Akamai

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Akamai Technologies, Inc.
Akamai-Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US00971T1016
Gründung 1998
Sitz Cambridge, Vereinigte Staaten
Leitung George H. Conrades, Vorsitzender
Paul L. Sagan, Präsident & CEO
Mitarbeiter 6.084 (2015)[1]
Umsatz 2,19 Mrd. US-Dollar (2015)[1]
Branche IT-Service, Software
Website www.akamai.com

Akamai Technologies (von hawaiianisch Akamai- „intelligent“, „raffiniert“) ist einer der weltweit größten Anbieter für die Auslieferung und Beschleunigung von Online-Anwendungen und -Inhalten.

Technologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akamai koordiniert und optimiert zum Beispiel die Lastverteilung von Web-Inhalten (Content Delivery Network). Dieser Dienst läuft für den Anwender beim Surfen im Internet kaum sichtbar im Hintergrund.

Akamai arbeitet mit über 216.000[2] Servern in 120 Ländern.

Geschäftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den über 3500 Kunden Akamais gehören unter anderem Adobe[3], Airbus, Apple, ARD, Audi, Bayerischer Rundfunk (BR), Blizzard, BMW, CNN, das deutsche Bundeskanzleramt, eBay, Facebook, Logitech, Microsoft, die NSA[4], Philips, Red Bull, das Schweizer Fernsehen, Swarovski, tagesschau.de, Valve, XING, Yahoo, das ZDF[5] sowie die Hersteller von Virenschutz-Software McAfee und Bitdefender.[6]

Der internationale Firmensitz von Akamai befindet sich in Cambridge, Massachusetts, USA, die deutsche Niederlassung ist seit 2012 in Garching bei München. Die Zentrale für die internationalen Geschäfte befindet sich seit 2012 in Addlestone, UK.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1995 begann am Massachusetts Institute of Technology die für Akamai grundlegende Zusammenarbeit des Mathematikprofessors Tom Leighton und des Studenten Daniel M. Lewin.[7] Im August 1998 gründeten die beiden mit Jonathan Seelig die Akamai Technologies.[8]

Um Januar 1999 verfügte Akamai über rund 9 Millionen US-Dollar und 35 Leute.[9] Im April 1999 begann Akamai zu liefern und erzielte in der ersten Hälfte des Jahres 1999 rund 75 % des Erlöses mit Apple. Im Juni 1999 investierte Apple rund 12,5 Millionen US-Dollar in Vorzugsaktien von Akamai. Zum August 1999 hatte Akamai 900 Server in 25 Telekommunikationsnetzen und 15 Ländern. Im August 1999 investierte Cisco rund 49 Millionen US-Dollar in Vorzugsaktien von Akamai, und Akamai bereitete den unverzüglichen Börsengang vor. Im September 1999 investierte Microsoft rund 15 Millionen US-Dollar in Vorzugsaktien von Akamai.[10] Damit gehörte Akamai zu fünf Prozent Apple und zu einem Prozent Microsoft.[11] Im Oktober 1999 hatte Akamai 1.475 Server in 55 Telekommunikationsnetzen und 24 Ländern.[10]

Anfang 2000 übernahm Akamai den Internet-Broadcaster „Network24“. Im Februar 2000 folgte der Anbieter Intervu für einen Kaufpreis von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Durch den Zusammenschluss entstand der weltgrößte Internet-Provider für Streaming Media und andere breitbandige Anwendungen. Die beiden Anbieter verfügten zusammen über 3000 Server in 100 Netzwerken, die über 40 Länder verteilt waren.

Im Herbst 2001 bestand das CDN von Akamai aus über 13.000 Servern in über 1.000 Netzwerken und 63 Ländern.[12]

Im Mai 2004 kam es zu einem nahezu vollständigen Ausfall der Webdienste, sodass viele große Netzpräsenzen der Akamai-Kunden nicht erreicht werden konnten. Anfangs vermutete Akamai einen Denial-of-Service-Angriff, später gab das Unternehmen bekannt, das Problem lag an einem Programmfehler in der Akamai-Software, der nach 90 Minuten behoben werden konnte.

2005 erweiterte das Unternehmen sein Angebot um die Beschleunigung von Web-Anwendungen.

Anfang November 2010 hat Akamai sein Hauptquartier für internationale Geschäfte (außerhalb der USA) in Zürich eröffnet. Dort wurde ein 20-köpfiges Team von Martin Häring, Vice President Marketing, geleitet.[13] Bereits 3 Jahre später wurde das EMEA-Headquarters nach Addlestone, UK, verlagert[14], wo es noch heute ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Akamai: Annual Report 2015. Abgerufen am 25. Oktober 2016 (PDF, englisch).
  2. Zahlen & Fakten. In: akamai.de. Abgerufen am 30. November 2016.
  3. Fehlerbehebung bei Akamai Download Manager 3. In: adobe.com. kb2.adobe.com, abgerufen am 27. Mai 2016.
  4. www.Nsa.gov. In: ipaddress.com. www.nsa.gov.ipaddress.com, abgerufen am 27. Mai 2016.
  5. www.Zdf.de – Startseite – ZDF.de. In: Urlm.co.uk. urlm.co.uk, abgerufen am 27. Mai 2016.
  6. Customer Innovation Stories. In: akamai.com. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  7. Laura McGrath Moulton: MIT Students Reap Profit From Soaring Akamai IPO. In: The Tech. Massachusetts Institute of Technology, 2. November 1999 (online).
  8. Akamai's Algorithms. In: Technology Review. Massachusetts Institute of Technology, 1. September 2000 (online).
  9. Form S-1. Akamai Technologies. NASDAQ, August 1999, abgerufen am 20. November 2016.
  10. a b Amendment No. 4 to Form S-1. Akamai Technologies. NASDAQ, Oktober 1999, abgerufen am 20. November 2016.
  11. Christian Persson: Microsoft investiert in Akamai. In: Heise online. 27. September 1999, abgerufen am 20. November 2016.
  12. April Jacobs, Jennifer Mears: Content peer groups fall flat. In: Network World. 5. November 2001, S. 23 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  13. Akamai eröffnet internationalen Hauptsitz in Zürich. In: inside-channels.ch. www.inside-channels.ch, abgerufen am 27. Mai 2016.
  14. Akamai Announces further Expansion to its EMEA Operations - New EMEA Headquarters Open in Addlestone, UK. Abgerufen am 6. August 2016.