgart (Schweizerbart) 2008, ISBN 978-3-510-65239-6, S. 84.
  10. Gemeinde Grünbach: Wendelstein. auf www.gruenbach.de