The Chieftains

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The Chieftains (2008)

The Chieftains sind eine 1962 gegründete irische Musikgruppe, die vor allem für traditionelle irische Musik bekannt ist. Die Band nahm viele Instrumentalalben mit Irish Folk auf; dazu kamen zahlreiche Kooperationen mit Musikern unterschiedlichster Stile wie Country, Rock ’n’ Roll oder auch traditionelle galicische Musik, von der Kap-Breton-Insel oder aus Neufundland. Sie spielten mit Van Morrison, Eros Ramazzotti, Elvis Costello, Tom Jones, Sinéad O’Connor, James Galway und verschiedenen Country-&-Western-Künstlern.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band hatte ihren Ursprung in Seán Ó Riadas Folklore-Formation Ceoltóirí Cualann in den späten 1950er Jahren. Deren Mitglieder waren Seán Ó Riada (Cembalo), Paddy Moloney (Uilleann Pipes, Tin Whistle), Martin Fay (Geige), Michael Tubridy (Flöte), Seán Keane (Geige), John Kelley (Geige), Eammon Butler (Button Accordion), Ronnie McShane (Bones) und Derek Keane (Gesang), später noch Sean O’Se (Gesang). Die Band bestand in der Anfangsphase der Chieftains weiter und veröffentlichte auch unter diesem Namen noch Schallplatten. Um seine eigenen Ideen zu verwirklichen, gründete Moloney die Chieftains für ein Album 1962 in folgender Besetzung:

Nach dem Ende von Ceoltóirí Cualann formte Moloney die Chieftains für das zweite Album um. Peadar Mercier (Bodhrán) ersetzte aus Altersgründen den Bodhránspieler Fallon und als zweiten Geiger holte Moloney Seán Keane aus O’Riadas Band. Diese Besetzung hielt von 1969 bis 1973.

1973 stieg der klassische Harfenspieler Derek Bell (Irische Harfe, Keyboard, Oboe) zunächst als Gastmusiker, später dann als vollwertiges Mitglied ein und machte die Gruppe zum Septett. 1976 ersetzte Kevin Conneff (Bodhrán, Gesang) den ebenfalls aus Altersgründen ausgestiegenen Peadar Mercier. Erneut hatte die Band nun die Möglichkeit, auch Gesangsstücke in ihr Repertoire aufzunehmen.

Die nächste Personalveränderung gab es 1980, als Seán Potts und Michael Tubridy die professionelle Musik aufgaben. Man holte Matt Molloy (Flöte, Tin Whistle), der zuvor bei der Bothy Band und bei Planxty gespielt hatte, und wurde so wieder zum Sextett. Diese Besetzung bestand bis 2002, als Martin Fay seine Mitgliedschaft in der Band auf Irland beschränkte; die Band ging als Quintett auf Tournee. Am 7. Oktober 2002 verstarb unerwartet Derek Bell. Im November 2012 verstarb auch Martin Fay. 2013 zog sich auch Seán Keáne als aktiver Musiker zurück. Die Chieftains bestehen seitdem nur noch aus den drei festen Mitgliedern Moloney, Molloy und Conneff. Auf Tourneen werden sie begleitet von Triona Marshall (Harfe), John Pilatzke (Geige), Jeff White (Gitarre) und der schottischen Sängerin Alyth McCormack.

Auf dem 1995 erschienenen Album The Long Black Veil begleiteten die Chieftains unter anderem Sting, Mick Jagger & Darryl Jones, Sinéad O’Connor, Mark Knopfler, Van Morrison, Ry Cooder, Marianne Faithfull, Tom Jones sowie die Rolling Stones.

