Too Short

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Too Short 2008 in San Francisco

Too Short (* 28. April 1966 in Oakland, Kalifornien als Todd Anthony Shaw), auch Too $hort geschrieben, ist ein US-amerikanischer Rapper. Er gehört zu den Pionieren des Westcoast-Hip-Hops, trug maßgeblich dazu bei, die Pimp-Kultur in der Szene zu etablieren und gehört zu den wenigen Künstlern, denen es gelang, sechs Alben hintereinander zu produzieren, die Platinstatus erreichten.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Too Short zog 1994 von Oakland nach Atlanta, steht aber immer noch für seine Herkunft aus Nordkalifornien. Er begann damit auf einfache Drum-Beats zu rappen, war ein prominenter Vertreter des G-Funks, des typischen Bay Area Hip-Hop-Stils und gehört mit seinen letzten Veröffentlichungen zur Crunk-Szene. Insgesamt hat er bisher 19 Alben veröffentlicht, von denen zwölf eine nationale oder internationale Verbreitung fanden. Durch seine zahlreichen Kollaborationen und insgesamt 60 Gastauftritte auf anderen Alben, hatte er wahrscheinlich mehr Auftritte auf Top-Alben in den Charts als irgendein anderer Rapper.

In den frühen 1980ern produzierte Too Short zusammen mit seinem Freund Freddie B. persönliche Rap-Stücke für Mitschüler. Für einen Preis von normalerweise $10 produzierten sie ein 30-Minuten-Tape, auf dem die zahlende Person verherrlicht wurde. Ebenfalls in seiner High-School-Zeit spielte er die Percussion in der Marching Band seiner Schule.

Als einer der ersten Hip-Hop-Musiker begann Too Short, eigenständig Platten zu produzieren und zu verkaufen ohne mit Major-Labels zusammenzuarbeiten. Er schaffte die Bedingungen für die unabhängige Hip-Hop-Szene in Nordkalifornien, als sein Beispiel viele andere zur Nachahmung anregte.

Gleichzeitig begann er auch stilistisch neue Wege zu gehen. Im Gegensatz zum stark mit Samples und Loops arbeitenden Eastcoast Hip-Hop waren Shorts erste Veröffentlichungen Raps über einem einfachen und rohen Beat. Bis zur 1989er Veröffentlichung Life Is…Too Short, begannen Funk- und Blues-Elemente aufzutauchen, die durch Synthesizer und Drum Machines Einzug in seine Musik hielten. Daraus entwickelte sich der als Mobb music bekannte Hip-Hop-Stil der Bay Area.

In dieser Zeit arbeitete er unter anderem mit seinen engen Freunden Ice Cube und Produzent Ant Banks zusammen. 1987 unterzeichnete er einen Vertrag bei Jive Records. Dort erschienen insgesamt elf Alben, die mindestens US-weit vertrieben wurden: Born to Mack (1987), Life Is…Too $hort (1989), $hort Dog's in the House (1990), $horty the Pimp (1992), Get In Where You Fit In (1993), Cocktails (1994), Gettin It (1996), Can't Stay Away (1999), You Nasty (2000), Chase the Cat (2001), Married to the Game (2003) und Blow the Whistle (2006).

Shorts bekanntester Track ist The Ghetto von seinem 1990er-Album. Andere bekannte Stücke sind Ain't No Bitches, Money in the Ghetto, I Want to Be Free, Gettin' It, I'm a Player, You Nasty, I Luv, Just Another Day, Good Life, Invasion of the Flat Booty Bitches, Don't Stop Rappin, Freaky Tales und Cocktails.

Short zog 1994 nach Atlanta und begann dort verstärkt mit anderen Künstlern wie Twista und Lil Jon zusammenzuarbeiten.

1996 kündigte Too Short seinen Rücktritt an, kehrte aber 1999 mit einem Gastauftritt beim Hit Player's Holiday von T.W.D.Y. zurück. Sein darauf folgendes Album hieß folgerichtig Can't Stay Away. Auf ihm traten neben Too Short unter anderem Eightball & MJG, Puff Daddy, E-40, Daz Dillinger, Kurupt, Soopafly, B-Legit auf.

