Theodor Husemann

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Theodor Gottfried Valentin Husemann (* 13. Januar 1833 in Detmold; † 13. Februar 1901 in Göttingen) war ein deutscher Mediziner, Pharmakologe und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Husemann studierte ab 1850 Medizin an den Universitäten in Göttingen, Würzburg, Berlin und Prag. In Berlin promovierte er sich am 27. Dezember 1854 zum Dr. med. Er war ab 1855 als Arzt im Fürstentum Lippe tätig, bevor er sich 1865 als Privatdozent der Pharmakologie und Toxikologie in Göttingen habilitierte.

Husemann wurde 1873 an der Universität Göttingen zum Professor für Pharmakologie und Toxikologie ernannt. Einen Ruf als Ordinarius an die Universität Marburg lehnte er ab. Von 1881 bis 1883 war er zudem Mitglied der deutschen Pharmakopoekommission, außerdem wirkte er als Sachverständiger an mehreren Mordprozessen mit.

Von seinen Schriften fanden vor allem seine Handbücher Beachtung. Diese hatte er zum Teil mit seinem Vetter, dem Chemiker und Apotheker August Husemann herausgegeben. Husemann war auch Mitarbeiter an der Allgemeinen Deutschen Biographie.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit August Husemann: Handbuch der Toxicologie, Verlag Georg Reimer, Berlin 1862
  • mit August Husemann: Die Pflanzenstoffe in chemischer, physiologischer, pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht, Berlin 1871
  • Handbuch der gesamten Arzneimittellehre, 2 Bände, Berlin 1873–1875
  • Die Schlafschwämme und andere Methoden der allgemeinen und örtlichen Anästhesie im Mittelalter. Ein Beitrag zur Geschichte der Chirurgie. In: Deutsche Zeitschrift für Chirurgie 42, 1896, S. 517–596.
  • Weitere Beiträge zur chirurgischen Anästhesie im Mittelalter. In: Deutsche Zeitschrift für Chirurgie 54, 1900, S. 503 ff.
  • Die Kölnischen Pharmakopöen und ihre Verfasser, Berlin 1899

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]