The Emotions

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
The Emotions
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rhythm and Blues, Soul, Disco, Gospel, Pop
Gründung 1968
Website http://www.theemotionsweb.com/
Aktuelle Besetzung
Sheila Hutchinson
Gesang
Pamela Hutchinson
Gesang
Wanda Hutchinson
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Theresa Davis
Gesang
Jeannette Hutchinson

The Emotions ist ein amerikanisches Gesangstrio, das zwischen 1969 und 1985 mit insgesamt 29 Singles sowie neun Alben in den Billboard R&B-Charts platziert war und zu den führenden weiblichen R&B-Acts der 1970er Jahre gehört. Am erfolgreichsten waren das Album Rejoice und die zugehörige Auskopplung Best of My Love, die 1977 jeweils Platz 1 der R&B-Charts erreichten und mit Platin ausgezeichnet wurden. Ein weltweiter Erfolg war Boogie Wonderland, ein Feature mit Earth, Wind and Fire, das 1979 im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten Goldstatus erlangte.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe bestand ursprünglich aus den drei Schwestern Jeanette, Sheila und Wanda Hutchinson, die bereits als Kinder Gospel sangen und durch regionale Auftritte ersten weltlichen Ruhm erlangten, bevor sie 1967 die Single I Can’t Stand No More Heart Aches beim Chicagoer Soullabel Brainstorm Records veröffentlichten. Daraufhin wechselte das Trio zu dem in Memphis ansässigen Label Volt, einer Tochtergesellschaft von Stax Records, und arbeitete mit den Produzenten Isaac Hayes und David Porter zusammen. Als der Titel So I Can Love You 1969 auf Platz drei der R&B-Charts stieg, waren die Sängerinnen noch Teenager. Das Album Untouched blieb zwar 1972 weitgehend unbeachtet, jedoch erreichten die Auskopplung Show Me How und das nicht auf dem Album befindliche My Honey and Me, eine Coverversion des Liedes von Luther Ingram, Top-20-Platzierungen in den R&B-Charts.

Nach einem Labelwechsel zu Columbia Records und der Verpflichtung des Produzenten Maurice White von Earth, Wind and Fire erschien 1976 das Album Flowers, das Platz fünf der R&B- sowie Platz 45 der Popcharts erreichte und eine Goldene Schallplatte erhielt. Der Titeltrack und die zweite Auskopplung I Don’t Wanna Lose Your Love stiegen in die R&B-Top-20, letzteres Lied außerdem auf Platz vier der Billboard Dance-Charts. 1977 folgte das Album Rejoice, das den endgültigen Durchbruch brachte. Die Platte kam auf Platz eins der R&B- sowie Platz sieben der Popcharts und wurde mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Die Auskopplung Best of My Love, ein Nummer-eins-Hit in den R&B- und Popcharts, erhielt Platin und einen Grammy als beste R&B-Gesaangsgruppe. Don’t Ask My Neighborsschaffte es wenig später in die R&B-Top-10. Im selben Jahr veröffentlichte Stax Records das zwischen 1972 und 1974 aufgenommene Album Sunshine, das ein kleinerer Erfolg wurde.

Mit Sunbeam stieg 1978 ein weiteres goldprämiertes Album in die Charts, die erfolgreichste Auskopplung Smile kletterte auf Platz sechs der R&B-Charts. 1979 kam es zur Zusammenarbeit mit Earth, Wind and Fire, der Band des Emotions-Produzenten White. Das gemeinsame Lied Boogie Wonderland wurde zum internationalen Hit und platzierte sich unter anderem in den Top 10 der UK-Charts sowie der US-R&B- und Popcharts, aber auch in den Top 30 in Deutschland. Die Emotions-Alben Come into Our World (1979) und New Affair (1981) konnten nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen und erreichte lediglich mittlere Chartränge. Daraufhin trennte sich die Gruppe von Maurice White. Mit den Alben Sincerely (1984) und dem bei Motown erschienenen If I Only Knew (1985) ließ der Erfolg weiter nach.

