True Story – Spiel um Macht

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Filmdaten
Deutscher Titel True Story – Spiel um Macht
Originaltitel True Story
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Rupert Goold
Drehbuch Rupert Goold,
David Kajganich
Produktion Dede Gardner,
Anthony Katagas,
Jeremy Kleiner
Musik Marco Beltrami
Kamera Masanobu Takayanagi
Schnitt Nicolas De Toth
Besetzung

True Story – Spiel um Macht ist ein 2015 erschienener US-amerikanischer Thriller, der auf den gleichnamigen Aufzeichnungen True Story[2] des US-amerikanischen Journalisten Michael Finkel basiert. Regie führte Rupert Goold, das Drehbuch wurde von Goold und David Kajganich verfasst. Die Hauptrollen belegen Jonah Hill und James Franco.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Frau und drei Kinder Christian Longos ermordet aufgefunden wurden, wird er in Mexiko verhaftet. Er gibt an, Journalist für die New York Times zu sein, sein Name sei Michael Finkel.

In New York City wird der echte Michael Finkel von einem Journalisten des Oregonian kontaktiert und zu der Aussage Longos befragt. Finkel, der von Longo noch nie zuvor etwas gehört hatte, arrangiert ein Treffen mit Longo im Gefängnis. Als die beiden sich zum ersten Mal sehen, erklärt Longo Finkel, dass er ihn schon seit Jahren beobachte und von seinem Schreibstil und seinen Artikeln fasziniert sei. Er verspricht, ihm alles zu erzählen, möchte jedoch im Gegenzug Schreibunterricht von Finkel erhalten. Dieser stimmt zu und trifft sich über mehrere Monate hinweg mit Longo. Währenddessen erhält er auch eine Vielzahl von Briefen von Longo, unter anderem ein 80-seitiges Dokument, in dem Longo jeden Fehler, den er in seinem Leben gemacht hat, auflistet. Mit der Zeit nimmt Finkel immer mehr Ähnlichkeiten zwischen sich und Longo wahr. Als der Fall kurz vor der Gerichtsverhandlung steht, wird Finkel unsicher, ob Longo tatsächlich schuldig ist. Longo erklärt ihm, dass er auf unschuldig plädieren werde und dass er seine Familie nicht getötet habe.

Bei der Anhörung bekennt sich Longo an den Morden an seiner Frau und einer seiner Töchter schuldig, plädiert jedoch bei den anderen zwei Morden auf nicht schuldig. Er erklärt Finkel danach, dass er dies tun musste um Personen, die er nicht weiter nennt, zu beschützen. Bei der Gerichtsverhandlung erzählt Longo seine Version der Geschehnisse. Er gibt an, dass er nach einer heftigen Diskussion mit seiner Frau nach Hause kam und eine seiner Töchter bewusstlos vorfand; die anderen beiden seien verschwunden gewesen. Als er seine Frau befragte, sagte sie, sie habe die Kinder „ins Wasser“ getan. Wutentbrannt habe er daraufhin seine Frau zu Tode gewürgt und seiner bewusstlosen Tochter einen Gnadentod gewährt.

Während die Geschworenen beraten, besucht Finkels Frau Jill Longo. Sie bezeichnet ihn als narzisstischen Mörder, der niemals dem, was er wirklich sei, entfliehen könne. Das Gericht sieht Longo schließlich in allen Fällen als schuldig an und verurteilt ihn zum Tode. Während der Urteilsverkündung zwinkert Longo Finkel zu. Schockiert realisiert Finkel, dass Longo ihn die ganze Zeit über belogen und instrumentalisiert hat. So hat sich Longo vor allem Finkel's hohes metaphorisches Geschick zu Eigen gemacht - ja teils komplette Phrasen kopiert, mit dem Selbstzweck seine eigenen Aussagen vor dem Gericht glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Er besucht Longo in der Todeszelle und teilt ihm mit, dass er den Richter beim Appell vor Longos manipulativem Charakter warnen und keine seiner Lügen mehr glauben werde. Longo gratuliert ihm zu dem Erfolg, den er mit seinem Buch über ihre Treffen hatte, was Finkel sichtlich erschüttert.

