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Trogbrücke

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Eiserner Steg in Regensburg
Kanalbrücke Magdeburg
Kanalbrücke Briare über die Loire

Eine Trogbrücke ist ein Brückentyp, bei dem die tragende Grundplatte nicht wie bei einer Balkenbrücke über den Längsträgern, sondern zwischen den Hauptträgern angeordnet ist, und tiefer liegt als deren Oberkante. Trogbrücken zeichnen sich durch eine geringe Bauhöhe aus und werden unter anderem bei Eisenbahnüberführungen oder bei Überführungen von Fuß- und Radwegen über Bäche oder kleine Flüsse verwendet. Im Wasserbau und speziell beim Bau von Kanälen ist sie die einzige Möglichkeit zur Überbrückung von Geländesprüngen. Bei den historischen Aquädukten ist der wasserführende Teil im Querschnitt als Trogbrücke ausgeführt.[1]

Wird ein Wasserlauf über eine Brücke geführt, wird dies meist als Aquädukt bezeichnet; in Süddeutschland war früher die Bezeichnung Brückkanal oder Bruckkanal nicht unüblich. Schiffbare Werkskanäle, die von einem mäandrierenden Fluss abzweigen, werden zum Erhalten des geringen Gefälles oft über Trogbrücken geführt.

In Österreich, wo Trogbrücken generell als Aquädukte bezeichnet werden, wurden im 19. Jahrhundert über den Wiener Neustädter Kanal insgesamt sechzehn Trogbrücken errichtet, von denen heute noch sieben in Betrieb sind. Dieser Kanal lief in einem (nicht mehr existenten) hölzernen Trog über die Leitha.

Binnenschifffahrt

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Trogbrücke am Veluwemeer bei Harderwijk

Des Weiteren gibt es Brücken für die Binnenschifffahrt, die, unabhängig von ihrer Bauweise, ebenfalls als Trogbrücken bezeichnet werden. Diese führen Kanäle über Flüsse, Straßen oder andere Hindernisse und bestehen aus einem mit Wasser gefüllten Trog. Sie werden auch als Kanalbrücken bezeichnet. Derartige Brückenkonstruktionen finden sich auch im Oberwasser von Schiffshebewerken und dienen als Verbindung zwischen der oberseitigen Kanalhaltung und dem eigentliche Hebewerksbauwerk.

Die größte Brücke dieser Art ist die 918 Meter lange Kanalbrücke Magdeburg, ein Teil des Wasserstraßenkreuzes bei Magdeburg. Dort führt der Mittellandkanal über die Elbe.[2] Deutlich älter, und mit einer Länge von knapp 663 Meter bis zur Eröffnung des Magdeburger Wasserstraßenkreuzes die größte Trogbrücke Europas, sind die 1896 freigegebene Kanalbrücke Briare (Region Centre-Val de Loire in Frankreich; Führung des Canal latéral à la Loire über die Loire) und der 35 Meter hohe und 305 Meter lange Pontcysyllte-Aquädukt in Nordwales, der im ausgehenden 18. Jahrhundert von Thomas Telford konstruiert und nach zehnjähriger Bauzeit im Jahr 1805 eröffnet wurde. Noch älter ist der 1761 fertiggestellte Barton Aqueduct im Bridgewater-Kanal über den River Irwell im Nordosten von England, 1893 durch eine bewegliche Trogbrücke, dem Barton Swing Aqueduct, ersetzt. Eine Wasserbrücke in der Grafschaft Surrey führt den Basingstoke-Kanal über den Blackwater River.

In den Niederlanden mit ihrer Vielzahl an Kanälen im vorwiegend flachen Gelände werden Kanalkreuzungen mit stark befahrenen Straßen oft als Trogbrücke ausgeführt und die Straße unter dem Kanal hindurchgeführt. Ansonsten müssten bewegliche Brücken bei Schiffsverkehr geöffnet werden, wodurch der Straßenverkehr erheblich behindert wird. Eine Besonderheit steht im Houtribdijk, wo weltweit die erste Trogbrücke mit integrierter Schleusenkammer errichtet wurde. Diese Bauform wird in den Niederlanden als Naviduct bezeichnet. Dadurch können Binnenschiffe vom Markermeer ins IJsselmeer gelangen und gleichzeitig unterschiedliche Wasserstände in den benachbarten Seen gehalten werden.

Weitere Trogbrücken

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Trogbrücken (nach Konstruktionsprinzip)

Trogbrücken (Kanalbrücken für die Binnenschifffahrt)

Commons: Kanalbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Temperatureinwirkungen auf stählerne Kanalbrücken. In: baw.de. Bundesanstalt für Wasserbau, 2016, abgerufen am 27. Februar 2026.
  2. ↑ Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. In: baw.de. Bundesanstalt für Wasserbau, Oktober 2015, abgerufen am 27. Februar 2026.