Thomas Rauschenbach

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Thomas Rauschenbach (* 14. Dezember 1952 in Tübingen) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und leitete von 2002 bis Ende September 2021 das Deutsche Jugendinstitut in München.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1971 bis zum Diplom 1978 studierte Rauschenbach Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Universität Tübingen. 1981 erfolgte die Promotion in Erziehungswissenschaft zum Dr. rer. soc. bei Hans Thiersch.

Von 1980 bis 1983 arbeitete er als Wissenschaftlicher Angestellter und Geschäftsführer am Institut für Erziehungswissenschaft I der Universität Tübingen und von 1983 bis 1989 ebendort als Akademischer Rat im Arbeitsbereich Sozialpädagogik. Seit 1989 war er Lehrstuhlinhaber für Sozialpädagogik am Fachbereich 12 Erziehungswissenschaft und Soziologie der Technischen Universität Dortmund und ist dort seit 2002 beurlaubt.

Thomas Rauschenbach war seit 2002 Direktor und Vorstandsmitglied des Deutschen Jugendinstituts.

2008 wurde er in das Kuratorium der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung berufen, dem er bis 2015 angehörte.[2] Er brachte seine erziehungswissenschaftliche Expertise in verschiedenste Projekte ein.[3]

Arbeitsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bildung im Kindes- und Jugendalter
  • Soziale Berufe (Ausbildung und Arbeitsmarkt)
  • Ehrenamt, Freiwilligendienste, Zivildienst
  • Theorie der Sozialen Arbeit
  • Verbändeforschung, Dritter Sektor
  • Wohlfahrts- und Jugendverbände, Jugendarbeit
  • Sozialpädagogische Forschung
  • Kinder- und Jugendhilfestatistik

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Walter Bien: Aufwachsen in Deutschland. AID:A – Der neue DJI-Survey, Beltz Juventa, Weinheim 2012, ISBN 978-3-7799-2259-9
  • mit Hans-Uwe Otto: Die andere Seite der Bildung. Zum Verhältnis von formellen und informellen Bildungsprozessen. 2. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2008.
  • Zukunftschance Bildung: Familie, Jugendhilfe und Schule in neuer Allianz, Juventa, Weinheim 2009 ISBN 978-3-7799-1731-1
  • mit Heinz-Hermann Krüger: Einführung in die Arbeitsfelder des Bildungs- und Sozialwesens. 4. Band der Reihe Einführungskurs Erziehungswissenschaft, Verlag Barbara Budrich, Opladen/Farmington Hills 2006, ISBN 978-3-8252-8093-2
  • mit Klaus-Jürgen Tillmann, Rudolf Tippelt und Horst Weishaupt: Datenreport Erziehungswissenschaft 2008. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Farmington Hills 2008, ISBN 978-3-86649-179-3
  • mit Annette Zimmer: Bürgerschaftliches Engagement unter Druck? Analysen und Befunde aus den Bereichen Soziales, Kultur und Sport. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Farmington Hills 2011, ISBN 978-3-86649-435-0

Herausgeberschaften, redaktionelle Tätigkeiten

  • seit 1984 Schriftleiter der „Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau“
  • seit 1998 Mitglied in der Redaktion der Zeitschrift „Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit“
  • seit 1998 Herausgeber der Buchreihe „Grundlagentexte Sozialpädagogik/Sozialarbeit“ im Juventa Verlag
  • seit 1998 Mitherausgeber der „Zeitschrift für Erziehungswissenschaft“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Jugendinstitut vom 4. Oktober 2021: Prof. Dr. Sabine Walper startet als DJI-Direktorin, abgerufen am 10. Oktober 2021
  2. Thielen will das Profil der Stiftung schärfen. In: Neue Westfälische. 3. Januar 2008.
  3. Peter Thelen: Die Angst der Männer vor der Familie. In: Handelsblatt. 27. Februar 2008, S. 5.