Tirebolu

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Tirebolu
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Tirebolu (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Giresun
Koordinaten: 41° 0′ N, 38° 49′ OKoordinaten: 41° 0′ 20″ N, 38° 49′ 0″ O
Einwohner: 15.899[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 454
Postleitzahl: 28 500
Kfz-Kennzeichen: 28
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Burhan Takır (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Tirebolu
Einwohner: 30.695[1] (2014)
Fläche: 210 km²
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Kaymakam: Günhan Yazar
Webpräsenz (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis
Burg von Tirebolu

Tirebolu (früher Tireboli, griechisch: Τρίπολις) ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer in der türkischen Provinz Giresun. Im Jahr 2000 hatte es etwa 17.500 Einwohner. Der Fluss Harşit Çayı mündet bei Tirebolu ins Meer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Kolonisten aus Milet unter dem Namen Tripolis gegründet, war aber wegen der schlechten Anbindung ans Hinterland relativ unbedeutend. Ab 1204 war sie persönliches Lehen der komnenischen Kaiser von Trapezunt. Mit der Eroberung Trapezunts durch Mehmed II. 1461 wurde der Ort unter dem Namen Driboli Teil des Osmanischen Reiches. Darauf wurde die Stadt zum Teil der Nahiye von Kürtün, die von Çepni-Türkmenen bewohnt war. Der türkische Reisende Evliya Çelebi, der Tirebolu 1640 besuchte, berichtet von einer antiken Festung und einer blühenden, von Griechen bewohnten Stadt. Im Ersten Weltkrieg war es von 1916 bis 1918 von russischen Truppen besetzt, was die muslimischen Bewohner zur Flucht veranlasste. Die griechische Bevölkerung wurde ab 1916 nach Şebinkarahisar deportiert.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tirebolu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, 2014 (Memento vom 10. Februar 2015 auf WebCite), abgerufen 29. März 2015
  2. St. Yerasimos: Tirebolu In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 10, Brill, Leiden, S. 539.