Terex Fuchs

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TEREX Fuchs, ursprünglich Johannes Fuchs KG, ist ein Unternehmensbereich der Terex Deutschland GmbH zur Produktion von Umschlagmaschinen.

Terex Fuchs Werksgelände in Bad Schönborn/Bad Mingolsheim
Ehemaliges Verwaltungsgebäude der Johannes Fuchs KG in Ditzingen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heute in Bad Schönborn ansässige Unternehmen wurde 1888 durch den Schmiedemeister Johannes Fuchs in Hemmingen gegründet. Seit 1904 ließ Fuchs in einem neuen Werk im 9 km entfernten Ditzingen Landmaschinen und Stalleinrichtungen produzieren. Ditzingen wurde zum Sitz des Unternehmens, das 1920 von den Söhnen Otto und Karl Fuchs übernommen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte man sich auf die Produktion von Baggern, Lademaschinen (Dungladern, „D1“ und „D2“) sowie Kranen. Der „D3“ war der erste selbstfahrende und luftbereifte Bagger, der neben einem Greifer auch mit Tief- und Hochlöffel ausgerüstet werden konnte. Von 1952 bis 1955 wurden 701 Stück dieser Geräte hergestellt.

Terex-Fuchs MHL 360 Lademaschine (2007)

1957 wurde das Werk II in Bad Schönborn (damals noch Mingolsheim/Baden) eröffnet. Am 1. Januar 1966 trat mit Gerhard Fuchs die dritte Familiengeneration in die Geschäftsleitung ein. Unter seiner Ägide wurden 1967 neben den bisherigen Seilbaggern erste Hydraulikbagger ins Programm aufgenommen. Der 20.000ste Fuchs-Bagger, ein Hydraulikbagger der Type Fuchs 703 R, lief 1972 vom Band. 1980 setzte das Unternehmen noch 94,1 Millionen DM mit 660 Mitarbeitern um. Produktion und Vertrieb von Geräten für die Landwirtschaft wurden 1983 eingestellt. Am 1. Januar 1984 endete die Produktion im Werk Ditzingen (Werk I). Lediglich die Hauptverwaltung blieb vorläufig am dortigen Standort erhalten. Ein finanzieller Engpass führte im November 1984 zur Eröffnung des Vergleichsverfahrens beim Amtsgericht Ludwigsburg.[1] 1985 wurde die Johannes Fuchs KG von der Karl Schaeff GmbH & Co übernommen. Das Verwaltungsgebäude an der Leonberger Straße in Ditzingen (der sogenannte Fuchsbau) ging in das Eigentum der Stadt Ditzingen über und wird heute von Vereinen genutzt.

Am Standort Bad Schönborn wurde 1998 die Bagger-Produktion auf Lademaschinen umgestellt. 2002 erfolgte die Übernahme der Schaeff GmbH durch die Terex Deutschland GmbH, die damit den Unternehmensbereich Terex-Fuchs bildete. 2003 wurden 350 Maschinen pro Jahr gefertigt. 2007, im fünfzigsten Jahr seit Bau des Werks in Bad Schönborn, wurden 1000 Maschinen pro Jahr hergestellt.

2016 wechselte der Markenname von der Doppelmarke Terex-Fuchs zurück zu Fuchs, mit dem Zusatz a Terex Brand.[2]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 90 Jahre Fuchs. In: Ditzinger Anzeiger, 8. Dezember 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fuchs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fuchs sucht einen Ausweg aus der Finanzklemme. In: Leonberger Kreiszeitung, 30. November 1984
  2. Terex implements Fuchs expansion plan, auf www.recyclingtoday.com, abgerufen am 15. April 2017