Zur Feier der Gründung vor 50 Jahren veröffentlichte die Band 2012 das Album Voice of Ages, auf dem sie mit Gastmusikern verschiedener Stilrichtungen zusammenspielen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975 gewannen die Chieftains einen Oscar für Women Of Ireland in Stanley Kubricks Film Barry Lyndon. Sie gewannen bei 18 Nominierungen zudem sechs Grammys. 2002 wurden sie von BBC Radio mit dem Lifetime Achievement Award geehrt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1987 In Ireland 32
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1987
(mit James Galway)
1988 Irish Heartbeat 62
(1 Wo.)
27
(1 Wo.)
18
(7 Wo.)
102
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1988
(mit Van Morrison)
1991 The Bells of Dublin 107 Gold
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1991
1992 An Irish Evening 120
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1992
(mit Roger Daltrey & Nanci Griffith)
1995 The Long Black Veil 28
(12 Wo.)
12
(10 Wo.)
18
(11 Wo.)
17 Silber
(13 Wo.)
22 Gold
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1995
1996 Film Cuts 193
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1996
1999 Tears of Stone 34
(8 Wo.)
39
(3 Wo.)
36 Silber
(5 Wo.)
56
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1999
2000 Water From the Well 96
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2000
2002 The Wide World Over 56
(3 Wo.)
29
(6 Wo.)
37
(3 Wo.)
77
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2002
Down the Old Plank Road 91
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2002
2003 Further Down the Old Plank Road 180
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2003
2010 San Patricio 93
(2 Wo.)
37
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2010
(mit Ry Cooder)
2012 Voice of Ages 25
(3 Wo.)
17
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2012

weitere Veröffentlichungen

  • 1962: The Chieftains
  • 1969: The Chieftains 2
  • 1971: The Chieftains 3
  • 1973: The Chieftains 4
  • 1975: The Chieftains 5
  • 1976: The Chieftains 6: Bonaparte’s Retreat
  • 1977: The Chieftains live
  • 1978: The Chieftains 7
  • 1978: The Chieftains 8
  • 1979: The Chieftains 9: Boil the Breakfast Early
  • 1981: The Chieftains 10
  • 1982: The Year of the French (Soundtrack)
  • 1984: The Grey Fox (Soundtrack)
  • 1984: Concert Orchestra
  • 1984: The Chieftains in China
  • 1986: The Ballad of the Irish Horse
  • 1987: Celtic Wedding
  • 1988: The Tailor of Gloucester (Erzählerin: Meryl Streep)
  • 1989: The Chieftains Celebration
  • 1990: James Galway & The Chieftains: Over the Sea to Skye
  • 1991: Reel Music
  • 1992: Another Country
  • 1992: The Best Of (UK: Silber)
  • 1992: Music at Matt Molloy’s
  • 1993: The Celtic Harp
  • 1996: Santiago
  • 1998: Long Journey Home (mit anderen)
  • 1998: Fire in the Kitchen (mit anderen)
  • 1998: Silent Night: A Christmas in Rome
  • 2005: Live from Dublin (live)
  • 2006: The Essential

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1989 Have I Told You Lately
Avalon Sunset
71
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1989
(mit Van Morrison)
1999 I Know My Love
Tears of Stone
37
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1999
(mit The Corrs)

Beteiligungen der Chieftains an Soundtracks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Chieftains als Begleitmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: John Montague auf dessen Werk The Rough Field

Ceoltóirí Cualann[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962: The Playboy of the Western World
  • 1963: Racaireacht an Riadaigh
  • 1967: Ding Dong
  • 1970: Ceol na nUasal Music of the Nobles
  • 1971: Ó Riada sa Gaiety (live)
  • 1971: Ó Riada (live)
  • 2011: Seoda an Riadaigh – The Essential Collection (3 CDs mit Playboy of the Western World, Mise Eire und einer Best-of-Zusammenstellung sowie 40-seitigem Heft)

zudem spielten sie 1968 die Musik zu The Battle of Aughrim, erzählt von Richard Murphy

Weitere Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus sind alle Mitglieder auch solo oder mit weiteren Musikern zu hören (siehe Artikel zu den Musikern)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Chieftains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK US
  3. Diskografie (englisch), abgerufen am 31. Mai 2011