Sheila Hutchinson sang 1987 Feels Good to Feel Good, ein Feature mit dem Chicagoer Soulsänger Garry Glenn. Die jüngere Schwester Pam, die sich der Formation in den 1970 Jahren vorübergehend angeschlossen hatte und neben Wanda und Sheila auf dem Album Rejoice zu hören ist, wurde zur Jahrtausendwende festes Mitglied. Gemeinsam mit ihrer Schwester Jeanette sang sie 1990 im Background des Gospelsongs There’s No Greater Love der aus Los Angeles stammenden Sängerin Helen Baylor. Wanda und Jeanette Hutchinson sangen im selben Jahr auf dem Album Heritage von Earth, Wind and Fire.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglieder

  • Jeanette Hutchinson (später Jeanette Hawes; * Februar 1951 in Chicago, Illinois)
  • Wanda Hutchinson (später Hutchinson-Vaughn; * 17. Dezember 1951 in Chicago, Illinois)
  • Sheila Hutchinson (später Hutchinson-Whitt; * 17. Dezember 1953 in Chicago, Illinois)

Spätere Mitglieder

  • Pamela Hutchinson (* in Chicago, Illinois) – 1977 und ab 2000
  • Theresa Davis – 1972 bis 1974
  • Adrianne Harris – nur 1985

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[1][2][3] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1969 So I Can Love You
Volt 6008
300! 43
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1969
Produzenten: David Porter, Isaac Hayes
1976 Flowers
Columbia 34163
45 Gold
(27 Wo.)
5
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Mai 1976
Produzenten: Maurice White, Charles Stepney
1977 Rejoice
Columbia 34762
7 Platin
(33 Wo.)
1
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Januar 1977
Produzenten: Maurice White, Clarence McDonald
1977 Sunshine
Stax 4100
88
(15 Wo.)
39
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1977
zwischen 1972 und 1974 aufgenommen
1978 Sunbeam
Columbia 35385
40 Gold
(12 Wo.)
12
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 1978
Produzent: Maurice White
1979 Come into Our World
ARC / Columbia 36149
96
(10 Wo.)
35
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
Produzent: Maurice White
1981 New Affair
ARC / Columbia 37456
168
(4 Wo.)
46
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1981
Executive Producer: Maurice White
1984 Sincerely
Red Label 001
300! 33
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1984
Executive Producer: Lee Young
1985 If I Only Knew
Motown 6136
300! 54
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1985

weitere Studioalben

  • 1972: Untouched (Volt 6015)

Livealbum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Live in ’96 (Semaphore 50548)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1996 Best of My Love:
The Best of the Emotions
Columbia / Legacy 64823
300! 77
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1996

