Transportgut

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Als Transportgut werden Gegenstände bezeichnet, die einer räumlichen Standortveränderung mittels technischer Hilfsmittel (Transportmittel) im weitesten Sinne unterzogen werden.[1]

Arten der Güter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die transportierten Güter werden nach Art unterschieden:

  • Containergut: in Containern transportierbare Güter, meist Stückgut
  • Flüssiggut: alle flüssigen, halbflüssigen oder gasförmigen Güter, die in flüssigem Aggregatzustand befördert werden
  • Greifergut: mittels hydraulischer Greifwerkzeuge verladbare Güter
  • Massengut: feste, d. h. stückige oder granulöse Güter, die in Masse transportiert werden (Stahl, Papier, Zement, Erz)
  • Sauggut: Massengüter, die mittels Saugheber gelöscht werden
  • Schüttgut: sämtliche schüttfähige Güter, z. B. Kies, Sand, Zucker, Granulat oder Pigmente
  • Stückgut: Einzelwerkstücke oder Waren, die zu einem Stück zusammengefasst werden, z. B. beladene Paletten, Kabelrollen oder Fässer

Kann vom Transportgut eine Gefahr ausgehen, bezeichnet man es als Gefahrgut. Ein solcher Transport unterliegt dann dem Gefahrgutrecht und muss gekennzeichnet sein. Zu den Gefahrgütern zählen alle radioaktiven, explosiven, leicht brennbaren, giftigen und ätzenden Chemikalien.[2]

Die Zuordnung der zu transportierenden Gütern zu einer der oben genannten Güterarten hängt vor dem verwendeten Transport- bzw. Verladeverfahren ab. Getreide kann beispielsweise sowohl dem granulösen Massengut als auch dem Sauggut zugeordnet werden.[3] Die Begriffe für Güterarten werden je nach Transportbereich teils unterschiedlich verwendet. So bezeichnet z. B. Massengut im Seefrachtbereich jede Ladung, die die gesamte Schiffladung oder den größten Teil davon einnimmt.

Der Transport von Menschen fällt unter den Begriff der Personenbeförderung. Besteht das Transportgut aus lebenden Tieren handelt es sich um einen Tiertransport.

Arten des Transports[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wird das Transportgut im Wirtschaftsverkehr gegen Entgelt (=Fracht) befördert, spricht man von Frachtgut.

Transportgut, das auf oder in einem einzelnen Luft-, Schienen-, Straßen oder Wasserfahrzeug befördert wird, nennt man Frachtcontainer. Findet ein Verkehrsträgerwechsel statt, nennt man die Verkehrsart intermodaler Verkehr oder multimodaler Verkehr. Dann gibt es noch kombinierter Ladungsverkehr (Schiene / Straße mit Wechsel des Transportsystems) und Rollende Landstraße, wobei die Ladung auf dem LKW verbleibt und dieser als Huckepackverkehr transportiert wird.

Eine Besonderheit unter den Transportgütern stellt das Flüssiggut dar. Es kann neben der Beförderung mit konventionellen Verkehrsmitteln auch per Rohrleitungstransport in einer Pipeline transportiert werden. Der Transport mittels Pipeline zählt allerdings nicht zur Transport- sondern zur Verfahrenstechnik.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schiffsbeteiligungen: Glossar (abgefragt am 6. April 2010)
  2. Gefahrgut
  3. Klassifizierung und Varianten
  4. Heinrich Martin, Transport- und Lagerlogistik, Springer Verlag, 9. Auflage, S. 59