Neben seinen Auftritten als Rapper, hatte Too Short auch eine kleine Rolle in dem Ghettofilm-Klassiker Menace II Society und hat zudem drei Pornofilme produziert.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel CP[2] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1987 Born to Mack Gold Erstveröffentlichung: 20. Juli 1987
1989 Life Is…Too Short 37 Doppel-Platin
(78 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Januar 1989
1990 Short Dog’s in the House 20 Platin
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. August 1990
1992 Shorty the Pimp 6 Platin
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juli 1992
1993 Get in Where You Fit In 4 Platin
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 1993
1995 Cocktails 6 Platin
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 1995
1996 Gettin’ It (Album Number Ten) 3 Platin
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Mai 1996
1999 Can’t Stay Away 5 Gold
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juli 1999
2000 You Nasty 12 Gold
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2000
2001 Chase the Cat 71
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. November 2001
2002 What’s My Favorite Word? 38
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. September 2002
2003 Married to the Game 49
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2003
2006 Pimpin’ Incorporated 80
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Januar 2006
Blow the Whistle 14
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. August 2006
2007 Get off the Stage 160
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2007
2010 Still Blowin’ Erstveröffentlichung: 6. April 2010
Respect the Pimpin’ Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2010
2012 No Trespassing 129
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2012

Kollaboalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel CP[2] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2012 History: Mob Music 71
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. November 2012
mit E-40
History: Function Music 62
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. November 2012
mit E-40

Kompilationsalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel CP[2] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Greatest Hits Erstveröffentlichung: 10. November 1993
1995 Don’t Try This at Home Erstveröffentlichung: 21. November 1995
1998 Nationwide: Independence Day 73
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 1998
2006 The Mack of the Century Erstveröffentlichung: 28. November 2006

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Don’t Stop Rappin’
  • 1985: Players
  • 1986: Raw, Uncut and X-Rated
  • 2014: 19,999: The EP

Singles mit Chartplatzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel CP[2] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 The Ghetto
Short Dog’s in the House
42
(14 Wo.)
1993 I’m a Player
Get in Where You Fit In
85
(3 Wo.)
1994 Money in the Ghetto
Get in Where You Fit In
90
(3 Wo.)
1995 Cocktales
Cocktails
69
(9 Wo.)
1996 Gettin’ It
Gettin’ It (Album Number Ten)
68
(10 Wo.)
feat. Parliament-Funkadelic
1997 Call Me
Booty Call - Soundtrack
90
(3 Wo.)
feat. Lil’ Kim
1998 Invasion of the Flat Booty Bitches
Can’t Stay Away
51
(10 Wo.)
2003 Shake That Monkey
Married to the Game
84
(20 Wo.)
feat. Lil Jon & The East Side Boyz

Singles als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1999 Player’s Holiday
Derty Werk
90
(16 Wo.)
T.W.D.Y. feat. Too Short
2006 Bossy
Kelis Was Here
64
(4 Wo.)
56
(3 Wo.)
41
(5 Wo.)
22
(5 Wo.)
16 Doppel-Platin
(20 Wo.)
Kelis feat. Too Short
2011 On My Level
Rolling Papers
52 Gold
(9 Wo.)
Wiz Khalifa feat. Too Short
2013 Loyal
X
54
(7 Wo.)
61
(1 Wo.)
10 Gold
(38 Wo.)
9
(36 Wo.)
Chris Brown feat. Lil Wayne und French Montana / Too Short / Tyga

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1992: für das Album Born to Mack
    • 1999: für das Album Can’t Stay Away
    • 2000: für das Album You Nasty
    • 2011: für die Single On My Level

Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1991: für das Album Short Dog’s in the House
    • 1994: für das Album Get in Where You Fit In
    • 1996: für das Album Shorty the Pimp
    • 1996: für das Album Gettin’ It (Album Number Ten)
    • 1997: für das Album Cocktails

2x Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1996: für das Album Life Is…Too Short
    • 2006: für die Single Bossy
Land[3] Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4 9
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0
Insgesamt 5 9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RIAA – Searchable Database: Too Short Datenbank der Recording Industry Association of America auf riaa.com, abgerufen am 25. Juli 2015
  2. a b c d e Chartplatzierungen: DE AT CH UK US
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE AT CH US UK