Einige Zeit später liest Finkel bei einer Werbeveranstaltung ein Kapitel seines Buches namens True Story vor. Er stellt sich vor, Longo im Saal zu sehen und wie dieser ihm sagt, dass, da er seine Freiheit verloren hat, Finkel ebenfalls etwas verloren haben muss.

Im Abspann wird erklärt, dass Finkel nach seinen Erlebnissen nicht mehr weiter für die New York Times tätig war. Die Zeitung veröffentlichte jedoch mehrere von Longos Werken, die er während seiner Zeit in der Todeszelle verfasste.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen im März 2013 in Warwick, New York, sowie New York City.[3][4] Am 18. Juli 2014 wurde bekannt, dass Marco Beltrami für die Musik des Filmes zuständig sein wird.[5]

Ursprünglich war die Premiere des Films für ausgewählte Kinos in den USA für den 10. April 2015 festgelegt, die Verantwortlichen entschieden sich jedoch im Nachhinein für eine landesweite Premiere eine Woche später am 17. April 2015.[6] In Deutschland kam der Film am 6. August 2015 in die Kinos.

Der Film wurde von Plan B Entertainment und Regency Enterprises produziert und von 20th Century Fox weltweit vertrieben.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Jill Longo im Gefängnis besucht, spielt sie ihm eine Aufnahme von Carlo Gesualdos Madrigal "Se la mia morte brami" (Wenn du meinen Tod wünschst) vor. Sie erklärt ihm, dass sie trotz der Schönheit von Gesualdos Musik sich immer der Tatsache bewußt sei, das Gesualdo seine Frau, ihr gemeinsames Kind und den Liebhaber seiner Frau umgebracht habe. [7] Die Appassionata von Ludwig van Beethoven spielt Eliska Novotna-Gazdova.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt gemischte Bewertungen. Auf dem Portal Rotten Tomatoes erreichte er eine Bewertung von 45 % basierend auf 141 Rezensionen, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5.5/10.[8]

„Fesselnd bis zur letzten Sekunde: ein kluger Thriller, der ohne Schockeffekte auskommt.“

„Die Geschichte birgt jede Menge Zündstoff und drängt sich für eine Reflexion über die Wahrheit in den Medien geradezu auf. Doch der Regiedebütant Goold bringt die an sich faszinierenden Konflikte nicht so recht zur Entfaltung: Dem Tatsachen-Thriller fehlt es über weite Strecken an Spannung und die analytische Auseinandersetzung mit den Themen bleibt im Ansatz stecken. So ist der Höhepunkt des Ganzen schließlich die Performance von Jonah Hill, der sich nach seinen Oscar-Nominierungen für Moneyball und The Wolf Of Wall Street erneut als Charakterdarsteller profiliert.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für True Story – Spiel um Macht. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2015 (PDF; Prüf­nummer: 151 630 K).
  2. Michael Finkel: True Story: Murder, Memoir, Mea Culpa. New York, Harper, 2005.
  3. New Regency To Finance ‘True Story’ With Jonah Hill And James Franco (englisch). In: deadline.com, 29. März 2012. Abgerufen am 1. Juli 2013. 
  4. First look at Jonah Hill & Felicity Jones filming ‘True Story’ in NYC (englisch). In: onlocationvacations.com, 1. März 2013. Abgerufen am 1. Juli 2013. 
  5. Marco Beltrami to Score ‘True Story’ (englisch), filmmusicreporter.com. 18. Juli 2014. Abgerufen am 19. Juli 2014. 
  6. First Photos from True Story, Starring Jonah Hill and James Franco (englisch), comingsoon.net. 16. Dezember 2014. Abgerufen am 17. Dezember 2014. 
  7. William B. Ober: Carlo Gesualdo, Prince of Venosa: Murder, Madrigals, and Masochism. In: Bulletin of the New York Academy of Medicine, Vol. 49, No. 7, July 1973. S. 634–645
  8. True Story – Spiel um Macht bei Rotten Tomatoes (englisch)
  9. Kritik der cinema.de-Redaktion. In: cinema.de. Abgerufen am 15. September 2015.
  10. Kritik der Filmstarts-Redaktion. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 15. September 2015.