Travis Kalanick

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Travis Kalanick (2013)

Travis Cordell Kalanick (* 6. August 1976 in Los Angeles) ist ein amerikanischer Unternehmer und Mitgründer sowie CEO des Unternehmens Uber.

Kalanick besuchte die Granada Hills High School[1] und studierte Computer Engineering an der University of California, Los Angeles. 1998 verließ er die Universität und gründete verschiedene Unternehmen, u. a. die File-Sharing-Gesellschaft Scour. Im Jahre 2001 gründete er die Gesellschaft Red Swoosh, die 2007 von Akamai für 18,7 Millionen US-$ erworben wurde.[2] 2009 gründete er mit Garrett Camp die Firma Uber.[3]

Diese Gesellschaft will den Markt für die Personenbeförderung, der in den meisten Ländern stark reguliert ist, mittels einer Taxi-App sowie über eine Website revolutionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Uber in vielen Ländern gesetzliche und administrative Hindernisse gegen starke Widerstände beseitigen. Kalanicks Haltung wird aus folgendem Zitat deutlich:[4]

„Wir befinden uns in einer politischen Kampagne, in der der Kandidat Uber heißt und der Gegner ein Arschloch namens Taxi.“

Andrew Keen kritisierte Kalanick mit den Worten: „Er verkörpert die schlimmste Sorte Hybris und Arroganz des libertären Unternehmers.“[5] Kalanick gilt als Anhänger der Ideen der einflussreichen libertären Autorin Ayn Rand.[6]

Vermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Travis Kalanick ist Milliardär und einer der reichsten US-Amerikaner. Sein Vermögen beträgt gemäß der Forbes-Liste 2016 etwa 6,3 Milliarden US-Dollar. Damit belegt er Platz 188 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt.[7]

Politische Aktivität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalanick beriet seit Dezember 2016 den US-Präsidenten Donald Trump als Mitglied von dessen Strategic and Policy Forum.[8] Am 2. Februar 2017 erklärte er seinen Rücktritt von dieser Position.[9] Er sagte nach einem Gespräch mit diesem, seine Teilnahme sei falsch verstanden worden und nicht als Unterstützung von Präsident Trump oder seiner Agenda gemeint gewesen. Zuvor hatte es nach Bekanntwerden Aufrufe im Internet gegeben, den Fahrdienst zu boykottieren.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Phil Hampton: Q&A with Travis Kalanick, Uber co-founder and CEO and a former UCLA student. In: UCLA Newsroom. Abgerufen am 23. August 2016.
  2. Payday for Red Swoosh: $15 million from Akamai, 12. April 2007
  3. Astrid Maier: Wie der Fahrdienstvermittler Uber die Welt überrollen will. In: manager magazin. 20. Oktober 2014, abgerufen am 24. August 2016.
  4. Jan Heidtmann: Uber und das Taxigewerbe – Legende vom harmlosen Start-up, Süddeutsche Zeitung vom 2. September 2014
  5. Internetkritiker Andrew Keen: "Der Silicon-Valley-Übermensch ist ein Raubritter", Spiegel Online, 18. Januar 2015
  6. Tom Slee: What’s Yours Is Mine: Against the Sharing Economy. OR Books, 2015, ISBN 978-1-68219-022-7, S. 185.
  7. Forbes-Profil, abgerufen am 7. Oktober 2016.
  8. Erlesener Beraterstab. Musk, Kalanick, Dimon: Diese Firmenchefs sollen Trump Wirtschaft beibringen. wallstreet online, 15. Dezember 2016, abgerufen am 12. Dezember 2016.
  9. Dave Lee: Uber boss quits Trump advisory board. BBC News, 2. Februar 2017, abgerufen am 2. Februar 2017 (englisch).
  10. Uber-Chef verlässt Trump-Beratergremium. In: Spiegel Online. 2. Februar 2017, abgerufen am 3. Februar 2017.