weitere Kompilationen

  • 1979: The Best Of (Stax 3008)
  • 1979: Chronicle: Greatest Hits (Stax 4121)
  • 1997: The Emotions (Sony Music Special Products 28659)
  • 1999: Love Songs (Columbia /Legacy 64632)
  • 2002: Super Hits (Columbia /Legacy 86341)
  • 2007: Best of the Emotions (2 CDs; Mastercuts Gold 007)
  • 2016: Blessed: The Emotions Anthology 1969–1985 (2 CDs; Big Break 0333; VÖ: 29. April)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2][4][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1969 So I Can Love You
So I Can Love You
300! 300! 39
(10 Wo.)
3
(13 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: März 1969
Autor: Sheila Hutchinson-Whitt
1969 The Best Part of a Love Affair
So I Can Love You
300! 300! 300! 27
(9 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juli 1969
Autoren: David Porter, Isaac Hayes
1970 Stealing Love / When Tomorrow Comes
300! 300! 300! 40
(14 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: November 1969
Autoren: David Porter, Isaac Hayes
1970 Heart Association
300! 300! 300! 29
(7 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juli 1970
Autor: Vince Willis
1971 You Make Me Want to Love You
300! 300! 300! 47
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: März 1971
Autoren: Bettye Crutcher, Bobby Manuel
1971 Show Me How
Untouched
300! 300! 52
(14 Wo.)
13
(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: August 1971
Autoren: David Porter, Isaac Hayes
1972 My Honey and Me
300! 300! 300! 18
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: März 1972
Autoren: Luther Ingram, John McFarland
Original: Luther Ingram, 1969
1972 I Could Never Be Happy
300! 300! 300! 23
(10 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juni 1972
Autoren: Carl Hampton, Homer Banks, Raymond Jackson
1973 From Toys to Boys
300! 300! 300! 37
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: November 1972
Autoren: Carl Hampton, Homer Banks, Raymond Jackson
1973 Runnin’ Back (And Forth)
Sunshine
300! 300! 300! 91
(2 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juli 1973
Autoren: Eddie Floyd, Mack Rice
1974 Put a Little Love Away
Sunshine
300! 300! 73
(6 Wo.)
53
(7 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Februar 1974
Autoren: Brian Potter, Dennis Lambert
Original: The Four Tops, 1972
1974 Baby, I’m Through
Sunshine
300! 300! 300! 59
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: August 1974
Autor: Jo Hutchinson
1976 Flowers
Flowers
300! 300! 74
(10 Wo.)
16
(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Mai 1976
Autoren: Al McKay, Maurice White
1976 I Don’t Wanna Lose Your Love
Flowers
300! 40
(5 Wo.)
51
(12 Wo.)
13
(19 Wo.)
4
(28 Wo.)
B-Seite von Flowers
Autoren: Jeanette Hawes, Wanda Hutchinson
1977 Best of My Love
Rejoice
300! 4
(10 Wo.)
1 Platin
(23 Wo.)
1
(22 Wo.)
11
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Mai 1977
Grammy (R&B-Gesangsgruppe)
Autoren: Al McKay, Maurice White
1977 Don’t Ask My Neighbors
Rejoice
300! 300! 44
(13 Wo.)
7
(17 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: September 1977
Autor: Skip Scarborough
1977 Shouting Out Love
Sunshine
300! 300! 300! 31
(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Oktober 1977
Autoren: Carl Smith, Lieutenant Wilks
1978 Baby, I’m Through (Reissue)
Sunshine
300! 300! 300! 59
(8 Wo.)
300!
B-Seite von Shouting Out Love
1978 Smile
Sunbeam
300! 300! 300! 6
(14 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juli 1978
Autoren: Al McKay, Maurice White
1978 Whole Lot of Shakin’
Sunbeam
300! 300! 300! 44
(9 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Oktober 1978
Autoren: Al McKay, Maurice White
1979 Walking the Line
Sunbeam
300! 300! 300! 58
(7 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Dezember 1978
Autoren: Skip Scarborough, Maurice White
1979 Boogie Wonderland
I Am
25
(11 Wo.)
4 Gold
(13 Wo.)
6 Gold
(16 Wo.)
2
(13 Wo.)
14
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1979
Earth, Wind and Fire mit The Emotions
Autor: Jon Lind
1979 What’s The Name of Your Love?
Come into Our World
300! 300! 300! 30
(12 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: November 1979
Autoren: Allee Willis, David Foster, Maurice White
1980 Come into Our World
Come into Our World
300! 300! 300! 300! 95
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
als Albumtrack platziert
Autoren: Wanda Hutchinson, Wayne Vaughn
1980 Where Is Your Love?
Come into Our World
300! 300! 300! 75
(6 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Februar 1980
Autor: Ross Vannelli
1981 Turn It Out
New Affair
300! 300! 300! 48
(10 Wo.)
50
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1981
Autor: Wayne Vaughn
1981 Now That I Know
New Affair
300! 300! 300! 68
(7 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Oktober 1981
Autoren: Gary Poirot, Jeff Hull, Stephen Landau
1984 You’re the One
Sincerely
300! 300! 300! 34
(11 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: März 1984
Autoren: Billy Osborne, Zane Giles
1984 You’re the Best
Sincerely
300! 300! 300! 52
(9 Wo.)
33
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1984
Autoren: Billy Osborne, Zane Giles
1984 Are You Through with My Heart
Sincerely
300! 300! 300! 87
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: September 1984
Autoren: Danni Johnson, Keg Johnson,
Marlo Henderson, Pat Henderson

weitere Singles

  • 1967: I Can’t Stand No More Heart Aches (VÖ: Dezember)
  • 1968: Somebody New (VÖ: März)
  • 1968: I Can’t Control These Emotions (VÖ: Juli)
  • 1968: I Love You but I’ll Leave You (VÖ: Oktober)
  • 1970: Black Christmas (VÖ: November)
  • 1971: If You Think It (You May as Well Do It) (VÖ: Juni)
  • 1973: Peace Be Still (VÖ: Oktober)
  • 1974: There Are More Questions Than Answers (VÖ: Dezember)
  • 1978: What Do the Lonely Do at Christmas
  • 1985: Miss Your Love (VÖ: Mai)
  • 1985: If I Only Knew Then (What I Know Now) (VÖ: Juli)
  • 1999: Boogie Wonderland (Stretch & Vern Remix) (Earth, Wind and Fire mit The Emotions)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warner, Jay: The Billboard Book of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992, S. 374f

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: DE UK Billboard Hot 100 Billboard 200
  2. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US1 US2
  3. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  4. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4
  5. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]