Teli

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Teli (Begriffsklärung) aufgeführt.
Teli
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Visp
Politische Gemeinde: St. Niklaus VSi2w1
Postleitzahl: 3924
Koordinaten: 627824 / 114969Koordinaten: 46° 11′ 8″ N, 7° 47′ 56″ O; CH1903: 627824 / 114969
Höhe: 1611 m ü. M.
Website: www.st-niklaus.ch
Blick von Wintergadmen in 1809 m ü. M. auf das Maiensäss Teli in 1611 m ü. M. Sichtbar sind das Teli-Kreuz, das Wohnhaus und die Stallung direkt oberhalb.

Blick von Wintergadmen in 1809 m ü. M. auf das Maiensäss Teli in 1611 m ü. M. Sichtbar sind das Teli-Kreuz, das Wohnhaus und die Stallung direkt oberhalb.

Karte
Teli (Schweiz)
Teli
www

Teli ist ein Maiensäss der Gemeinde St. Niklaus (walliserdeutsch Zaniglas) im Walliser Bezirk Visp.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teli liegt auf 1611 m an der linken Talflanke oberhalb von St. Niklaus Dorf (1120 m ü. M., walliserdeutsch Zaniglas) und ist auf dem Landweg über einen schmalen Pfad zu Fuss zu erreichen, der vor dem Überqueren des Jungbaches auf einer Höhe von 1390 m ü. M. vom Jungerweg abzweigt.

Die Siedlung umfasst drei historische Gebäude, das Wohnhaus steht auf 1605 m ü. M., eine Stallung (walliserdeutsch Gädi) liegt direkt oberhalb und die zweite Stallung auf 1657 m ü. M. Die Gebäude sind Blockhäuser aus Lärchenholz mit Dächern aus massiven Steinplatten.

Teli-Kreuz und Jungmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeweils übers Wochenende erstrahlt das hölzerne Teli-Kreuz in blauem Licht hoch über St. Niklaus Dorf. Bei einem Todesfall leuchtet das Kreuz jeweils zur Andacht an die verstorbene Person, bis diese zu Grabe getragen wird.

Das mächtige Kreuz wurde im Jahre 1950 von der Jungmannschaft in freiwilliger Arbeit auf dem Teli-Tschuggu aufgestellt (Tschuggu walliserdeutsch für Felsen). Seither findet auf dem Maiensäss alle fünf Jahre eine Gedenkfeier statt. 1964 wurde das Kreuz mit einer elektrischen Beleuchtung versehen.

Die Jungmannschaft wurde 1937 gegründet und ist die nachfolgende Standesorganisation des ehemaligen Jünglingsvereins. Dessen Gründungsurkunde ist datiert vom 1. April 1900 und vom Bergführer Alois Pollinger junior als Präsident unterzeichnet.

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Imboden: Tourismus in der Gemeinde St. Niklaus. Rückblick, Gegenwartsanalyse und Grundlagen für ein zukunftsgerichtetes Tourismuskonzept. Universität Bern, 1992.