Učka-Tunnel

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Učka-Tunnel
Učka-Tunnel
Westportal des Učka-Tunnels
Offizieller Name Tunel Učka
Nutzung Straßentunnel
Verkehrsverbindung RovinjRijeka (A8)
Ort Učka-Gebirge
Länge 5.062 mdep1
Anzahl der Röhren 1
Bau
Baubeginn 1976
Fertigstellung 1981
Betrieb
Betreiber Bina-Istra
Maut ja
Freigabe 27. September 1981
Lage
Učka-Tunnel (Kroatien)
(45° 18′ 55,3″ N, 14° 14′ 31,68″O)
(45° 18′ 47,87″ N, 14° 10′ 42,65″O)
Koordinaten
Ostportal 45° 18′ 55″ N, 14° 14′ 32″ O
Westportal 45° 18′ 48″ N, 14° 10′ 43″ O

Der Učka-Tunnel (ausgesprochen Utschka) ist ein mautpflichtiger Straßentunnel in Kroatien und die kürzeste Straßenverbindung von Rijeka nach Istrien (durch das Učka-Gebirge). Verwaltet wird der Tunnel von der privaten Betreibergesellschaft Bina-Istra. Er liegt an der Autobahn A8 (Rovinj – Rijeka), eine oft von Urlaubern genutzte Strecke. In der Hauptsaison fahren bis zu 6.674 Fahrzeuge pro Tag durch den Tunnel.

Die Inbetriebnahme des 5.062 Meter langen Tunnels erfolgte im Jahr 1981. Das Höhenniveau der Portale liegt bei rund 495 Meter über NN.

Im europäischen ADAC-Straßentunneltest 2004 schnitt der Tunnel am schlechtesten mit der Note „mangelhaft“ ab. Dies liegt vor allem an dem schadhaften Fahrbahnbelag und der unzureichenden Ausstattung mit Rettungswegen. 2005 wurde die Fahrbahn im Tunnel erneuert.[1] Des Weiteren sollen spezielle Lüftungseinrichtungen für den Brandfall eingeführt werden. Es wird sogar der Bau eines gänzlich neuen Straßentunnels durch das Učka-Gebirge überlegt.

Seit 2012 hat der Betreiber zwei Fahrzeuge von Ziegler erhalten, welche bis zu 12 Personen retten und mit einem Elektromotor in zwei Richtungen fahren können.[1]

Im europäischen ADAC-Straßentunneltest 2020, der aus Anlass einer abgelaufenen Frist der Europäischen Union für die Sanierungen und Nachbesserungen europäischer Tunnel vorgenommen wurde, fiel der Učka-Tunnel als zweitschlechtester Tunnel erneut durch.[2] Kritisiert wurden unter anderem der zu große Abstand zwischen vorhandenen Pannenbuchten, sowie fehlende Notausgänge, Lautsprecher und fehlende externen Zugänge für die Rettungskräfte.[2] Zudem sei es verwirrend, dass die Anzahl der Fahrstreifen vor und im Tunnel nicht gleich ist.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Olaf Preuschoff: Tunnel-Retter mit E-Motor. In: Feuerwehr-Magazin. 10. Mai 2012, abgerufen am 30. November 2018.
  2. a b c ADAC Tunnel-Inspektion 2020: Die Hälfte fällt durch. ADAC, 23. Juni 2020, abgerufen am 30. Juni 2020.